(un)zeitgemäße betrachtungen

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berichtenswertes aus mikro- & makrokosmos | das persönliche blog von wolfgang miedl

Social Web Graffiti – unser erster Konzeptentwurf

Das ganze fing an beim adventlichen "Social Media Glühwein" im Schwabinger Büro von Hillert und Co.: Geschäftsführer Christian Ehl lud mich zu einem gemeinsamen Vortrag ein, in dem wir Kunden und Partnern das Thema Social Media näherbrachten. Kurze Zeit später unterbreite mir Christian das erste Mal seine Idee: Warum nicht mal Social Media auf eine völlig neue, andere Weise darstellen: Nicht in herkömmlichen Präsentationen, nicht in einer weiteren Infografik (wenngleich es da ein paar gute gibt), nein – warum nicht die Kunstform Graffiti wählen? Mich musste er nicht lange überzeugen, ich war sofort begeistert dabei. Über die Weihnachtsfeiertage ist die Idee weiter gereift, Hillert-Grafiker haben sich an erste Designentwürfe für Logos und Blog gemacht und gemeinsam mit Christian hab ich nun die erste Konzeptfassung in eine Präsentation gegossen. Im Hintergrund wurden bereits erste Kontakte mit Graffiti-Sprayern geknüpft, Twitter ist gestartet und das Blog steht kurz vor dem Start. Ich bin schon auf die erste Wand gespannt :-)

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“Wozu noch schreiben?”

"There are three difficulties in authorship: to write anything worth publishing, to find honest men to publish it, and to find sensible men to read it."
~ Charles Caleb Colton

An der Fundstelle, dem Divinipoint-Blog, leitet dieses Zitats einen sehr lesenswerter Beitrag ein: “Writing, Why bother” – ein paar sehr kritische (wenn nicht gar desillusionierende) Gedanken über die Zukunft professionellen Schreibens. Trifft vielleicht ganz speziell auf die amerikanische Situation zu – aber gewisse Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen. Hier noch ein weiterer Ausschnitt:

“Stephenie Meyer, best-selling author of the Twilight series, was only discovered because an intern didn’t understand the policies of Writers House, the agency that now represents her.”

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Kommentar-Allzweckwaffe für Wordpress

admin-comment-options[1] Kommentare auf Blogs müssen immer wieder bearbeitet werden – ob es um Korrekturen des Verfassers selbst geht oder aber um notwendige Eingriffe des Betreibers/Admins in Sachen Moderation oder Spamabwehr. Mein konkretes Problem war etwas exotischer: Ich bin schon vor Jahren von Movable Type auf Wordpress umgestiegen, was oberflächlich relativ gut ging, mir aber leider viele falsch zugeordnete Kommentare bescherte.

All diese Probleme lassen sich mit dem Kommentar-“Wundermittel” WP Ajax Edit Comments einfach beheben – mit unzähligen Funktionen in der Admin-Konsole, aber auch mit Ajax-Popus in den Blogeinträgen selbst.

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Für Unternehmen: In 10 Schritten zum Social-Media-Auftritt

“Community isn’t established with the creation of a social profile. Community is earned and fortified through shared experiences.It takes commitment.”

Brian Solis zeigt auf Mashable in zehn Schritten, wie Unternehmen ihren Social-Media-Auftritt entwickeln und etablieren: The 10 Stages of Social Media Business Integration

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Schirrmacher, wer hat denn die Digitale-Medien-Debatte zum Palaver gemacht?

“Mein Kopf kommt nicht mehr mit” beschreibt Frank Schirrmacher in seinem Buch Payback sein zentrales Problem mit den digitalen Medien (hier die SZ-Kritik). Dafür wurde er von vielen als digitaler Dilettant abgekanzelt. Man muss ihm aber zugute halten, dass er diesen seinen Kopf anders als viele “abgehängte” Kollegen nicht einfach in den Sand steckt, sondern sich im Gegenteil darum bemüht, die öffentliche Auseinandersetzung mit der digitalen Kultur voranzutreiben. Dazu hat er gerade heute auf FAZ.de eine Debatte darüber eröffnet, wie die IT-Medien unser Denken verändern. Einige Wissenschaftler und Autoren steuerten dazu Artikel bei – darunter so prominente Namen wie Nicholas Carr und Kevin Kelly (Wired).

Schirrmacher lässt es sich aber auch dieses Mal nicht nehmen, deftige Seitenhiebe gegen die seiner Ansicht nach rückständige deutsche Internetdebatte auszuteilen:

“Anders als in Deutschland, wo die Debatte über das Informationszeitalter noch immer ein von Interessen geprägtes Palaver über Medien ist, zielt die Edge-Debatte in die Tiefe.”

“Die deutsche Internet-Debatte ist auf dem Stand der neunziger Jahre. Eine digitale Avantgarde von eigenen Gnaden, die entscheiden möchte, wer dazugehört, tut so, als wäre Kommunikation im Netz nicht kinderleicht und als genügte es in einer Zeit, da selbst „Die Grauen“ im Netz unterwegs sind, einen Blog zu besitzen, um sich als Kenner auszuweisen. Das ist verständlich, weil es Politik- und Verlagsberatung verkauft, aber als angeblich progressive Haltung ist es längst von der Wirklichkeit überholt.”

Mitschuld des Medienestablishments

Dabei übersieht man leicht, dass es gerade das von Schirrmacher und Konsorten dominierte deutsche Medienestablishment war, das seit den frühen 90ern diese Debatten kleingehalten und unterdrückt hat. Während in den USA die aufkommende IT-Revolution von einer intellektuellen Avantgarde begleitet wurde (Wired war sicherlich die zentrale, aber bei weitem nicht einzige Plattform dieses Diskurses), hatten die spärlichen Avantgarde-Pflänzchen hierzulande kaum eine Chance, außerhalb ihrer Zirkel gehört zu werden. Die führenden deutschen Medien haben sich im Gegenteil geradezu darin gefallen, bei jeder passenden Gelegenheit die digitale Revolution kleinzureden und sie als vorübergehenden Hype von pickelgesichtigen Computeridioten abzutun. Ich verweise dabei gerne (und zum wiederholten Mal) auf den 1996er SZ-Feuilletonbeitrag “Bemerkungen eines Cyberskeptikers”, der das deutsche Bedenkenträgertum par excellence zur Schau stellt.

Meine These lautet daher, dass die heutige Medienkrise auch deshalb so hart einschlägt, weil die geistige Elite in diesem Land die Auseinandersetzung mit der IT-Revolution so lange verweigert hat. Auch und gerade Schirrmacher sollte sich das mal hinter die Ohren schreiben. Schuldzuweisungen oder ein Jammern über vertane Chancen sollten sich die Kritiker dennoch verkneifen: Man kann ihm nämlich durchaus dankbar dafür sein, dass er wenigstens jetzt mit allen möglichen Beiträgen die Debatten anfeuert – vielleicht gelingt ja diesmal eine fruchtbarer deutscher Diskurs über die kulturverändernde Medienrevolution.

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Don Dahlmann kann es nicht mehr hören,

das “Blogger-gegen-Journalisten-Dings” und hat dazu einige bemerkenswerte Gedanken niedergeschrieben. Sehr treffend u.a. das hier:

“Warum sollen Blogger eine Arbeit machen, die Verlage dank ihrer finanziellen und juristischen Ausrüstung viel, viel besser können? Mittlerweile versuchen es ein paar mutige Blogger, aber ein Ersatz für einen unabhängigen, von einem starken und mutigen Verlag finanzierten Journalismus, dessen Chefredakteure nicht samt Verlagsgeschäftsführer mit Lobbys und/oder Politkern schmusen, ist das nicht.

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Google Streetview: Echte Gesichter filtern, nicht Graffitis!

gta_LA

Google versucht, per Software die Gesichter abgelichteter Personen in Streetview unkenntlich machen, um deren Privatsphäre zu schützen. Da das nicht immer zuverlässig klappt, geht nun der oberste Schweizer Datenschützer gerichtlich gegen Google vor. An anderer Stelle hingegen scheint die Software übers Ziel hinauszuschießen. So etwa bei diesen meterhohen Plakaten an den Südfassaden des Figueroa-Hotels in Los Angeles, die für das Spiel Grand Theft Auto (GTA) werben.

Aktuell prangen an der selben Stelle in der S Figueroa St übrigens neue – GTA – Motive. Siehe unten…

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L.A.-Ansichten 2009 (Flickr-Fotoset)

Straßenszenen in L.A.: Z.B. Werbung auf die unübersehbare Art in der S Figeruoa St.

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Erfolgreich schreiben, leicht gemacht…

"If you don’t hit the reader between the eyes in your first sentence of your news column, there’s no need to write any more."

Arthur Brisbane (1864 – 1936)

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Haiangriff oder Schmuseattacke?

Was ich bisher verstanden habe: Der Hauptdarsteller hier, der Weißspitzen-Hochseehai (Longimanus) ist bekannt als die humorloseste aller Haiarten und unbekannt für seine tatsächlichen Raubzüge auf hoher See. Scheint also auf die Situation anzukommen, denn hier schubst er nur ein bisschen rum.

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