Dick ist wieder schick

Seit Jahren schon rennen weite Teile der IT-Branche gegen das PC-Konzept an: Die bisher zumeist mit Windows ausgestatteten ¿Fat Client“-Desktops gelten als teuer, kompliziert und schwer zu administrieren. Doch mit dem lange gehypten Gegenentwurf, dem abgespeckten Thin Client auf Terminal- oder Browser-Basis, ist es offenbar auch nicht mehr so weit her. IBM stellt neuerdings mit „Workplace“ den Rich Client wieder ihn den Vordergrund. Und auch SAP verl¿t offenbar den eingeschlagenen „Web-only“-Pfad “ auf der Sapphire-Konferenz wurde ein „Smart Client“ auf .NET-Basis angek“.

F“er eine Zumutung: Jedes Programm muss m¿ungl¿llation. Entsprechend gro¿war die Begeisterung, als mit der Ausbreitung des Web eine Technik zur Verf¿ Ort, innerhalb oder au¿rhalb der Firma zug¿lich machte ¿ und das alles nat¿aus entsprungene Portal-Boom l¿t sich auch mit Zahlen belegen: Laut einer Gartner Studie lag der Anteil der Unternehmensprojekte mit Browser-Frontend im Jahr 2002 bei 70 Prozent. Viele Hersteller bieten ihre Software nur noch mit Web-Oberfl¿e an, so etwa Peoplesoft. Auch bei SAP sah der bisherige Fahrplan f¿Netweaver-Plattform einzig den Browser als Anwenderschnittstelle vor. Das fette SAP GUI, das neben Windows auch auf Java l¿t, sollte ¿ zumindest laut offizieller Sprachregelung abgel¿ der Euphorie um das Web-Paradigma werden allerdings bis heute gerne einige Fakten unter den Teppich gekehrt. Man muss nur einmal einen Web-Mailer mit Outlook vergleichen, um zu sehen, wo es bei Browser-Anwendungen hapert: Schnelle Antwortzeiten und eine reichhaltige Funktionalit¿l¿t sich derzeit nur mit klassischer Client-Software realisieren. Auch im Mobile-Bereich best¿gt sich das: Obwohl die Rechenleistung auf Smartphones und PDAs bescheiden ist und eine st¿ige Online-Verbindung m¿rzichtet man mittlerweile in den meisten Projekten auf den Browser und entwickelt stattdessen native Client-Software.

IBMs offenes Engagement f¿ ohnehin ¿. Zudem stehen mit Peer-to-Peer und Web Services l¿st Techniken zur Verf¿ der Web-Standards kombinieren.

SAP hadert zwar aus verst¿lichen Gr¿Revier wildern. Da jedoch ein gro¿r Teil der Kundschaft ohnehin ¿ner Alternativen nahe. Und .NET bietet schlie¿ich alle Mechanismen f¿gkeit ist vor allem f¿schlagargument ¿L¿t im Browser!¿ dazu gedient, Usern, Entscheidern und Kunden schlecht konzipierte und schwer zu bedienende Anwendungen aufs Auge zu dr¿ertungskriterien an Bedeutung gewinnen.

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