GMX lässt Google alt aussehen

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Wie auch Tezeeh schon gemeldet hat, dreht GMX voll auf: Während es von Google nach wie vor nur vollmundige Ankündigungen zu seinem 1-GB-Email-Speicher gibt, hat die United-Internet-Tochter schon mal eine überraschend heftige Steilvorlage gegeben:

Den kostenlosen Accounts stehen nun 1 GB Speicherplatz zur Verfügung, Abonnenten erhalten unglaubliche 5 GB für 2,99 und 10 GB für 4,99. Damit dürfte Google auf diesem Sektor jeglicher Wind aus den Segeln genommen worden sein. Details hier.

Wenn man bedenkt, dass GMX im Karlsruher RZ der United-Internet-Tochter 1&1 gehostet wird, kann man sich kaum vorstellen, dass Google in der Lage sein wird, hier in Sachen Speicher oder Qualität noch etwas draufzusetzen. 1&1 ist mit ca. 3 Millionen Webhosting-Kunden der weltweit größte Provider.

Ich kenne das ziemlich neue RZ von innen und gehe deshalb davon aus, dass 1&1 in Sachen Kapazität, Sicherheit und Wachstum wohl nicht von heute auf morgen von einem Konkurrenten zu überholen sein dürfte.

0 Antworten zu “GMX lässt Google alt aussehen”


  1. 1 Jim

    Die Hardware-Kosten sind gegenüber den Software‑ und Betriebskosten in der Gesamtkalkulation in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren fast vernachlässigbar.

    Ich hatte tatsächlich vor vier bis fünf Jahren genau diesen Weg bestritten mit meinen Kalkulationen und Angebiten für Infrastruktur-Outsourcing bei grösseren Konzernen. Ab ca. 8.000 Standard-PC-Arbeitsplätzen (Hardware, Windows, Office plus einige Basics) kann man marketingtechnisch behaupten der PC sei umsonst. Bei einem gesunden Notebook-Anteil sieht die Sache leicht anders aus. Lässt sich aber trotzdem gut erklären.

    Wir hatten sehr grossen Erfolg damit. Mittlerweile ist der Infrastruktur-Outsourcing-Matkt vollkommen kaputt. Sowhl von Anbietern wie von Kunden kaputtgeredet.

  2. 2 Wolfgang Miedl

    Eine rein betriebswirtschaftliche Kalkulation, die im Ergebnis zu vernachlässigbaren Hardware-Kosten führt, kann man ja gut nachvollziehen. Das Problem sind die Schlüsse, die in einem ganz anderen Kontext daraus gezogen werden. Wenn die Hardware (oder auch die Software) als kostenlos bezeichnet wird, will natürlich keiner mehr was dafür bezahlen.

    Es ist halt zu befürchten, dass durch solche Äusserungen die Wertschätzung für die Produkte flöten geht. Was, wenn dann auch für Services nicht so recht Geld locker gemacht wird?

  3. 3 Volker Weber

    Mit Debian, Openoffice etc. kann man die Software dann auch noch wegrechnen, den Support offshoren. Und für den Strom dann noch einen Dynamo unter den Tisch stellen und dafür das Sportstudio dicht machen. :-)

  4. 4 Volker Weber

    Wann kriegt Wolfgang Miedl denn einen Platz im Kopf dieser geschätzten Webseite? :-)

  5. 5 Wolfgang Miedl

    Hat er doch schon. Muss vor kurzem passiert sein. Das geschieht alles ohne mein Zutun … ;-))

  6. 6 Volker Weber

    OK, ich hab’s kapiert. Die Navigation zeigt immer den nicht, den man gerade sieht. Wie heisst noch mal mein Lieblings-Webdesignbuch? Don’t make me think.

  7. 7 Klaus Eck

    Wolfgang Miedl gehört seit kurzem ebenfalls zu den CyDomians. Darauf werden wir demnächst auch auf unserer Website eingehen. Dann gibt es sozusagen ein offizielles Willkommen.

  8. 8 Jim

    @Wolfgang Miedl, der Trend geht bei den „Services“ eindeutig zur Automation?und zu Stückkostenrechnung (also feste Preise für bestimmte „Gewerke“). Dieser Trend ist unumkehrbar und führt zu sinkenden Stückkosten. Beispielsweise ist dieser Trend sehr gut beim Gewerk „Softwareverteilung“ zu beobachten.

    Parallel dazu sinken die externen (1)Personalkosten für rein operative Tätigkeiten im Betrieb. Im Microsoft-Umfeld werden mittlerweile nur noch 25–35 Euro per Stunde an externe bezahlt. Beispielsweise für ganz normale W2K-Admins oder Desktop-Servicetechniker. Durch die zentrale Automatisierung sinkt der Bedarf an diesen Leuten. Der „Turnschuh-Service“ hat ausgedient.

  9. 9 Wolfgang Miedl

    Im Prinzip passiert hier was ganz normales, wie wir es von anderen Branchen kennen, z.B. am Bau: Ein Generalunternehmer/Bauträger verkauft eine Wohnung/ein Haus, der Käufer muss sich nicht mit einzelnen Unternehmen/Gewerken herumschlagen.

    Interessant finde ich an dem Vergleich aber: Als Hauskäufer interessiert mich natürlich nicht, was der Fliesenkleber kostet. Dennoch wird kein Bauträger behaupten: Der Fliesenkleber kostet nichts mehr. Er nimmt halt einen verschwindenden Anteil an der Gesamtrechnung ein.

    Im Unterschied dazu erwecken viele Leute in der IT-Industrie immer wieder den Eindruck, dass sie irgendwelche Wunder wirken und heute mal die Software, morgen die Hardware als kostenlose Dreingabe feilbieten können.

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