Acrobat – äh, Adobe Reader: Ihr kriegt mich nicht…

Heute Nachmittag, Supportanruf von einem Freund: „Wie krieg ich den Acrobat Reader?“ Er verfügt über solides PC-Grundwissen – ich also: „www.adobe.de“. „OK, ich bin auf der Seite, und jetzt?“ Da ich grad keinen PC greifbar habe, versuche ich ihn „blind“ anzuleiten: „Da muss irgendwo ein Download-Button sein, aber Achtung: Das heißt jetzt ‚Adobe Reader’!“ Er sucht auf der Seite rum: „Ist es das hier: Get Adobe Reader?“ „Ja genau, klick das bitte an.“ „Und jetzt, wie gehts weiter?“ Ich: „Ja – halt irgendwo auf Download klicken!“ Er: „Aber wo? Auf Acrobat?“ Ich: „NEIN! Acrobat heißt jetzt Twix, äh Adobe Reader!“ Das Ganze geht einige Minuten hin und her, bis er endlich den Download hinkriegt.

Das mag jetz kein repräsentativer Fall sein, dennoch gibt mir hier eines zu denken: Adobes Anspruch lautet, mit PDF _DAS_ universelle, plattformunabhängige Dokumentenformat anzubieten. Weil das Thema somit praktisch alle PC-Anwender betrifft, sollte man sich vielleicht mal ein paar Gedanken über einen leichteren Zugang zu den benötigten Werkzeugen machen.

Die Stolperfallen wären jedenfals alle vermeidbar: Der zu kleine, schlecht platzierte Button „Get Adobe Reader“, das umständliche und eigentlich völlig überflüssige Formular auf der Folgeseite (Zielplattform/Betriebssystem und Sprache könnte man auch ohne Fragen aus dem HTTP-Header des Users auslesen). Und schließlich noch die Namensänderung in Adobe Reader, die meiner Meinung nach bisher kaum jemand bemerkt hat. Vielleicht erleben wir hier ja gerade wieder mal so eine grandiose Markenentwicklungs-Story wie bei Borland-Inprise-Borland…

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Die genauen Zahlen sind übrigens bei Gartner auf der Web-Site als Pressemmitteilung vom 12.11. (verlinken geht ja hier leider nicht).

    Da steht z.B. auch „Note: Totals do not include smartphones such as the Treo 600 or BlackBerry 7100 but include wireless PDAs such as the iPAQ 6315.“

    Für mir ist diese Abgrenzung schwer nachvollziehbar. Weil sich der Treo recht gut verkauft, sollte man die Aussagen deshalb mit Vorsicht interpretieren. Incl. Treo muss man sicher noch 100-200 Tsd. Geräte bei Palm dazurechnen (gerade keine genauen Zahlen zur Hand).