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Schon wieder Plaxo: Über eine Milliarde Adressen, aber keine Hintergedanken?

Schon im März hatte ich über den umstrittenen Adressensammler- Adressverwaltungsdienst Plaxo geschrieben. Das Thema scheint viele zu interessieren, denn über Google kommen seither zahlreiche Leser auf meinen Blog, auf MSN Search habe ich es mit dem Suchwort „Plaxo“ schon auf Platz vier gebracht 🙂
Nun bin ich gerade wieder über einen neuen Plaxo-Köder gestoßen – ein PR-Berater hatte mir eine Pressemitteilung mit einem getarnten Link zu Plaxo geschickt. Titel: „Add me to your address book…“

Was jetzt: ASP, Software als Service, Web 2.0 … ?

Die Rede von der „Software als Service“ macht zur Zeit mal wieder die Runde, und mich erinnert das ganze verdächtig stark an die großen Tage des ASP-Hypes. Die augenscheinlichste Parallele zu damals ist, dass der Begriff selber völlig unscharf ist, aber die Idee als solche offenbar eine derart große Faszination auf die IT-Welt ausübt, dass man auch ohne klaren Begriff oder genauer Kenntnis technischer Zusammenhänge das Thema ganz oben auf die Agenda setzt. Zur Erinnerung – der letzte ASP-Boom, der mit einer Menge zugrundegegangener Startups wie Einsteinet endete, funktionierte ganz grob in etwa so: Marketiers und Medien versuchten eine Softwarezukunft herbeizureden, in der Programme als kleine, per Web angebotene Komponenten verteilt werden. Im Überschwang haben die meisten übersehen, dass meist völlig triviale Technik angeboten wurde: