Das echte Leben: Jäger hat(tte) Landwirt und Bahn im Visier

Medienprofis wissen es: Viele aufregende Begebenheiten werden (-aus Gründen, die anderswo zu diskutieren wären-) nie in der Zeitung stehen. So wie diese hier, die ich aus meinem Bekanntenkreis erfahren habe:

Ein Landwirt im oberbayrischen wurde vom Jagdpächter des seinen Hof umgebenden Reviers regelmäßig aufs Korn genommen. Der Bauer musste feststellen, dass der Jäger seine Schüsse aus der Jagdwaffe auffallend oft in Richtung seines Hauses abgab, was durch eine Vielzahl von Einschüssen auch belegt werden konnte.

Der Schütze ließ sich aber auch auf Beschwerden hin nicht von seiner Gewohnheit abbrigen. Nachdem sich der Bauer aus berechtigter Angst um sein Leben an die Polizei wandte, teilte ihm diese lediglich mit, dass es gegen so etwas keine rechtliche Handhabe gebe.

Schließlich erwies sich die Bekanntschaft des Landwirts mit einem Bahnmanager als Rettung aus seinen Todesängsten: Als er dem Bahner sein Leid klagte, fiel diesem auf, dass neben dem Hof auch die benachbarte Bahnstrecke im Schussfeld des Jägers lag. Somit bestand auch eine potenzielle Gefährdung von Zugreisenden, was im Gegensatz zur Gefährdung von individuellen Bürgern offenbar einen strafrechtliche Tatbestand darstellt. Eine kurze Nachricht des Bahnmanagers reichte jedenfalls aus, um den Jäger zur Einsicht zu bringen und sich ein anders Schussfeld zu suchen.

Jedesmal, wenn der Landwirt heute den Bahnmanager trifft, freut er sich und betont, dass ihm dieser sein Leben gerettet habe.

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  1. Foren scheinen die modernen Stammtische zu sein: Man ist unter Gleichgesinnten, kann tagaus-tagein seinem Lieblingsthemen frönen und vor sich hin wettern. Diese Leute würden wahrscheinlich auch nie rausgehen und solche Meinungen und Beschimpfungen auf einem Blog ablassen, weil da bei Gegenwehr die Unterstützung der Comunity nicht gewährleistet ist.