Windows Live war bisher eine nette, interessante Spielerei im Umfeld der vielen Web-2.0-Aktivitäten. Dass sich Microsoft allein wegen des prominenten Markenauftritts kaum mit etwas „Nettem“ begnügen würde, war eigentlich klar. Gestern wurden die Redmonder auf einer Präsentationsveranstaltung in München konkreter: Rund um Windows Live wurde ein ganzes Bündel an neuen oder renovierten Services vorgestellt, die ganz offensichtlich gegen Google, Ebay, Skype, Yahoo und Co. gerichtet sind. Interessant war auch die Organisationsform der Veranstaltung: Es war eine Art Pressekonferenz für Blogger – in der Einladung hieß es explizit, dass nur Blogger eingeladen sind – und keine Presse
Darauf hin angesprochen meinte einer der etwa 30 Anwesenden, er sei überhaupt kein Blogger. Immerhin ist er aber Suchmaschinenspezialist und lebt nach eigenem Bekunden sehr gut von den Werbeeinnahmen, die er über diverse eigene Websites generiert (darunter eine Witzeseite).
Mit Windows Live will Microsoft zunächst mal alles besser integrieren, was bisher als Hotmail, MSN Messenger, Spaces, MSN Search etc. recht verstreut angeboten wird. Einen sehr interessanten Eindruck macht der neue Dienst Windows Live Fremont (Codename): Hier kann jeder Kleinanzeigen einstellen, wobei Anbieter wie Kaufinteressenten die Suche eingrenzen können nach User-Bekanntheitsgrad/Vertrauensverhältnis (von IM-Kontakten bis zu „jeder Anbieter“) und geografische Nähe. Diese Daten kommen – natürlich – von MSN Virtual Earth (jetzt Windows Live Local). Die Anzeigen kosten nichts, der Dienst soll sich über Werbung finanzieren. Derzeit befindet sich Fremont im Betatest, ist aber nur US-Mitarbeitern von Microsoft zugänglich.
Auch der Messenger soll nun besser integriert werden in die Live Plattform, zudem will sich Microsoft offenbar deutlicher gegen Skype positionieren und erweitert den Messenger um IP-Telefonie-Funktionen. Auch hier wurde die Integration noch etwas weiter als im Markt üblich getrieben – in Kooperation mit Philips soll Mitte 2006 ein schnurloses (DECT?)-Telefon erscheinen (Windows Live Phone), das zwar wie ein herkömmlicher Fernsprecher bedient wird, aber einen Messenger-Knopf besitzt. Ist die Basisstation mit dem PC verbunden und drückt man den Messenger-Knopf, dann erscheint die Buddy-Liste des Messengers mit den entsprechenden Telefonnummern, die dann direkt über Vo-IP angerufen werden können.
Live Contacts soll zukünftig die Adressverwaltung aus Outlook und anderen Clients ins Web verlagern, Live Favorites soll wohl so etwas wie del.icio.us werden.




Jaja,
die lieben Autoverkäufer und das traurige ist, dass dies gar nicht so selten passiert.
was ich nicht kapiere, sind die gründe für ein solches verhalten. bei vw hört man ja z.b. immer wieder, dass die zufriedenheit der händler mit wolfsburg katastrophal ist – wohl wegen geringer margen und anderem druck. sowas schlägt dann schon mal auf die kunden durch.
dass man aber auch beim premiumanbieter abblitzt, wenn man sich für einen 645, x5, a8 (mir bekannte fälle!) interessiert, das muss mir mal jemand erklären.
Ein Bekannter von mir wollte einen VW Golf kaufen und seinen Fiat Punto in Zahlung geben. Der Verkäufer lehnte das ab mit der Bemerkung, er solle sich mal überlegen, ob er tatsächlich einen VW will. Wollte er dann nach kurzer Überlegung nicht und fährt jetzt Peugeot.
In anderen Branchen ist es auch nicht besser. Eine Freundin wollte einen Partyservice beauftragen, auf einer sonntäglichen Gartenfeier mit 25 Personen fürs leibliche Wohl zu sorgen. Antwort: „Wir liefern doch nicht am Sonntag.“
Schier eine Frechheit, dass Kunden Wünsche haben. Aber dann jammern.
…und zufällig gestern abend wieder eine aktuelle Geschichte aus dem Bekanntenkreis gehört, diesmal Volvo: Kaufinteressent fragt nach einem bestimmten Modell, der Verkäufer sagt, er habe jetzt keine Zeit, verschwindet und hinterlässt nicht mal eine Visitenkarte. Auch hier kam natürlich hinterher keine Nachfrage von Händlerseite mehr…