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Linux – damals für Diskjockeys

Es dürfte so etwa um 1992/93 gewesen sein – in einer fast vergessenen Zeit also, in der das Internet noch völlig unbekannt war und nur IT-Freaks ein Modem besaßen, um damit Programme von sogenannten Mailboxen zu saugen oder auf Foren zuzugreifen.
Als alterativen Weg der Softwaredistribution präsentierten damals einige größere Buchhandelsketten Diskettenladestationen. Das war im Wesentlichen ein PC, auf dem man sich aus einer Liste die verfügbare Freeware oder Public-Domain-Software aussuchen konnte, um diese gegen eine kleine Gebühr auf Diskette(n) zu kopieren.

Linux ist kostenlos – äh, nein, aber preisgünstiger, oder?

„Linux ist kostenlos“ lautete jahrelang das Kernargument für das Open-Source-Betriebssystem. Statt beim altmodischen Geschäftsmodells mit Softwarelizenzen zu verharren, stünden damit Beratern und Entwicklern ganz neue Möglichkeiten der Veredelung offen, die zu lösungsorientierteren IT-Konzepten führten, da man in diesem Modell nicht auf kostspielige Softwarelizenzen angewiesen sei. Soviel zur Theorie.

Wer garantiert eigentlich für Qualitätsjournalismus?

Früher, als die Medienwelt noch in Ordung war, konnte man sich an zwei Polen orientieren: Auf der einen Seite die Publikumsverlage, die das Massenpublikum mit dem Versprechen einer unabhängigen Tages- und Fachberichterstattung an sich banden und damit eine ordentliche wirtschaftliche Grundlage auch für die Redakteure und freien Journalisten bieten konnten. Daneben entwickelten sich im Lauf der Zeit auch die Geschäfte des rivalisierenden, „Marketing-getriebenen“ Mediensektors, der bei PR-Textern beginnt und bei Produzenten von Kundenmagazinen endet. Diesem haftete dabei stets der zweifelhafte Ruf an, dass er mit Hilfe von Auftragsschreibern das Ziel verfolge, reine Industrieinteressen zu vertreten.

Sind PR-Einträge eine Wikipedia-Manipulation?

Unter dem Titel „PR verschmutzte Wikipedia“ hat Kollege Lars Reppesgaard bereits im August die Frage aufgeworfen, in wiefern man einer PR-Zunft noch trauen könne, die permanent ihre Grenzen überschreite. Er bezog sich dabei auf eine Meldung, wonach die amerikanische PR-Agentur MyWikiBiz.com ganz offen „professionell geschriebene“ Wikipedia-Artikel anbietet.

Dazu muss ich zunächst eines sagen: Auch die deutsche Wikipedia wird fleißig mit PR-Texten bestückt, wie ich aus einer sicheren Quelle weiß.

Silicon Alley, Web 1.0: Webdesign von i/o 360

i/o 360 - Web-Design 1996

In Anlehnung an die Boom-Area der IT-Pioniere, das Silicon Valley, hat sich Mitte der 90er mit dem ersten Web-Boom der Begriff „Silicon Alley“ etabliert. Er bezeichnete eine Gegend in Manhattan, New York, in der sich damals unzählige Internetfirmen angesiedelt hatten. Wikipedia listet einige der bedeutendsten Silicon-Alley-Firmen der damaligen Zeit auf.
In Erinnerung ist mir noch eine der herausragenden Design-Schmieden von damals geblieben – i/o 360 fiel vor allem durch eine unglaublich coole Website und einen Generator für ASCII-Art auf.

Der Erfinder des Jägers des verwahrlosten Taxis

Der Jäger Franz

Jeder Windows-Benutzer, der sich schon mal intensiver mit den installierten Schriftarten befasst hat, wird sich an diesen kurios-amüsanten Satz erinnern: „Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern“ (zu finden über Start, Systemsteuerung, Schriftarten – Doppelklick auf eine beliebige Schift).
Gestern Abend hatte ich das Vergnügen, den Erfinder dieses Satzes kennenzulernen.