Löst Web 2.0 jetzt die fetten Desktops ab?

Die Frage steht seit dem ersten Web-Boom Mitte der 90er auf der Tagesordnung von Fat-Client-Skeptikern, IT-Nomaden und Microsoft-Hassern: „Wann endlich lösen schlanke, serverbasierende Browser-Anwendungen jene aufgeblähten, schwer zu wartenden Desktop-Applikationen wie Office ab?“ So praktisch eine serverbasierende IT auch wäre – in der Vergangenheit entpuppten sich die als Allheilmittel gepriesenen Browser-Anwendungen sehr oft als Zumutung für den Benutzer. Web 2.0/Ajax hat den Browser-Frontends nun einen deutlichen Qualitätssprung beschert, doch weiterhin ist eine gesunde Portion Skepsis angebracht, wenn Browser-Anwendungen als den Rich-Client-Pendants qualitativ ebenbürtig gepriesen werden. Infoworld-Kolumnist Oliver Rist wollte es nun einmal genau wissen und hat eine Woche lang seinen Fat-Client-Office-PC gegen einen Laptop mit ausschließlich webbasierender Ajax-Bürosoftware ausgetauscht. (Can Web-based applications outwit, outplay, outlast the desktop?)

Sein Erfahrungsbericht fördert einige interessante Erkenntnisse zutage. So fand er einige bessere Alternativen zu den mit viel Marketing-Trara begleiteten Google-Applikationen wie Google Mail oder die Google-Textverarbeitung Writely.

Sein Fazit: „Was the experience worth it? Definitely. Are the applications worth the trouble? Mostly not.“ Allerdings stellt er auch fest, dass sich der Unterschied zwischen Rich-Client und Web-Client verringert hat. Firmen wie Zoho traut er zu, binnen zwei Jahren Ajax-Office-Programme anzubieten, die auch für Firmen attraktiv sein könnten.

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  1. Es wäre überhaupt interessant zu wissen, wieviel Schaden an Leib, Leben und materiellen Gütern durch den Satz „da kann man nichts machen“ entsteht!
    Liebe Grüsse vom Vetta-Mo!