Linux ist kostenlos – äh, nein, aber preisgünstiger, oder?

„Linux ist kostenlos“ lautete jahrelang das Kernargument für das Open-Source-Betriebssystem. Statt beim altmodischen Geschäftsmodells mit Softwarelizenzen zu verharren, stünden damit Beratern und Entwicklern ganz neue Möglichkeiten der Veredelung offen, die zu lösungsorientierteren IT-Konzepten führten, da man in diesem Modell nicht auf kostspielige Softwarelizenzen angewiesen sei. Soviel zur Theorie.

Nicht so ganz in dieses nach wie vor gerne gepflegtes Bild passt eine Aussage, die ich in dieser Woche von einem Hersteller von Thin-Clients – PC-Ware – gehört habe. Derartige Endgeräte benötigt man an Arbeitsplätzen als PC-Ersatz, wenn man im Unternehmen serverbasierende Windows-Terminals einsetzt. Der Thin-Client ist in der Regel ein kleines Kästchen, das die Anschlüsse für Netzwerk, Tastatur, Maus und Bildschirm enthält. Zur Steuerung solcher Thin-Clients wird sowohl Windows CE wie auch Linux Embedded eingesetzt.

Der Inhaber von PC-Ware sagte mir, dass er mittlerweile nur noch auf Windows CE setze – und zwar aus einem einfachen Grund: Für eine Lizenz von Windows CE müsse er ca. 4 Dollar an Microsoft bezahlen, wohingegen RedHat für eine Linux-Lizenz ca. 14 Dollar verlange.

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