„Als Steve Jobs John Sculley von Pepsi abwarb, forderte er ihn heraus: âWillst du Zuckerwasser an Erwachsene verkaufen, oder willst du die Welt verändern?ââ
Steward Brand, The Well
(weitere antike Apple-Bilder und Broschüren)
wolfgang miedl - berichtenswertes aus mikro- & makrokosmos
„Als Steve Jobs John Sculley von Pepsi abwarb, forderte er ihn heraus: âWillst du Zuckerwasser an Erwachsene verkaufen, oder willst du die Welt verändern?ââ
Steward Brand, The Well
(weitere antike Apple-Bilder und Broschüren)
Sind das die ersten Anzeichen einer neuen Qualitätsdebatte? Robert Basic verlinkt auf einen Beitrag, der die Vorteile von sehr zielgruppenfokussierten Blogs anreißt. Eine Seite über Finanzthemen soll mit 28 Seitenaufrufen an einem Tag 18,18 Dollar erwirtschaften. Womit jener anhaltende Hype widerlegt wäre, dass nur mit Traffic und noch mehr Traffic (und seichten, billigen Inhalten) im Web Geld zu erwirtschaften sei.
Für mich ist das eine logische Entwicklung: Sofern man glaubhaft nachweisen kann, dass die Leserschaft eines Blogs (oder einer Website oder eines Newsletter) sehr zahlungskräftig ist und sich für bestimmte Themen interessiert, lassen sich auch investitionsfreudige Werbesponsoren finden. Ausserdem wird in der nach Wachstum gierenden Netzwelt gerne übersehen, das es auch in der alten Printwelt hochprofitable Publikationen mit kleiner Auflage gab und gibt. In Deutschland gibt es mehrere Verlagsimperien, die ihr Geld mit einer Vielzahl kleiner, fokussierter, teurer Branchenblätter machen. Diese Entwicklung kommt ja jetzt vielleicht ins Web.
Vermarkter, bitte herhören: Dies hier ist ein kleiner, aber feiner Blog…
Wie kürzlich zu hören war, hat Microsoft laut Nielsen/Netratings (PDF) weiter Marktanteile unter den US-Suchmaschinen verloren, und Steve Ballmer denkt nun schon daran, Firmen für die Nutzung der Microsoft-Suchmaschine zu belohnen. Der A-Blogger und Ex-Microsoftie Robert Scoble liefert Erklärungsversuche, weshalb die bisherige Internet-Strategie der Redmonder nicht aufgeht.
Das ist alles richtig, aber trotzdem viel zu kompliziert gedacht, denn zunächst muss Microsoft seine Hausaufgaben bei den ganz grundlegenden, einfachen Dingen machen, bevor man an die ganz großen Entwürfe rangeht. Ich habe hier schon einmal gesagt, dass der Kardinalfehler darin besteht, dass es für die Microsoft-Suchmaschine keinen einheitlichen, einfachen, idiotensicheren Namen gibt – wegen meiner Moogle ;-), das wäre immer noch besser als die aktuelle Adressierung.
Erwartungsgemäß zieht die überraschende Einstellung der Infoworld-Printausgabe nun das Echo der Kommentatoren nach sich. Der frühere Infoworld-Redakteur und heutige Kolumnist/Blogger Ed Foster äußert ein paar interessante Gedanken zu diesem Epochenwechsel.
Of course, it’s not that there isn’t still a lot of money being spent to advertise to IT readers – it’s just that a lot of those advertising dollars are going to Google and Yahoo and others who don’t actually have anything to do with producing the content. And your local newspaper has probably found its classified ad revenue decimated by eBay or Craigslist. Other kinds of print publications – maybe all kinds of print publications – face the same conundrum.
In gewisser Weise rächt sich jetzt meines Erachtens auch die Geheimniskrämerei der Verlage bezüglich ihres klassischen Geschäftsmodells.
Weiterlesen von ‚Können sich im Web journalistische Qualitätsmaßstäbe halten?‘
Ich habs von Jake erfahren – ansonsten wird man hierzulande wohl kaum Notiz davon nehmen. Trotzdem ist der Schritt des IDG-Verlags, seine renommierte US-IT-Wochenzeitschrift Infoworld einzustellen, eine kleine Revolution. Die Schwesterzeitschrift meines Ex-Arbeitgebers Computerwoche (1974 gegründet) wird nun nach 29 Jahren von seinem einstigen Online-Ableger vollständig ersetzt.
Mehr oder weniger ambitionierte Online-Strategien verfolgen ja tatsächlich schon viele Verlage, doch dass eine Website eine etablierte Printpublikation vollständig ersetzt und dabei auch einen entsprechenden Umsatz  einfährt, ist neu. Ich bin gespannt, wann wir hierzulande die ersten Nachahmer sehen werden.
Der Drinktank berichtet über die massive Energieverschwendung beim weltweiten Transport von Lebensmitteln, wenn z.B. Kiwis aus Neuseeland oder Orangen aus Argentinien nach Europa verschifft werden.
Sonderbare Blüten treibt das Transport(un)wesen auch in Bereichen, die man intuitiv als „ökologisch korrekt“ einstufen würde. So hat mir kürzlich ein Verwandter, der als Fahrer seit Jahrzehnten in der Milchindustrie unterwegs ist, von der seit einiger Zeit grassierenden Geheimniskrämerei unter Milch-Truckern erzählt.
wenn es euch hier auf der CeBIT nicht passt!“, bin ich geneigt, den vielen nörgelnden Kollegen und Zeitgenossen zuzurufen. Rüber zum Beispiel zur sogenannten „Online-Messe“ CRM Expo, der „Messe ohne Messe-Stress!“. Um zum Beispiel mal diese absurd schiefe Metapher einer Online-Messe zu erleben. Nein Leute, jeder Versuch, die virtuelle der realen Welt gleichzusetzen ist zum Scheitern verurteilt.
Die Blog-Experten werden es gesehen haben: Ich habe die Blog-Software hier von MovableType 3.2Â auf Wordpress 2.1 umgestellt. Einsteigern und Interessierten kann ich nur zu Wordpress raten, denn die Unterstützung für MT hat in letzter Zeit sowohl von Seiten des Anbieters wie auch aus der Entwicklergemeinde stark nachgelassen. Wordpress lässt sich wirklich einfach installieren, die Bedienung ist deutlich komfortabler und Plugins für Erweiterungen gibt es in rauen Mengen. Sehr zu empfehlen ist übrigens die WP-Erweiterung K2, die wie alle Plugins einfach nur per FTP-Client auf den Server kopiert werden muss.

Eine weitere CeBIT-Inspiration:
Ich zähle mich nicht zu den Leuten, die im Amt eines Datenschutzbeauftragten eine sinnvolle und zielführende Institution sehen. Vielmehr frage ich mich, ob diese Form der Institutionalisierung auf der Ebene eines trägen Staatsapparates nicht den Ernst der Lage gnadenlos verharmlost und an den eigentlichen Problemen völlig vorbeizielt, indem Beamte zu bestimmten Anlässen einen Datenschutzbericht abliefern. Allein jener traditionell kulturpessimistischem Stil des Vortrags und die ewig gleiche Leier, wonach alles immer schlimmer wird und der Datenschutzbeauftragte es wieder einmal gerade noch geschafft hat, das Schlimmste zu verhindern, entlockt mir seit etwa zehn Jahren nur noch ein gelangweiltes Gähnen.
Weiterlesen von ‚Wer schert sich um Big Brother? Nach den Überwachungskameras kommen jetzt die Roboter‘

Eines der spannendsten Gespräche auf der heurigen CeBIT führte ich am Samstag mit einem Festplattentechniker eines großen Herstellers – ich traf ihn zufällig neben dem Festplattenhäcksler der niederbayrische Firma Neumeier. Ich muss dazu vorausschicken, dass ich in den letzten 10 Jahren bei verschiedenen Gelegenheiten immer mal wieder versucht habe, von Experten und sogenannten Experten harte, letztgültige und unwiderlegbare Fakten zum Thema „sicheres Festplatten‑ und Datenlöschen“ zu erhalten. Denn auf diesem Gebiet existiert ein immanenter Grundkonflikt zwischen Datenrettern, die Daten auch aus einem ausgebrannten PC restaurieren können und Datenlöschern, die stets eine 100-prozentige Vernichtung von Daten versprechen. Ich hatte bei keinem meiner bisherigen Gesprächspartner das Gefühl, unwiderlegbare Antworten zu bekommen.
Weiterlesen von ‚Sichere Datenlöschung: Die Wahrheit ist irgendwo da draussen‘

Ausser mir haben sich vorgestern Abend auch die ca. 150 anwesenden Schülereltern im falschen Film gewähnt, als ein Hauptkommissar von der Kripo Erding im Rahmen einer schulischen Infoveranstaltung über „Jugend und Medienkonsum“ aus dem Ermittlungsalltag im Bereich Computerkriminalität berichtete. Darin ging es beispielsweise um einen 11-Jährigen, der im elterlichen Keller über einen PC mit eigenem DSL-Anschluss verfügte, vollgestopft mit Raubkopien und Videos übelster Machart – sowie einem Tresor daneben, in dem er illegales vor jeglichem Zugriff sicher verwahrte.
Während man für die hier geschilderte Razzia noch Verständnis aufbringt, stimmen einen andere Alltagsszenarien doch recht nachdenklich.
Weiterlesen von ‚Sony fordert 100.000 €: Gerechte Strafe oder Kriminalisierung einer ganzen Generation?‘
Gesagt (haben andere)
Astrid + Kollegen,
triple-xxxx,
a,
Isabell, Timm Fliegert,
lex,
Benni,
Jake, Markus,
chris501,