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Microsoft, so läuft das nicht im Web!

Windows LiveWie kürzlich zu hören war, hat Microsoft laut Nielsen/Netratings (PDF) weiter Marktanteile unter den US-Suchmaschinen verloren, und Steve Ballmer denkt nun schon daran, Firmen für die Nutzung der Microsoft-Suchmaschine zu belohnen. Der A-Blogger und Ex-Microsoftie Robert Scoble liefert Erklärungsversuche, weshalb die bisherige Internet-Strategie der Redmonder nicht aufgeht.

Das ist alles richtig, aber trotzdem viel zu kompliziert gedacht, denn zunächst muss Microsoft seine Hausaufgaben bei den ganz grundlegenden, einfachen Dingen machen, bevor man an die ganz großen Entwürfe rangeht. Ich habe hier schon einmal gesagt, dass der Kardinalfehler darin besteht, dass es für die Microsoft-Suchmaschine keinen einheitlichen, einfachen, idiotensicheren Namen gibt – wegen meiner Moogle ;-), das wäre immer noch besser als die aktuelle Adressierung.

Können sich im Web journalistische Qualitätsmaßstäbe halten?

Erwartungsgemäß zieht die überraschende Einstellung der Infoworld-Printausgabe nun das Echo der Kommentatoren nach sich. Der frühere Infoworld-Redakteur und heutige Kolumnist/Blogger Ed Foster äußert ein paar interessante Gedanken zu diesem Epochenwechsel.

Of course, it’s not that there isn’t still a lot of money being spent to advertise to IT readers – it’s just that a lot of those advertising dollars are going to Google and Yahoo and others who don’t actually have anything to do with producing the content. And your local newspaper has probably found its classified ad revenue decimated by eBay or Craigslist. Other kinds of print publications – maybe all kinds of print publications – face the same conundrum.

In gewisser Weise rächt sich jetzt meines Erachtens auch die Geheimniskrämerei der Verlage bezüglich ihres klassischen Geschäftsmodells.

Lebensmittel auf Weltreisen

Der Drinktank berichtet über die massive Energieverschwendung beim weltweiten Transport von Lebensmitteln, wenn z.B. Kiwis aus Neuseeland oder Orangen aus Argentinien nach Europa verschifft werden.

Sonderbare Blüten treibt das Transport(un)wesen auch in Bereichen, die man intuitiv als „ökologisch korrekt“ einstufen würde. So hat mir kürzlich ein Verwandter, der als Fahrer seit Jahrzehnten in der Milchindustrie unterwegs ist, von der seit einiger Zeit grassierenden Geheimniskrämerei unter Milch-Truckern erzählt.

„Geht doch nach drüben,

wenn es euch hier auf der CeBIT nicht passt!“, bin ich geneigt, den vielen nörgelnden Kollegen und Zeitgenossen zuzurufen. Rüber zum Beispiel zur sogenannten „Online-Messe“ CRM Expo, der „Messe ohne Messe-Stress!“. Um zum Beispiel mal diese absurd schiefe Metapher einer Online-Messe zu erleben. Nein Leute, jeder Versuch, die virtuelle der realen Welt gleichzusetzen ist zum Scheitern verurteilt.

Umstieg von MovableType auf WordPress

Die Blog-Experten werden es gesehen haben: Ich habe die Blog-Software hier von MovableType 3.2 auf WordPress 2.1 umgestellt. Einsteigern und Interessierten kann ich nur zu WordPress raten, denn die Unterstützung für MT hat in letzter Zeit sowohl von Seiten des Anbieters wie auch aus der Entwicklergemeinde stark nachgelassen. WordPress lässt sich wirklich einfach installieren, die Bedienung ist deutlich komfortabler und Plugins für Erweiterungen gibt es in rauen Mengen. Sehr zu empfehlen ist übrigens die WP-Erweiterung K2, die wie alle Plugins einfach nur per FTP-Client auf den Server kopiert werden muss.

Wer schert sich um Big Brother? Nach den Überwachungskameras kommen jetzt die Roboter

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Eine weitere CeBIT-Inspiration:
Ich zähle mich nicht zu den Leuten, die im Amt eines Datenschutzbeauftragten eine sinnvolle und zielführende Institution sehen. Vielmehr frage ich mich, ob diese Form der Institutionalisierung auf der Ebene eines trägen Staatsapparates nicht den Ernst der Lage gnadenlos verharmlost und an den eigentlichen Problemen völlig vorbeizielt, indem Beamte zu bestimmten Anlässen einen Datenschutzbericht abliefern. Allein jener traditionell kulturpessimistischem Stil des Vortrags und die ewig gleiche Leier, wonach alles immer schlimmer wird und der Datenschutzbeauftragte es wieder einmal gerade noch geschafft hat, das Schlimmste zu verhindern, entlockt mir seit etwa zehn Jahren nur noch ein gelangweiltes Gähnen.