Lebensmittel auf Weltreisen

Der Drinktank berichtet über die massive Energieverschwendung beim weltweiten Transport von Lebensmitteln, wenn z.B. Kiwis aus Neuseeland oder Orangen aus Argentinien nach Europa verschifft werden.

Sonderbare Blüten treibt das Transport(un)wesen auch in Bereichen, die man intuitiv als „ökologisch korrekt“ einstufen würde. So hat mir kürzlich ein Verwandter, der als Fahrer seit Jahrzehnten in der Milchindustrie unterwegs ist, von der seit einiger Zeit grassierenden Geheimniskrämerei unter Milch-Truckern erzählt.

Ein alltäglicher Dialog unter LKW-Fahrern an der Be- und Entladerampe einer Molkerei laufe demnach  heutzutage so ab: „Woher kommt die Milch, die Du da gerade abpumpst?“ „Das darf ich Dir nicht sagen.“ „Und wohin lieferst Du die nächste Ladung?“ „Das darf ich Dir nicht sagen.“

Die Vermutung liegt nahe, dass zwischen der heilen Marketingwelt der Alpenkühe und der tatsächlichen Herkunft der weißen Lebensmittels eine riesige Lücke klafft. Das Fazit meines Verwandten jedenfalls lautete: „Solange Milch nicht dreimal transportiert wurde, ist sie nichts wert.“

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