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Eines der spannendsten Gespräche auf der heurigen CeBIT führte ich am Samstag mit einem Festplattentechniker eines großen Herstellers – ich traf ihn zufällig neben dem Festplattenhäcksler der niederbayrische Firma Neumeier. Ich muss dazu vorausschicken, dass ich in den letzten 10 Jahren bei verschiedenen Gelegenheiten immer mal wieder versucht habe, von Experten und sogenannten Experten harte, letztgültige und unwiderlegbare Fakten zum Thema „sicheres Festplatten- und Datenlöschen“ zu erhalten. Denn auf diesem Gebiet existiert ein immanenter Grundkonflikt zwischen Datenrettern, die Daten auch aus einem ausgebrannten PC restaurieren können und Datenlöschern, die stets eine 100-prozentige Vernichtung von Daten versprechen. Ich hatte bei keinem meiner bisherigen Gesprächspartner das Gefühl, unwiderlegbare Antworten zu bekommen.

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Ausser mir haben sich vorgestern Abend auch die ca. 150 anwesenden Schülereltern im falschen Film gewähnt, als ein Hauptkommissar von der Kripo Erding im Rahmen einer schulischen Infoveranstaltung über „Jugend und Medienkonsum“ aus dem Ermittlungsalltag im Bereich Computerkriminalität berichtete. Darin ging es beispielsweise um einen 11-Jährigen, der im elterlichen Keller über einen PC mit eigenem DSL-Anschluss verfügte, vollgestopft mit Raubkopien und Videos übelster Machart – sowie einem Tresor daneben, in dem er illegales vor jeglichem Zugriff sicher verwahrte.
Während man für die hier geschilderte Razzia noch Verständnis aufbringt, stimmen einen andere Alltagsszenarien doch recht nachdenklich.