Robert Basic hat dieser Tage mal wieder aufgelistet, was er derzeit mit seinem Blog an (Werbe-)Einnahmen erzielt. Angesichts seines enormen Bekanntheitsgrads und der Spitzenplatzierung in Rankings wie den âTop-100-Business-Blogsâ und anderen war ich doch etwas überrascht über seinen relativ geringen Monatsumsatz â er erhält derzeit ca. 950 Euro aus drei Werbeprogrammen (Linklift, Google Adsense und TextLinkAds). Im Gegensatz dazu gibt es etwa in den Vereinigten Staaten bereits viele, die schon recht gut vom Bloggen allein leben können.
Allerdings hab ich von zwei Bekannten kürzlich recht interessante Zahlen gehört, die auch für die deutsche Bloggerszene Anlass zu Hoffnung geben.
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Olaf Kolbrück stellt die These in den Raum, dass die etablierten Verlage im Rahmen ihrer zunehmenden Blogging- und Web-2.0-Aktivitäten allmählich die Herrschaft in der Blogger-Szene übernehmen und dann in 2-3 Jahren auch A-Lister wie Basicthinking und Co. rauskegeln werden. Der damit adressierte Robert Basic hält dem entgegen, dass das nicht funktionieren wird, weil die Leser zukünftig keine Content-Aggregatoren mehr benötigen und sich stattdessen selbständig in den Mikronischen ihre Informationen besorgen werden.
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Im üblichen, aufmerksamkeitsheischenden Tonfall alarmiert heute unter anderem die Süddeutsche (aber auch Handelsblatt und Co.) auf der Titelseite, dass die Geheimdienste schon seit 2005 auf PCs herumschnüffeln. Ich möchte mich hier gar nicht lang über Fachkompetenz und Recherchetiefe solcher meist von dpa initiierten, medialen Selbstläufer auslassen, und auch nicht über notwendige und überflüssige Selbstverteidigungsmaßnahmen eines Gemeinwesens philosophieren.Â
Ich möchte stattdessen zur Abwechslung nur mal dezent darauf hinweisen, dass spätestens seit etwa 1997 jeder versiertere PC-Depp in der Lage ist, fremde PCs auszuspähen und zu überwachen. Die Tools dafür hießen damals Back Orifice oder Sub Seven, und sie ermöglichten erstmals die Spionage unter Windows mit wenigen Mausklicks. Heute werden solche Programme scheinheilig als Fernsteuerungstools vertrieben, für die subtilere Spionage nutzen IT-Profis mittlerweile Root-Kit-Techniken.
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Ich kann mich noch gut an die Stimmung im Verlag Anfang 2002 erinnern: Der massive Einbruch bei den Anzeigenverkäufen hielt nun schon fast ein Jahr an und eine Besserung war nicht in Sicht. Dennoch glaubten viele noch fest daran, dass auch diese Konjunkturdelle vergehen und das Geschäft danach auf höherem Nivau als zuvor weiterlaufen würde.
Heute, sechs Jahre nach dem Dotcom- und Börsenzusammenbruch, sieht es für gedruckte Publikationen schlechter aus als je zuvor: Trotz allgemeinem Aufschwung werden erste Print-Publikationen eingestellt und ins Web verlagert. Der Printmedienmarkt – soviel, glaub ich, kann man sagen – wird nie wieder das frühere Nivau erreichen, und so wäres es mal an der Zeit, mit der Geschichtsschreibung des goldenen Print-Zeitalters zu beginnen.
Der Gedanke dazu ist mir beim Blick auf mein Wired-Archiv gekommen, das von 95 bis 2000 reicht.  Als einstiges Zentralorgan der New-Economy bildet es eine interessante Quelle für Rückblicke auf den Dotcom-Boom einerseits aber auch für geschichtliche Medienbetrachtungen.
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Gerade habe ich wieder eine üble Spam-Mail vom Visitenkarten- und Adressverwaltungsanbieter Cardscan (der nebenbei bekannt ist für die praktischen Visitenkartenscanner) erhalten. Die freche Behauptung des Plaxo-Nachahmers lautet darin, dass ich kürzlich eine Aktualisierung meiner Adressdaten in der Cardscan-Datenbank vorgenommen hätte.
Tatsache ist, dass ich weder der Aufnahme meiner Adresse in die Cardscan-Datenbank zugestimmt, noch in irgendeiner Form zu einem früheren Zeitpunkt mit Cardscan Kontakt aufgenommen habe. Wie kommt dann Cardscan an meine Daten? Weil ein mir nicht persönlich bekannter Herr meine Adressdaten in seinen Outlook-Kontakten führt und diese wiederum komplett dem “praktischen” Aktualisierungsdienst von Cardscan zur Pflege übergeben hat.
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(Gefunden am Nebeneingang eines Hotels)
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Wenn mir jemand erzählt, er könne ein 1-Liter-Auto bauen, bin ich zunächst eimal genauso skeptisch wie wenn mir jemand von einem neuen Multifunktionshandy/Smartphone erzählt, das alles besser können soll als die bisher am Markt verfügbaren Geräte und das vor allem und in erster Linie revolutionär sein soll. Über all die wundersamen Fähigkeiten, die Apples kommendem iPhone zugeschrieben wurden, bin ich bisher also recht erstaunt. Denn immerhin befasse ich mich seit sieben Jahren sehr intensiv mit PDAs und insbesondere mit Microsofts Pocket-PC-Plattform und habe hier die vielen Schwierigkeiten, Unzulänglichkeiten und Rückschläge miterlebt. Auch in dieser Branche kochen alle mit Wasser, und die entscheidende limitierenden Faktoren bei Handys und PDAs sind hinlänglich bekannt:
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Im vorletzten Posting hatte ich auf zwei populäre Gerüchte zur Geschichte grafischer PC-Benutzeroberflächen referiert. Zwischenzeitlich hab ich beim Kollegen “Mr Gadget” Christoph Dernbach eine sehr detaillierte Schilderung der historischen Ereignisse rund um Xerox, Steve Jobs und Bill Gates gefunden.
Im Zentrum stand dabei ein raffinierter Deal zwischen Jobs und den Xerox-Managern, der letzlich zum Mac als ersten Massen-PC mit grafischer Bedienoberfläche führte. Interessant auch einige Details wie etwa der Widerstand von Xerox-Forscherin Adele Goldberg gegen diesen Deal:
[Jobs] kam zurück und (â¦) verlangte, dass sein ganzes Programmierteam eine Demo vom Smalltalk System bekommt. Und der Leiter des Forschungszentrums bat mich, die Demo zu geben, weil Steve extra darum gebeten hatte. Aber ich sagte âNeinâ. Ich hatte einen großen Streit mit diesen Xerox Managern, denen ich erzählte, dass sie gerade ihr Tafelsilber weggäben.
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We worry about the government rummaging through our call records, but it takes homework to turn a call history into a weapon against you.
Tom Yager beleuchtet in seiner aktuellen Infoworld-Kolumne die völlig unterschätzte, stark wachsende Gefahr für unsere Privatsphäre durch  immer leistungsfähigere Smartphones. Auf den gleichen Punkte habe ich kürzlich hier ebenfalls verwiesen – dass nämlich die Medien nach wie vor den Staat als großen Überwachungsteufel an die Wand malen, während gleichzeitig weitgehend unbeachtet von der Öffenlichkeit jene viel größere Gefahr für die individuelle Freiheit und Sicherheit heranwächst, die von persönlichen Computertechnologien ausgeht.
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Um die Ursprünge von Apples Macintosh und Windows ranken sich viele Legenden. Einer gängigen Meinung nach hat Microsoft in den 80ern die Windows-Benutzeroberfläche von Apple kopiert. Ob nun, wie eine gelegentlich vertretene Gegenmeinung besagt, Steve Jobs als Praktikant bei XEROX PARC die dort entwickelten grafischen Bediensysteme Star und Alto kennengelernt hatte, um diese danach als erster erfolgreich abzukupfern, sei mal dahingestellt.
Mir bisher unbekannt war jedenfalls der Umstand, dass Microsoft seine Textverarbeitung Word 1.0 auf Mac-Prototypen entwickelte, um sie 1984 als erste Office-Anwendung gemeinsam mit dem Ur-Mac auszuliefern. 1985 folgte Excel 1.0 für Mac nach. Hier ein netter Beleg – eine Apple-Zeitungsanzeige von 1984 mit frühen MS-Büroanwendungen auf dem Mac.
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Geantwortet
ertzu sagt: Mir ist es auch unverstaendlich, wie weit sich der gute Herr da aus dem Fenster gelehnt hat. Hat nicht wirklich Ahnung..., [1 Kommentare]
Jochen sagt: Myhammer?, [2 Kommentare]
Hartbock sagt: Gab es nicht auch eine Serie über Phileas Fogg von den selben Machern? Über die findet man ebenfalls nichts, nur..., [1 Kommentare]
Gurkburk DSL Raiders sagt: Gerade die Medien haben sich geändert, ich finde es persönlich spannend, wie cnn damit umgeht. Dort..., [1 Kommentare]
Wolfgang Sommergut sagt: Cyberskeptiker wie Hr. Nürnberger sind in die Falle ihrer Fehlprognosen getappt. Hätten sie sich..., [1 Kommentare]