Absender-PR: Wenn nur die Agentur die Message versteht…

Mit dem Begriffspaar „Absenderwerbung“ und „Empfängerwerbung“ unterscheidet die aktuelle „Spießer Alfons“-Kolumne zwischen Werbung, die eigenlich nur der Auftraggeber wahrnimmt und solcher, die den Leser tatsächlich anspricht. Die Gegenüberstellung gefällt mir gut, weil sie nämlich auch auf die Bereiche PR und Kundenzeitschriften übertagbar ist. Ich möchte nicht wissen, wie viele Pressemitteilungen täglich umgehend in Redaktions- und Outlookpapierkörbe wandern, weil selbst ein wohlwollender Journalist nach dem fünften Satz immer noch nicht verstanden hat, was ihm die aussendende Agentur/Firma eigentlich mitteilen möchte. Was ich aus Erfahrung weiß, ist, dass der Prozentsatz sofort gelöschter/weggeworfener Mitteilungen recht hoch ist.

Manchen Agenturen scheint das Ergebnis ihrer Arbeit aber auch völlig egal zu sein, solange das auftraggebende Unternehmen gut bezahlt. Und auf der anderen Seite sind viele Firmen an der Misere auch selber schuld, weil sie mit der Vergabe eines PR-Auftrags das Thema als erledigt betrachten, anstatt sich mit den tatsächlichen Ergebnissen solcher Dienstleistungen näher zu befassen. Das gleiche trifft auf viele Kundenmagazine zu, die die Auftraggeber gut finden, weil sie die Agentur gut findet. Ob das ganze hinterher auch jemand liest – wen kümmerts?

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