Energiefresser IT

Wer bisher geglaubt hat, dass er etwas gegen die Klimakatastrophe tut, indem er sein Auto in der Garage stehen lässt und stattdessen googelt oder sein Blog kultiviert, könnte sich unter Umständen arg getäuscht haben. In letzter Zeit dringt nämlich das Thema Energieververschwendung durch Computer verstärkt an die Oberfläche und konfrontiert uns mit teils unangenehmen Erkenntnissen. Hier ein paar Fakten, die ich kürzlich in einer Expertenrunde zum Thema „Grünes Rechenzentrum“ zu hören bekam:

-Google gibt mehr Geld für Strom wie für Server-Hardware aus.

-2003 benötigte ein Rack(-Schrank) im Rechenzentrum 2 Kilowatt Strom und gab 40Watt Wärme ab. 2009 sind es 20 kW und 500 Watt Wärme, 2010 30 kW pro Rack.

 -Der Anteil an Strom- und Kühlungskosten beträgt heute laut IDC etwa 13 Prozent an den Gesamtkosten in Rechenzentren, laut Gartner könnten die Stromkosten in den nächsten Jahren 50 Prozent der IT-Gesamtkosten ausmachen.

-In London werden mittlerweile praktisch keine Rechenzentren mehr gebaut, weil die Energieversorger nicht mehr in der Lage sind, ausreichende Stromkapazitäten für Betrieb und Kühlung bereitzustellen. Angeblich weichen deshalb neuerdings viele Unternehmen auf den Standort Frankfurt aus.

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