Apple pfeift auf Windows-Konventionen, aber Lumix will Quicktime

Ich weiß nicht, ob ich soviel hartnäckige Arroganz nicht schon wieder gut finden soll: Apple ignoriert ja seit ewigen Zeiten alle Grundregeln des guten Windows-Programmierstils und liefert stattdessen seine Quicktime-Videosoftware bis heute in der immergleichen, spartanischen Aufmachung. (Wäre ja noch schöner, wenn sich der Pionier der grafischen Oberfläche den Regeln des uncoolen Emporkömmlings unterordnen würde… 😉 ) Zwar bin ich durchaus ein Freund des gepflegten Minimalimus, solange die Funktionalität nicht drunter leidet. Tut sie aber bei diesem Programm massiv – ich spar mir jetzt mal eine zeitraubende Aufzählung unterlassener (Bedien-)Hilfeleistungen.

Trotzdem sah ich mich nun gezwungen, in den saueren Apple zu beißen und zunächst den von mir lange verabscheuten Quicktime-7-Player zu installieren um anschließend sogar noch für 30 Euro die Zusatzfunktionen der Pro-Version freizuschalten. Der Grund dafür ist meine Digitalkamera Panasonic Lumix LZ5 – die macht nämlich auch ganz ordentliche Videoaufnahmen – allerdings im besagten Quicktime-Format (.mov).

Schon für das reine Abspielen benötige ich also den Apple-Player, und sobald man die Dateien weiterverarbeiten oder in andere, „kompatiblere“ Formate exportieren möchte, sind darüber hinaus die Pro-Funktionen notwendig.

Theoretisch gäbe es nun für Apple-Verweigerer etliche Alternativ-Tools, mit denen sich .mov-Dateien in andere, gängige Videoformate konvertieren ließen. Ich habe dazu gegoogelt, einige Foren durchsucht und ein paar „Empfehlungen“ getestet. Leider konnte aber keines der vorgeschlagenen Programme saubere Umwandlungen durchführen, am Schluss lieferte Quicktime immer mit Abstand das beste Ergebnis.

Fazit: Meine Kamera schätze ich vor allem wegen ihres optischen 6-fach-Zooms, der guten Software und der sauberen (japanischen) Verarbeitung, ausserdem liefert sie mir schöne, platzsparende Videos - dann soll es meinetwegen Quicktime Pro sein. Man kommt mit allen grundlegenden Funktionen durchaus gut zurecht und erhält vor allem hinterher super Ergebnisse. Noch besser wäre übrigens die Lumix TZ1 mit 10-fach-Zoom und äußerst kompaktem Metallgehäuse. Da denkt man dann nicht mehr über die paar Quicktime-Nervereien nach :-)

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich hab‘ die DMC-LX 1 – und einen Mac. Eine tolle Kamera, ein toller Computer. Wenn man iPhoto verwendet ist das eine Spitzenkombination, denn die Filme (übrigens bei mir 16:9) werden dort automatisch mit aufgenommen.

    Ich hatte vorher das Problem, dass die AVIs meiner Canon-Kamera nicht ordentlich angezeigt wurden.

    Ich habe übrigens QuickTime Pro gekauft. Klar wäre es schön, wenn man alle Möglichkeiten auch mit der _normalen_ Version nutzen könnte. Aber für mich haben sich die 20 oder so Euro schon beim ersten Umwandeln gelohnt.

    Und noch viel besser geht es mit Visual Hub http://www.techspansion.com/visualhub/ leider auch nur für Mac.

    Das wandelt praktisch jedes Format in jedes andere um. Traumhaft.