Apple…

Apple genießt nicht allein wegen seines verhältnimäßig kleinen Marktanteils seit jeher einen gewissen Artenschutz in der Öffentlichkeit. Auf der gerade stattfindenden Entwicklerkonferenz WWDC scheint Steve Jobs nun aber mit seinen großen Sprüchen und dem elenden Gehype endgültig den Boden der Realtiät verlassen zu haben und erntet dafür auf breiter Front ein bis dato nie da gewesenes, kritisches Medienecho.

Zunächst einmal nahmen etliche IT-Profis den angeblich sichersten und schnellsten Browser für Windows, Safari, unter die Lupe und widerlegten die Lobeshymnen innerhalb küzester Zeit als hohles Geschwätz (z.B. hier bei Golem).

Und soeben zieht Infoworld-Kolumnist Tom Yager, eigentlich ein bekennender Fan der Apfelmarke, ein bitter enttäuschtes Fazit über die von Unkenntnis und Irreführung geprägten Ankündigungen und Absichtserklärungen zum iPhone als Entwicklungsplattform. Laut Jobs sei beispielsweise ein SDK für native Anwendungen derzeit nicht notwendig, weil das iPhone mit seinem Browser Safari eine umfassende Ajax-Plattform für Web-Anwendungen zur Verfügung stelle. Solche Aussagen zeugen von Unkenntnis in Bezug auf mobile Plattformen, kontert Yager. Man müsse dazu nur einen kurzen Blick auf die gesammelten Erfahrungen von Blackberry, Nokia, Windows Mobile und Co. der letzten Jahre werfen. Und abschließend: „[T]o trumpet AJAX and Web 2.0 as iPhone’s development platform is worse than spin. It strains my faith in Apple.“

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