Der Streik zeigt: Es geht auch ohne Telekom

Ich zähle zu jenen Telekom-Kunden, die vom Streik der letzen Wochen ziemlich hart getroffen wurden: Seit meinem Büroumzug vor etwa zwei Wochen sitze ich kommunikationsmäßig auf dem Trockenen, weder führte der „rosa Riese“ den beauftragten Telefonneuanschluss inklusive Nummernumzug durch, noch wurde ein DSL-Anschluss eingerichtet. Früher hätte eine solche Situation für einen Journalisten eine mittleres Katastrophe bedeutet.

Nach anfänglichem Frust konnte ich das Ganze hingegen als kleineres Ärgernis abtun. Ich habe nämlich rechtzeitig vorgebaut und für meinen Laptop eine UMTS-Karte besorgt. Damit kann man heute – von gewissen Bandbreiten- und Zuverlässigkeitsschwächen abgesehen – durchaus einen DSL-Anschluss ersetzen, und telefonisch ist man mit dem Handy ohnehin flexibler als mit einem Festnetzanschluss. Ähnlich wie ich dürften so viele Streikopfer unfreiwillig zu der Erkentnis gelangt sein, dass man auf den Ex-Monopolisten mittlerweile tatsächlich in allen Produktbereichen verzichten kann. Der Telekom könnte der Arbeitskampf somit noch weitere, sehr unangenehme Nachwirkungen bescheren.

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