Zum einen ist Blogstatistik was für Kontrollfreaks. Mit den richtigen Tools erhält man heute aber auch sehr schnell sehr interessante Auswertungen. Stats für Wordpress zum Beispiel zeigt mir mit wenigen Klicks, über welche teils kuriosen Suchanfragen bei Google und Co. die Besucher auf diesem Blog gelandet sind. Als Highlights von heute hätte ich anzubieten:
verursacht ein pc krebs
halvar.flake bilder
maus böse
kleinste smartpfone
Ich kann mich an die Erzählungen eines Freundes erinnern, der früher mal in New York lebte, und von gelgentlichen Dampfexplosionen und fliegenden Kanaldeckeln berichtete. Und zwar im Stil von: sowas passiert dort halt manchmal und ist für die New-Yorker kein Grund zur Aufregung.
Weiterlesen von ‚Aufblasen, bis die Dampfleitung platzt‘
Höre ich da einen klagenden Unterton heraus, liebe Heise-Kollegen, weil man Halvar Flake die Einreise in die USA verweigert hat? Sorry, aber die US-Einwanderungsbehörden haben in diesem Fall meine volle Zustimmung. Denn deren berechtigte Befürchtung dürfte ja wohl gewesen sein, dass ein solcher Waschlappen-Wikinger auch noch seine Gurkentruppe Snorre, Ulme, Tjure und Co. im Gepäck mit einschleppt. Ich wette, dass eine Respektsperson wie Der Schreckliche Sven von Haus aus keinerlei Reiserestriktionen zu befürchten hätte. Manchmal sollte man sich Namen gut überlegen…
Damals, während des Web-1.0-Booms, war ich auch mal beim Aufbau eines News-orientierten Online-Auftritts dabei und wir haben natürlich alles mögliche zusammengeklaubt und die damals neue Unsitte des Abschmierens belangloser Meldungen von allen Anderen praktiziert. Irgendwie war das auch eine neue, experimentelle, radikalisierte Form von Journalismus des Nachrichtenumschlags, die sich quasi zwangsläufig aus den Möglichkeiten des Web ergab.
Mittlerweile scheint sich daraus ein journalistisches Raubrittertum entwickelt zu haben, das offenbar keiner mehr kontrollieren kann oder will, wie am Wochenende mal wieder ein Freund und Kollege bestätigte. Er zählt zu jener Kategorie von Fachjournalisten, die noch viel herum kommen und Kontakte pflegen und daher reisst er auch immer wieder exklusive, originelle Geschichten auf, über die hinterher auch andere gerne berichten.
Weiterlesen von ‚Nur eine kopierte Nachricht ist eine gute Nachricht‘
Ich spare mir jetzt tiefschürfende Einlassungen darüber, wieviele wertvolle Tage meines Lebens ich mit der bis heute mit Fehlern, Inkonsistenzen und Unbedienbarkeit verseuchten Bluetooth-Technik vergeudet habe – jener Technik, die schon vor sechs Jahren ein unkompliziertes, idiotensicheres drahtloses Vernetzen von Geräten aller Art versprach. Also ganz kurz und knapp als Warnung an alle: BLUETOOTH IST BIS HEUTE EINE UNZUMUTBARE TECHNIK, DIE KREBS MACHT UND DIE SCHEIDUNGSRATE ERHÖHT! Noch schlimmer ist es nur, wenn man Bluetooth mit einem HTC-Windows-Mobile-Gerät nutzt. Punkt. [OK, ich übertreibe jetzt etwas, aber auf Zigarettenschachteln stehen ja auch aus guten Gründen Sätze wie „Rauchen tötet“]
Mein Bruder nun hatte mir noch letzte Woche ganz stolz erzählt, dass sein neuer Audi die Supertechnik Bluetooth beherrsche und dass er damit jetzt sogar seinen „MDA Vario II“ vollautomatisch und ohne Festeinbau als Autotelefon nutzen könne. Da das Kind eh schon in den Brunnen gefallen das Auto eh schon gekauft war, dachte ich mir lediglich meinen Teil dazu.
Soeben nun kam die erste Supportanfrage: „Mein MDA bucht sich automatisch ein, alles super, aber immer nach einer Viertelstunde ist die Bluetooth-Verbindung tot.“ Ich habe ihm kurz, aber eindringlich meine Erfahrungen mit Bluetooth geschildert und ihm dazu geraten, ein Nokia-Handy als Festeinbau fürs Auto zu kaufen. Er hat mir versichert, dass er das nun tun werde.
Einige deutsche Intellektuelle haben durchaus schon in den 90er Jahren die unaufhaltsam heranwalzende Kulturrevolution der Informationstechnologie erkannt. In den Feuilletons gaben aber dennoch jene Kulturpessimisten den Ton an, die die Beherrschung polemischer Stilformen dem Aneignen von IT-Kenntnissen vorzogen. Wer sich auf den Stand der Debatten bringen wollte, las denn auch besser die amerikanischen Hurraschreier von Wired als die deutschen Miesepeter – erstere besaßen wenigstens das nötige Grundwissen.
Dass sich daran nicht viel geändert hat, konnte man gestern wieder im Feuilleton der Süddeutschen nachlesen (hier zum kostenpflichgtigen Download).
Weiterlesen von ‚IT im (SZ‑)Feuilleton: Die Maus ist böse‘
Mit einigen anderen Kollegen war ich heute vormittag vor Ort am Münchner Rechenzentrum von T-Systems, wo der Startschuss für ein interessantes Öko-Pilotprojekt fiel: Erstmals wird ein Rechenzentrum teilweise mit Strom aus einer Brennstoffzelle betrieben. Den Treibstoff dazu liefert ein Bauer, der quasi hier nebenan in meinem Landkreis sitzt. In dessen Biogasanlage wird zunächst aus Futtermais Methangas erzeugt, welches per Pipeline in den Euro-Industriepark gepumpt wird. Erst dort wird – aus Sicherheitsgründen – der für die Brennstoffzelle benötigte Wasserstoff abgespalten, um dann in der von MTU gebauten, 8 × 3×2 Meter großen Brennstoffzelle Strom zu erzeugen. Die Anlage liefert 250 Kilowatt Leistung, wobei neben dem Strom auch die 400 Grad heiße Abwärme genutzt wird: Per klassischer Kältemaschine wird damit die RZ-Klimaanlage unterstützt. Der Wirkungsgrad der gesamten Anlage liegt bei circa 90 Prozent.
Noch ist die Anlage ein Tropfen auf den heißen Stein, denn dieses größte Rechenzentrum von T-Systems zieht bei Vollast 10 Megawatt – es wären also 40 solcher Brennstoffzellen notwendig. Ausserdem ist das ganze zunächst einmal als Dauertest gedacht, da nach Angabe von T-Systems erst einmal die Zuverlässigkeit im Alltagsbetrieb unter Beweis gestellt werden muss. Aber es ist ein aus meiner Sicht lobenswerter erster Schritt, um neue Wege bei der alternativen Energiegewinnung zu beschreiten.
Wenn diese Zahlen, die Heise soeben meldet, auch nur halbwegs repräsentativ sind, dann sollten sich manche Kollegen mal über ihre Themenwahl Gedanken machen. Denn dass Linux nach Erkenntnissen von Internet-Marktforschern nach wie vor nur auf einen Marktanteil von 0,7 Prozent kommt, ist aus meiner Sicht eine Katastrophe. Vor allem, wenn man bedenkt, welchen prozentualen Anteil die Linux-Berichterstattung in den Medien seit Jahren einnimmt. Sicherlich dürfte der Linux-Anteil in Deutschland höher sein, und natürlich kommt Linux im professionellen Umfeld auf vergleichsweise gute Markanteile. Solche Zahlen würde ich aber als von Berufs wegen neugieriger Mensch dann auch gerne mal sehen. Kann mir jemand helfen?
Mit dem Aufkommen von Internet-Chats wie ICQ vor gut 10 Jahren schien die letzte Barriere gefallen und der uneingeschränkten, allgegenwärtigen Echtzeitkommunikation der Weg bereitet. Im Web-2.0‑/Blog-Umfeld fand dieses Prinzip in jüngster Vergangenheit noch Radikalisierungsformen – beispielsweise Echtzeit-Häppchen-Blogging (Twitter) oder verschiedene Dienste zur permanenten User-Lokalisierung (z.B. Facebook-Status).
Während Klaus Eck kürzlich E-Mail bereits als Auslaufmodell bezeichnete und die totale Echtzeit herbeisehnt, stimmt Alexander Svensson nun ein Klagelied über den wachsenden Jetztterror an.
Wenn man sich mit den Umwälzungen in der Medienbranche und den Ursachen der Verlagskrise befasst, lohnt sich ein Blick auf die alte Branchenordnung, die im Wesentlichen auf einer fruchtbaren und recht exklusiven Symbiose aus Verlegern und Journalisten basierte. Die Abwanderung der Konsumenten und auch Produzenten ins Internet und die damit bröckelnden Werbeeinnahmen zwingt die Verlage nun zum Handeln – und einige stellen dabei den Journalisten als Inhaltslieferanten komplett in Frage.
Weiterlesen von ‚Eltern.de und der User als dümmste anzunehmende Content-Melkkuh‘
Schon zu Web-1.0-Zeiten kursierte jene marketing-befeuerte Heilslehre, die den Web-Browser als einzig wahre und gute Anwendungsplattform proklamierte. Das Schöne zumindest blieb stets dem Rich-Client-Modell vorbehalten, und trotz des enormen Hypes hat die am Client installierte Software bis heute ihren festen Platz behauptet. Nun aber soll Web-2.0 den schlanken, ortsunabhängigen Clients endlich zum Durchbruch verhelfen.
Die Fortschritte auf diesem Gebiet sind unbestreitbar, wie man an Browser-Anwendungen wie Google Docs oder Virtual Earth sieht, aber Tom Yager hat mal wieder rekapituliert, welche konzeptionellen Schwächen das Web-2.0-AJAX-Paradigma nach wie vor mit sich rumschleppt:
You should be able to take even a relatively demanding application – say, a unified messaging client – and run it on anything with a browser. But you can’t. Once you try to tackle something like that with AJAX, you quickly discover why Adobe Flash still exists, and why we’re lucky that Adobe is advancing it just in time to bridge the gap between Web 2.0 pipe dreams and wimpy browser reality.
Nebenbei bemerkt hat mir erst letzte Woche der Geschäftsführer eines IT-Dienstleisters dazu gesagt, dass in Kundenprojekten zwar aus Verteilungs‑ und Wartungsgründen Browser-Clients natürlich sehr gefragt seien. Sobald aber mehr Bedienkomfort und Funktionalität auf der Anwendungsoberfläche benötigt werde, geben die Kunden den Rich-Client-Lösungsvarianten den Vorzug.
Oliver Rist zum Thema iPhone und IT-Integration (und die Windows-Mobile-Defizite):
The iSheep, who need an Apple logo tattooed on as many of their belongings as possible, will buy one anyway. But IT management will ignore the thing for as long as possible since it represents only additional support work.

Was haben sich die Verlage in den letzten 10 Jahren nicht alles einfallen lassen, um ihre angestammten Produkte, die Zeitungen, in die Online-Welt hinüber zu retten zu übertragen. So haben wir zum Beispiel Webseiten gesehen, die den Zeitungsseiten möglichst originalgetreu nachgebaut wurden. Sowas funktioniert natürlich nicht, schon allein des Layouts wegen, das sich nicht in einen 800 × 600-Bildschirm quetschen lässt. Wir haben massenhaft „E-Paper“-Versuche gesehen, bei denen die Zeitung 1 : 1 als PDF-Download angeboten wurde. Sowas funktioniert unter anderem deshalb nicht, weil man das entweder auf A4 in einem verfälschten, einseitig bedruckten Format selber ausdrucken müsste oder am Bildschirm wieder das lästige Formatproblem hätte.
Weiterlesen von ‚Warum die Print-Online-Verschmelzung wohl nicht klappen wird‘
Weil die hiesigen Medien recht spät auf die Berichterstattung über die neuen sieben Weltwunder aufgesprungen sind, bin ich wie viele andere erst vor kurzem auf die Abstimmung aufmerksam geworden. Und natürlich wollte ich mithelfen, unserm Kini sein Schloss in den erlesenen Kreis der großen Kulturdenkmäler reinzuwählen und habe eines Abends tatsächlich die URL der virtuellen Wahlkabine in meine Browserzeile eingegeben.
Was folgte, war allerdings eine recht herbe Enttäuschung: Keinesfalls ging das „Ruckzuck rein, Neuschwanstein, Klick, OK, Fertig“, sondern es stellte sich mir ein umfangreicher Formulardschungel in den Weg. Ich sollte zunächst so ziemlich alle wichtigen persönlichen Daten eintragen, bevor ich schließlich in einem patriotischen Akt mein Kreuzchen hätte machen dürfen. Was für eine üble, drittklassige E-Commerce-Abzocke mit angeschlossener kommerzieller Adressverwertung , dachte ich mir und hab die Seite ohne weitere Angaben und Klicks schnell wieder zugemacht.
Den vielen Journalisten, die teils marktschreierisch, teils lamentierend ob des geringen deutschen Interesses über diese Schicksalswahl berichtet haben, scheint dieser Umstand verborgen geblieben zu sein. Weil sie keine Zeit für eine einfache Recherche hatten, die nicht mehr als ein paar Klicks im Browser bedurft hätte?
Immerhin wissen wir nun nachträglich, dass die ganze Inszenierung auf die private Kommerzinitaitive des Schweizer Millionärs Bernard Weber zurückgeht. Wenn er wirklich 100 Millionen Stimmen einfangen konnte, dann dürfte er allein mit den gesammelten Adressen einen netten Reibach gemacht haben. Im Nachhinein erklärt sich mir aber auch die Abstimmungszurückhaltung der Deutschen in dieser Sache.
ARD-Kinderreporter: Haben Sie einen Computer?
Hans-Christian Ströbele: Leider ja.
Kinderreporter: Benutzen Sie auch Internet?
Ströbele: Ins Internet bin ich ein Mal gegangen. … Ich weiß, dass es da ein Programm gibt, womit man mit Fundwörtern was finden kann. [Google!]
Hier das Kinderinterview aus dem ARD-Morgenmagazin mit mehreren Bundespolitikern:
Ja, mich hat diese einem religiösen Wahn nahekommende Hysterie vor und bei der iPhone-Markteinführung sehr befremdet, und was ich von den teils bescheidenen technischen Eigenschaften des iPhone halte, habe ich auch mehrfach auf diesem Blog kommentiert.
Auf der anderen Seite habe ich anlässlich dieser Ereignisse mal wieder die „Alternativen“ genauer unter die Lupe genommen und musste dabei feststellen, dass die Liste der Nachlässigkeiten, Dummheiten und verpassten Chancen auf Seiten der Konkurrenz erschreckend lang ist.
Weiterlesen von ‚iPhone: Nein, doch, nein, doch, nein, doch…‘
Gesagt (haben andere)
Astrid + Kollegen,
triple-xxxx,
a,
Isabell, Timm Fliegert,
lex,
Benni,
Jake, Markus,
chris501,