Der anderer Riesen-Hype, der nebenbei auch eine aggressiv auftretende techno-religiöse Bewegung hervorgebracht hat, ist Desktop-Linux. Aktuelle Studien sprechen von derzeit 1 bis 2 Prozent weltweitem Marktanteil, und während Kollege Ludger kürzlich mal wieder fehlende Killerapplikationen als Hauptgrund für die geringer Verbreitung verantwortlich machte, weist Infoworld-Kolumnist Randall Kennedy auf einen interessanten neuen Aspekt hin: So habe der Linux-Entwickler Con Kolivas, ein bisher erfolgreicher Verfechter optimierter Linux-Desktop-Derivate, aufgrund ideologischer Auseinandersetzungen seinen Job an den Nagel gehängt. Offenbar bevorzuge die dominierende Fraktion um Linus Thorvalds den Weg der Enterprise-Optimierung, während längst fällige Verbesserungen im Multimediabereich und beim Speichermanagement nicht in die Kernelentwicklung aufgenommen würden.
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