Bei Haiangriff: Bitte aufschreiben!

Bitte nicht streicheln!

Gerne wird ja darüber diskutiert, ob Haie wirklich so gefährlich sind oder ob sie als bedrohte Art Opfer eines menschliche Verfolgungswahns sind. Der Mythos des blutrünstigen Menschenfressers dürfte davon aber unberührt bleiben – am Besten kann ich das an meiner nun vierjährigen Tochter seit locker zwei Jahren beobachten. Reden wir in der Familie vom Wasser, sprechen wir über’s Baden oder sind wir am See oder am Meer, dann kommt die für sie alles entscheidende Frage wie aus der Pistole geschossen: "Gibt’s da Haie?"

Bei sochen Urängsten muss ich immer an einen früheren Kollegen denken, der gegen seine Flugangst aktiv ankämpfte, indem er Katastrophenberichte von Flugzeugabstürzen studierte. Das hat bei ihm wohl auch tatsächlich geholfen. Haiphobikern bietet sich nun eine ähnliche Strategie an: Die "Global Shark Attack File" stellt den Versuch dar, Haiattacken weltweit möglichst lückenlos und zuverlässig zu dokumentieren.  Das "Incident Log" zeichnet Haiattacken seit 1845 (!) auf und kann als Excel-Datei heruntergeladen werden. In diesem Jahr kam es zu bisher 79 aufgezeichneten Vorfällen.

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