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Die Doppelmoral unserer internetfeindlichen Leitmedien

Gerade lief im Radio ein Spot der Süddeutschen, in dem sie sich – mit Hinweis auf die Siemens-Korruptionsenthüllungen – in großen Tönen als die Hüterin der demokratischen Kultur in Deutschland feiert. Wer sich auf diese Weise zum Kampagnenjournalismus um der Guten Sache Willen bekennt und als nationale moralische Instanz verstanden werden möchte, von dem sollte man dann eigentlich auch erwarten können, dass er diese Maßstäbe konsequent auch auf sich anwendet. Mit eben dieser Konsequenz aber ist es bei SZ und Co. offenbar nicht so weit her, wenn man noch einmal die Geschehnisse der letzten Tage rund um die Anti-Internet-Polemiken in der SZ und der FAZ Revue passieren lässt.