Kommunikationsunfähige Erwachsene: Zuhören, erzhählen!

Ich bin gerade bei folgendem Zitat des Tages hängen geblieben:

Ich glaube, dass kein einziges Kind freiwillig gerne fernsieht.

Folke Tegetthoff

und habe mir zunächst spontan gedacht, "das kann einfach nicht stimmen", auch wenn man sich das als Eltern gerne wünschen würde. Zumindest angeregt durch diese Aussage schnell mal bei Wikipedia nach dem Autor gesucht, fand ich dort ein wirklich bemerkenswertes Zitat:

Ich halte die Arbeit mit Erwachsenen für weitaus wichtiger, als meine Arbeit für Kinder. Denn die seelische Verwahrlosung, eine ständig steigende Unkonzentriertheit, übermäßiger Konsum von TV und Computerspielen bei unseren Kindern, ist auf die wachsende Unfähigkeit zur Kommunikation unter den Erwachsenen zurückzuführen. SIE müssen die Kunst des Erzählens UND des Zuhörens wieder erlernen, um sie dann an ihre Kinder weitergeben zu können.“

Sollten wir uns alle hinter die Ohren schreiben.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Du willst mir nicht erzhählen, dass Deine Kleinen Fernsehverweigerer sind? Gibt’s sowas?

  2. Nein, ich wollte hinhenrum verklausuliert-unverständlich und doppelt negiert sagen, dass A. einmal die Woche einen Rappel kriegt und fragt, ob er Fernsehen darf. Wir sagen dann ja oder nein. Dann ist es wieder gut. Auf jeden Fall müssen wir ihn nicht zum Glotzen zwingen, das macht er freiwillig. Meistens quatscht er während des Films mit uns darüber, weil ihn das Gesehene beschäftigt – etwa der Affe von Pipi Langstrumpf, den er auch gerne hätte. Und wer hätte den nicht gerne?