Monthly Archive for April, 2008

Heino 2.0

Heute hau’n wir richtig auf die Pauke…
…wir wandern von der Oder an den Rhein…

…Wir singen eins, zwei, drei,
oh du schöne Loreley,
schwarz rot, gold,
das sind unsere Farben,
der Wagen rollt…

Schräg, dieser Alexander Marcus. Spiegel Online nennt ihn Schlagerfuzzi 2.0.  Der Name schaut mir nach einem Assoziationsspielchen aus – mein Vorschlag wäre Peter Alexander und Jürgen Marcus. Dazu hat die Youtube-Mottenkiste natürlich auch einiges zu bieten – ich sag nur Ilja und Dieter-Thomas:

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Tempelhof: Wunder der Wahl-Arithmetik

Nackte Zahlen sind wenig wert, es kommt darauf an, sie auch medienwirksam zu deuten. Das zeigt aktuell der Berliner Volksentscheid über die Schließung des Tempelhofer Flughafens. Zwar haben 60,2 Prozent der Urnengeher (530.231 Stimmen) für den Weiterbetrieb gestimmt – von solchen Wahlergebnissen wagt heute nicht einmal mehr die CSU zu träumen. Doch anders als bei politischen Wahlen kommt es beim Volksentscheid nicht auf die Mehrheit der abgegebenen Stimmen an, sondern es ist Stimmenmehrheit und Zustimmung von mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten, also hier 610.000 Stimmen, erforderlich. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,1 Prozent der Stimmberechtigten.

Und so kann sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit zufrieden hinstellen und erklären: "Deutlich mehr als drei Viertel der Berliner [haben] entweder mit Nein gestimmt oder sich erst gar nicht beteiligt." Dazu ein interessanter Vergleich: Bei der letzten Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hat Wowereits SPD mit 30 Prozent der Zweitstimmen die Wahl gewonnen. Bei einer Wahlbeteiligung von 58 Prozent waren das zirka 425.000 Stimmen. Damit haben eigentlich deutlich viel mehr als drei Viertel aller Berliner gegen Wowereit gestimmt, oder? :-)

Je nach politischer Präferenz legen sich natürlich auch die heutigen Medienberichte das Ergebnis in die eine oder andere Richtung zurecht, indem sie Zahlen weglassen oder diese in einer andern Reihenfolge präsentieren. Aber bekanntlich hat Zahlenmystik ja eine lange Tradition…

Live dabei – dem Blitz entronnen

Meldungen wie diese kennt man aus der Zeitung: "Blitz schlägt auf Fußballplatz ein…". Wie überraschend unspektakulär eine solche Mini-Katastrophe abläuft, weiß ich seit gestern Abend aus eigener Anschauung. Es war etwa acht Uhr, und ich kickte schon seit einer Stunde mit meinen AH-Mannschaftskollegen auf unserem Trainingsplatz. Zunächst fing es etwas zu tröpfeln an, und allmählich entwickelte sich daraus ein ziemlich ungemütlicher Schneeregenschauer.

Aus den Augenwinkeln sah ich plötzlich aus Richtung des Flutlichtmasten ein grelles Funken und Blitzen. Das ganze ging sehr schnell und wirkte wie ein großer Kurzschluss, wie man ihn sich in einem Jurassic-Parc-Themenparks vorstellen könnte. Mit einem nicht allzu lauten Britzeln bewegte sich ein Funken und Blitzen von der Mastspitze in Richtung Boden, wir hielten sofort alle inne und dachten an einen durchbrennenden, herunterfallenden Scheinwerfer. Erst mit einigen Sekunden Verzögerung folgte nun jener vermeintlich typische Donnerknall, der uns allen signalisierte, dass wir soeben Zeugen eines "echten", leibhaftigen Blitzschlags in unmittelbare Nähe wurden. Gefasst, ganz ohne Panik aber zügig verließen wir den Platz in Richtung Kabine. Auf dem Weg fassten sich einige Mitspieler, die sich näher an diesem Masten befanden, auf den Kopf. Sie erzählten von einem gefühlten Stromschlag und vergewisserten sich, dass keine Haare versengt waren. Später erzählten einige, die einen besseren Blickwinkel hatten, von einem riesigen, horizontal verlaufenden Blitz, der offenbar über den Flutlichtmasten seinen Weg in den Boden fand. Ein Blitz ohne jede Vorwarnung aus ‚heiterem‘ Himmel, der uns Gott sei Dank nicht ganz erreicht hat…

Office 0.19.12

Office 0.19.12: Das Büro von gestern

Nach Fraunhofer heißt das Büro von morgen Office 21 und wird bevölkert von Information Workern mit Collaboration-Tools. Das Büro von gestern – im Bild jenes beim Orgelbauer Walcker um 1912 – hieß Kontor und beherbergte Kontoristen, Handlungsgehilfen und Kommisen, die mit allerlei mechanischen Schreibstuben-Tools hantierten. Instant Messaging funktionierte hier mit Sicherheit auch schon, aber vermutlich im Old-Fashionend-Way mit Tuschel 1.0.