Live dabei – dem Blitz entronnen

Meldungen wie diese kennt man aus der Zeitung: "Blitz schlägt auf Fußballplatz ein…". Wie überraschend unspektakulär eine solche Mini-Katastrophe abläuft, weiß ich seit gestern Abend aus eigener Anschauung. Es war etwa acht Uhr, und ich kickte schon seit einer Stunde mit meinen AH-Mannschaftskollegen auf unserem Trainingsplatz. Zunächst fing es etwas zu tröpfeln an, und allmählich entwickelte sich daraus ein ziemlich ungemütlicher Schneeregenschauer.

Aus den Augenwinkeln sah ich plötzlich aus Richtung des Flutlichtmasten ein grelles Funken und Blitzen. Das ganze ging sehr schnell und wirkte wie ein großer Kurzschluss, wie man ihn sich in einem Jurassic-Parc-Themenparks vorstellen könnte. Mit einem nicht allzu lauten Britzeln bewegte sich ein Funken und Blitzen von der Mastspitze in Richtung Boden, wir hielten sofort alle inne und dachten an einen durchbrennenden, herunterfallenden Scheinwerfer. Erst mit einigen Sekunden Verzögerung folgte nun jener vermeintlich typische Donnerknall, der uns allen signalisierte, dass wir soeben Zeugen eines "echten", leibhaftigen Blitzschlags in unmittelbare Nähe wurden. Gefasst, ganz ohne Panik aber zügig verließen wir den Platz in Richtung Kabine. Auf dem Weg fassten sich einige Mitspieler, die sich näher an diesem Masten befanden, auf den Kopf. Sie erzählten von einem gefühlten Stromschlag und vergewisserten sich, dass keine Haare versengt waren. Später erzählten einige, die einen besseren Blickwinkel hatten, von einem riesigen, horizontal verlaufenden Blitz, der offenbar über den Flutlichtmasten seinen Weg in den Boden fand. Ein Blitz ohne jede Vorwarnung aus ‚heiterem‘ Himmel, der uns Gott sei Dank nicht ganz erreicht hat…

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