Monthly Archive for Juli, 2008

Gute Nerven: Österreicher pariert Haiangriff

haiangriff_longimanus

… und die letzten Sekunden genau beobachten: unten der Hai, oben die Beine von zwei Schwimmern! (Quelle: Bericht auf Ocean7 Online, 6⁄2008)

Kaltenberg 2008: Gaukler, Magier & Akrobaten

Kaltenberg2008

Rasante Lesermigration ins Web

Das amerikanische PEW-Institut bringt die Gründe der nicht enden wollenden Medienkrise gut auf den Punkt:

Die immer bedrohlicher werdende Realität ist, dass die Werbung nicht so schnell ins Internet wandert wie die Konsumenten.

Und auch darüber sollten sich alle Medienschaffenden Gedanken machen:

Die Krise des Journalismus ist nicht der Verlust des Publikums. Es ist das Ende der Verbindung zwischen Nachrichten und Werbung.

Man könnte es auch so umschreiben: Unternehmen haben es heute nicht mehr nötig, sehr teure Mitreisetickets (Anzeigenschaltung) auf den wenigen Kanälen durch die Tribünen des Massenpublikums zu kaufen. Stattdessen eröffnet heute jeder, der kommerziell was mitzuteilen hat, gleich seinen eigenen Kanal und bedient sein Zielpublikum individuell.

Gefunden bei der FAZ, wo es noch einige weitere interessante Infos über eine aktuelle Allensbach-Studie zum veränderten Mediennutzungsverhalten gibt. (via off the record)

Neuer Live Writer – Blogging für Dummies

Erdinger Altstadt, mein Büro

Microsoft bietet mit dem Windows Live Writer ja schon länger einen sehr komfortablen Editor an – quasi ein “Word für Blogger”. Damit bloggt es sich viel angenehmer als mit den üblichen, integrierten Browser-Editoren, die nicht selten ein Usability-Albtraum sind. Gerade probiere ich die (englische) Testversion für das nächste Release aus. Bringt einige interessante neue Funktionen zum Einbetten von Karten (siehe obiges Beispiel), Videos, Bildern etc. Infos und Download gibt es hier. Interessant ist auch die Versionsnummer 14.0.39… Das deutet darauf hin, dass der Live Writer zur Familie der nächsten Microsoft-Office-Version 14 gehören könnte.

Rot ist das neue Grün

New York Bike Messenger Race – ich würde sagen, das ist so etwas wie BASE-Jumping in flach. C.R.A.Z.Y.!

Prima Klima: Über Eiszeitmythen und die Wikinger im schiffbaren Polarmeer

Was für ein Sommer: Kaum befällt einen bei über 30 Grad wieder mal die Angst vor der Klimakatastrophe, die uns gnadenlos ausdörren und verglühen wird, bibbern wir Tags darauf schon wieder bei 14 Grad. Kommt es also vielleicht ganz anders, stehen wir in Wirklichkeit vor der nächsten Eiszeit? Nein, sagt Wikipedia, wir befinden uns nämlich geschichtlich gesehen immer noch in einer Eiszeit! Hier aus dem Artikel "Eiszeit" ein paar interessante klimageschichtliche Erkenntnisse:

Die aktuelle »Nacheiszeit«, in der geologischen Zeitskala als Holozän bezeichnet, ist eine Warmzeit innerhalb eines globalen Eiszeitalters, die seit etwa 11.000 Jahren andauert. Auch in den Wärmephasen eines globalen Eiszeitalters bleibt das Klima im erdgeschichtlichen Vergleich relativ kalt, die Eisbedeckung in der Nähe der Pole und höheren Gebirgen wird meistens erhalten.

Unser jetziges Eiszeitalter hat vor etwa 2,6 Millionen Jahren, im Pliozän, begonnen. Andere Quellen geben den Beginn mit 2,7 Millionen Jahren vor heute an.

Dass die heutigen Gletscher der Alpen oder Skandinaviens Reste der letzten Vereisung sind, wird vielfach angenommen, ist aber falsch. Vielmehr war Europa auf dem Höhepunkt der Nacheiszeit (Holozän) vor ungefähr 7.000 Jahren völlig eisfrei. Die meisten europäischen Gletscher sind erst danach wieder entstanden und demnach ziemlich jung und höchstens 6.000 Jahre alt. Ihr Umfang schwankte in den letzten Jahrtausenden zudem stark.

 

Und dann noch was aus dem Artikel "Kleine Eiszeit":

Während des Mittelalterlichen Klimaoptimums zog sich z.B. im nördlichen Atlantik das Packeis nach Norden zurück und die Landgletscher verschwanden teilweise. Diese Erwärmung erlaubte es den Wikingern, Island (seit etwa 870) und Grönland (seit 986) zu besiedeln. Das Polarmeer war in beiden Richtungen schiffbar.

Online-Umsätze erst in 10 Jahren auf Print-Niveau?

Der Vorstandschef des Axel Springer Verlags, Mathias Döpfner, gibt im Interview mit der FAZ eine für mich überraschend konservative Schätzung ab, wie sich die Online-Umsätze im Vergleich zum traditionellen Geschäft mit Druckerzeugnissen entwickeln werden:

FAZ: Wann wird Ihr Verlag mehr Geld in der digitalen Welt verdienen als mit gedruckten Zeitungen?

Döpfner: Solche Prognosen sind schwierig. Ich kann mir aber vorstellen, dass unser Haus in etwa zehn Jahren die Hälfte von Umsatz und Gewinn online erwirtschaftet. Das wäre ein gesundes Verhältnis. Zum Vergleich: Heute liegt der Online-Anteil am Gesamtumsatz bei knapp 10 Prozent.

Das gibt mir zu denken, weil ich glaube, dass Springer im Gegensatz zu vielen anderen Verlagen, die Online bisher nicht richtig verstehen und den Kopf in den Sand stecken, eine sehr realistischen Kurs fährt und Geld macht, wo es zu machen ist. Und das, wo es im Web für die publizierende Branche immer noch nicht allzuviel zu holen gibt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch seine Analyse des amerikanischen Markts, von dem wir seit einiger Zeit Meldungen über den Niedergang der Print-Verlage und die hohe Profitabilität vieler Web-Publikationen hören. Döpfners Erklärung dafür: "[Viele] traditionelle europäische Medienunternehmen [verändern sich] dynamischer als amerikanische. … [Dort] kann ich bei traditionellen Zeitungsunternehmen wenig Anstrengungen erkennen, sich zum multimedialen Verleger zu wandeln.

Siehe auch: