5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Sorry, es tut mir leid, aber ich kann wirklich nicht verstehen, wie man allen ernstes ein Gesetz zur systematischen Überwachung aller Bürger eines Landes allen Ernstes mit einem Webbrowser vergleichen kann, bei dem zur Nutzung einiger weniger, guter Features die komplett freiwillige Übertragung von ein paar unwichtigen (und ja, wie ich anfange eine Domain zu tippen ist komplett unwichtig) Daten nötig ist.

    Abgesehen davon habe ich Chrome zu keinem Zeitpunkt hochgejubelt. Chrome ist eine wegweisende Technologiedemo, deren Kernelemente wir in wenigen Jahren in jedem Browser finden werden. Nicht mehr, nicht weniger.

  2. Ist doch ganz einfach: Die Demo richtet sich gegen den Staat _und_ gegen Wirtschaftsunternehmen, die exzessiv Daten sammeln. Also muss, wer konsequent ist, auch gegen Google demonstrieren.
    Ich wundere mich, wie Du in diesem Zusammenhang die Aktivitäten von Google herunterspielen kannst. Um mehr über die vielen versteckten Schnüffelfunktionen von Chrome zu erfahren, empfehle ich die aktuelle Berichterstattung auf heise.de.
    Und wer der Meinung ist, dass die von Google gehorteten Daten weniger relevant seien als die vom „Staat“ gesammelten, braucht sich nur mal den Fall jenes israelischen Bloggers betrachten, zu dessen Identifizierung Google den Strafverfolgern die nötigen Daten ausgehändigt hat.

  3. Welche Daten hortet Google denn überhaupt? Es tuen immer alle so, als ob Google gigantische Datenmengen systematisch speichern und analysieren würde, konkrete Belege dafür habe ich bisher aber keine gesehen, auch wenn die zugegebenermaßen nicht sonderlich leicht zu beschaffen sein dürften.

    Was das aber mit dem Browser zu tun hat würde mich dennoch mal interessieren.

  4. Für den Anfang müssten zwei Hinweise reichen, um Intention und Praxis von Google zu skizzieren:
    1. „Der Google-Datenschutzbeauftrage Fleischer machte deutlich, dass Googles Geschäftsmodell auf der Nutzung von personenbezogenen IP-Adressen basiert: „Wir müssen wissen, wer wonach fragt …“

    2. Zwar ist die Debatte, ob eine IP-Adresse ein persönliches Datum ist oder nicht, noch in vollem Gang, aber es gäbe ja auch alternative Methoden des User-Trackings: „Wenn die Nutzer die Cookies nicht regelmäßig löschen, verfügt Google zusätzlich zu den IP-Adressen über die Möglichkeit, anhand der Cookies Nutzerprofile zu erstellen, die von Fall zu Fall eine Identifizierung erleichtern.“

    (Quelle: http://software.magnus.de/internet/artikel/google-ip-adressen-sind-keine-personenbezogenen-daten.html)

  5. Pingback: Anonymisiert Google wirklich die User-Daten? at (un)zeitgemäße betrachtungen