Gates’ Reformer: Ray Ozzie in der Computerwoche – und in Wired

"handpicked by Bill Gates": Ray Ozzie, damals Eine nette Koinzidenz: Gestern ist auf Computerwoche.de mein Interview mit dem Bill-Gates-Nachfolger (in der Rolle des Chief Software Architects) Ray Ozzie erschienen. Fast zeitgleich bringt Wired die aktuelle Ausgabe mit einer großen Titelgeschichte über den Microsoft-Erneuerer heraus.

Ein paar interessante Punkte am Rande: Ozzie ist nicht unumstritten, weil er sich offensichtlich dran macht, einige alte Microsoft-Prinzipien über Bord zu werfen. Bei folgender CW-Interview-Aussage etwa dürfte es einigen Traditionalisten im “Ökosystem” kalt den Buckel runter laufen:

Heutige Server-Umgebungen sind komplex, man muss sie konfigurieren und verwalten, das Personal dafür ist teuer. In einer Cloud-Umgebung brauchen sich Firmen nicht mehr mit Fragen zu beschäftigen, wie man etwa einen eigenen Hochleistungsrechner aufbaut, ein Netz installiert oder eine hoch skalierende Website entwickelt. Stattdessen laden sie einfach ihre Software, den Rest erledigt das Cloud-System.

Und so prognostizierte dann auch kürzlich ein Kollege und Kenner der Szene: “Ozzie wird Microsoft an die Wand fahren.” Der Kollege ist im übrigen der Meinung, dass Ozzie noch nie etwas richtig großes geleistet habe. Dem dürften selbst viele Notes-Feinde widersprechen.

Immerhin hat Ozzie mit seinem Reformkurs den Segen von ganz oben, wie Wired schreibt:

A Microsoft outsider, the new chief software architect was handpicked by Bill Gates to retool the Windows giant for the 21at century. Gates calls Ray Ozzie „one of the top five programmers in the universe.”

Kommentare sind geschlossen.