Salzbreze siegt gegen die EU-Geschmackspolizei

Kann es sein, dass guten Prinzipien ein selbstzerstörerischer Trieb innewohnt? Wie etwa jenen der EU, die immer öfter in eine Regulierungswut ausarten und damit über kurz oder lang das ganze Projekt in Misskredit bringen?

Scheint dort nur niemanden zu interessieren. Und deshalb hat man nun dem Salz den Kampf erklärt. Genauer gesagt dem Salz als gefährlichen Stoff, der unser Brot und unsere Brezen verseucht. Und so haben die guten Ritter von der EU-Kommission den Kampf für ihre Bürger aufgenommen und eine Gesetzesinitiative auf den Weg gebracht, um uns vor unserem vermeintlich gesunden Grundnahrungsmittel zu schützen. Die Briten – wer hätte es gedacht – gelten als vorbildlich, weil sie eine Vorliebe für lätschertes Brot haben. Dass sie sich dafür gesalzene Butter aufs Brot schmieren, würde unsereins jetzt eventuell als absurde Logik bezeichnen. Nicht so anscheinend die EU-Kommission.

Immerhin mussten sie nach Protesten nun einen Rückzieher machen. Aber wie es heißt, wollen sie dranbleiben und uns mit einem neuen Anlauf das salzen irgendwann austreiben. Ich hoffe, dass man ihnen diese Suppe weiterhin versalzen wird.

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