Sun – Aufstieg und Fall eines IT-Giganten in Bildern

Sun – in den 90ern war das Mythos pur. Der Name stand für Fortschritt durch IT, und ohne deren Server wäre der Internet-Boom nicht denkbar gewesen. Ein Uni-IT-Kollege von damals und Web-Afficionado der ersten Stunde legte sich Anfang der 90er für zuhause eine gebrauchte Sun-Workstation für 20.000 Mark zu – inklusive einer damals sündteueren Telekom-Standleitung. Er betrieb damit einen Webserver mit eigener Domain und bediente erste Web-Kunden per Remote-Access. Für uns PC-Frickler war das wie die bemannte Marsmisson – der unerreichbare Technologie-Olymp zu einer Zeit, als man sich mit Modem schon als Kulturrevolutionär fühlte und der Rest der Bevölkerung E-Mail noch für eine falsch geschriebene Topfbeschichtung hielt.

Der strahlende Glanz von einst ist längst verblasst und nun wird also der Datenbankpate Larry Ellison als Abwracker einen unrühmlichen Schlusstrich ziehen. Infoworld hat noch einmal in den Archiven gekramt und lässt die Geschichte des legendären, von Andreas von Bechtolsheim (nicht McNealy!, lt. Infoworld) gegründeten Unternehmens in Bildern Revue passieren.

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hm ich hoffe das wird nich allzu großen Einfluss auf die Entwicklung von Java haben. Obwohl dies ja als Hauptgrund für den Kauf von Oracle angeführt wurde.
    Wahrscheinich wird es bessere Datenbankschnittstellen zu Oracle geben 😉

  2. @Paul Menke, ich glaube eher nicht, dass es großen Einfluss auf die Entwicklung von Java haben wird. Möglicherweise, wie Du schon angemerkt hast, wird es integrierte Schnittstellen geben, die die Anbindung von Oracle Datenbanken vereinfacht, aber im Prinzip gibt es das auch schon alles.
    Ich denke, dass Java langfristig in die Community ausgegliedert wird… Wir können gespannt sein.

  3. Ich meine, es geht da besonders um die Kunden. Anders ist der hohe Kaufpreis nicht zu erklären. Java, bestehendes Hardwaregeschäft und wohl auch mysql (Google) versprechen da auch eine lohnend Filettierung. Im R&D von SUN wird übrigens auch schon zahlreiche eifrig gekündigt. Oracle will das wohl in Zukunft selbst gestalten.