Geknipst

Cycosmos – selektive Blicke zurück auf den Dotcom-Größenwahn

Eine ganze Halle auf der IFA und auf der CeBIT mieten? Eine Firma, die sich sowas leistet, muss unvorstellbar groß sein, vermutlich größer als Microsoft, IBM oder Sony. Denn nicht mal die hatten (geschweige denn haben) Budgets für derart monströse Messepräsenzen. Oder man muss ein Startup-Fliegenschiss im Jahr 1999 sein und Cycosmos heißen. Damals,

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Im Internet nicht darstellbar? Zum Glück gibt’s die Zeitung.

[G]erade in der Zeit des Internets [müssen] Angebote da sein, die etwas tiefer graben und Zusammenhänge deutlich machen, die nicht im Internet darstellbar sind.

…sagt der auch als Mr. Recherche bekannte Hans Leyendecker von der SZ. Wäre interessant, zu erfahren, was er meint mit “im Internet nicht darstellbar”. Liest man weiter in diesem Interview

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Studium heute: Alles Wiki oder was?

"Alles, was meine Studenten schreiben, stammt aus Wikipedia – als ob es keine Bücher mehr gäbe. Das ist aber weniger schlimm, als ich befürchtet hatte."

Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz in einem Vortrag über Web 2.0, Wikipedia und die neue Doxa.

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Es geht auch ohne Zeitung

Wolfgang Blau, Chefredakteur von Zeit Online, stimmt in der Debatte um Qualitätsjournalismus nicht in den Jammerchor vieler Kollegen ein. In einem Interview mit dem Inforadio Berlin sagt er:

Demokratie ist nicht an Papier gebunden, Demokratie ist auch nicht notwendigerweise an kommerziell erfolgreiche Medien gebunden.

Unser Auftrag ist, die Öffentlichkeit zu informieren, und nicht,

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Kann Qualitätsjournalismus ohne Zeitung überleben?

Zur Zeit machen sich viele helle Köpfe öffentlich Gedanken über die Zukunft der Zeitungen und des Journalismus. Man kann viele Schlüsse daraus ziehen – einer ist sicherlich, dass es um die wirtschaftliche Lage der Zeitungen auch hierzulande nicht mehr allzu gut bestellt ist. Selbst bei der Süddeutschen sollen ja einem Bericht des aktuellen DJV-Magazins zufolge erst vor kurzem 30(!) Redakteure mit Abfindungen zum Ausstieg bewegt worden sein.

Wie es mit dem Qualitätsjournalismus weitergehen und wie er vor allem finanziert werden soll, erörtert Miriam Meckel in einem aktuellen FAZ-Beitrag. Allerdings baut auch Sie ihre Argumentation auf altbekannten Plattitüden über das inhaltsleere, geschwätzige Internet auf:

Stattdessen berichten Bürger für Bürger, indem sie ihre Lebenserfahrung und die Beobachtungen ihrer Lebenswelt im Netz veröffentlichen. … [Diese] Bürgerberichterstattung [beruht] auf nichts anderem als der permanenten Reproduktion und Neukombination von vorhandenen Informationen, wie sie im Netz längst üblich ist.

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Nur anschauen bitte, nicht nachahmen!

[Ernst gemeint, denn gerade hat ein Bekannter bei “BMX-Stunts” zwei Zähne verloren.]

[via vowe]

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