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Kann Qualitätsjournalismus ohne Zeitung überleben?

Zur Zeit machen sich viele helle Köpfe öffentlich Gedanken über die Zukunft der Zeitungen und des Journalismus. Man kann viele Schlüsse daraus ziehen – einer ist sicherlich, dass es um die wirtschaftliche Lage der Zeitungen auch hierzulande nicht mehr allzu gut bestellt ist. Selbst bei der Süddeutschen sollen ja einem Bericht des aktuellen DJV-Magazins zufolge erst vor kurzem 30(!) Redakteure mit Abfindungen zum Ausstieg bewegt worden sein.

Wie es mit dem Qualitätsjournalismus weitergehen und wie er vor allem finanziert werden soll, erörtert Miriam Meckel in einem aktuellen FAZ-Beitrag. Allerdings baut auch Sie ihre Argumentation auf altbekannten Plattitüden über das inhaltsleere, geschwätzige Internet auf:

Stattdessen berichten Bürger für Bürger, indem sie ihre Lebenserfahrung und die Beobachtungen ihrer Lebenswelt im Netz veröffentlichen. … [Diese] Bürgerberichterstattung [beruht] auf nichts anderem als der permanenten Reproduktion und Neukombination von vorhandenen Informationen, wie sie im Netz längst üblich ist.