Im Internet nicht darstellbar? Zum Glück gibt’s die Zeitung.

[G]erade in der Zeit des Internets [müssen] Angebote da sein, die etwas tiefer graben und Zusammenhänge deutlich machen, die nicht im Internet darstellbar sind.

…sagt der auch als Mr. Recherche bekannte Hans Leyendecker von der SZ. Wäre interessant, zu erfahren, was er meint mit “im Internet nicht darstellbar”. Liest man weiter in diesem Interview bei Meedia, kommen Zweifel auf, ob Leyendecker mit Internet das selbe meint wie die meisten hier:

Ich beobachte das nicht so genau. Vieles im Internet lese ich nicht. Ich finde, dort herrscht oft so ein menschenverachtender Ton und das mag ich nicht.

Das erinnert fast schon an das legendäre Kinderinterview mit H.C. Ströbele: “Ins Internet bin ich einmal gegangen.”

Recht passend dann auch noch die Frage des Interviewer zur peinlichen Recherchepanne des SZ-Magazins, die Stefan Niggemeier kürzlich aufdeckte. Hierzu kommt von Leyendecker nur ausweichendes:

Ich habe das nicht näher verfolgt, aber bei dem Text von diesem Felix Salmon, den sie ansprechen, scheint es ja wohl so zu sein, dass die Einordnung ein wenig unglücklich war. Niggemeier hat eine Gemeinde und das ist verführerisch.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ah, die SZ. Schade drum. Als 100 MB Festplatten noch eine Menge Geld kostetetn, als München der Bundesdeutsche Medien-Hub und die heimliche Hauptstadt waren, kurz gesagt: fast vor Menschengedenken, da war die SZ richtig prima. „Früher war alles besser?“ Nein, gewiss nicht. Ich hab einen ganzen Ordner mit richtig guten Artikeln aus SZ und SZ-Magazin als Referenz. Da kam seit fast 10 Jahren kaum noch was dazu.