Webmysterien: Unschöne Narben und billige Ausreden für unschöne Fotos

Schlimm genug, dass die Nachrichtenseiten im Web alle voneinander abschreiben. Noch schlimmer allerdings, wenn sie den Leser auch noch mit minderwertigem Material abspeisen, obwohl die Konkurrenz zur gleichen Zeit bereits Inhalte in deutlich höherer Qualität anbietet. Zum Beispiel in der Sache des aktuellen Formel-1-Rekonvaleszenten Felipe Massa. Da erzählt uns doch die FAZ heute:

Die Bilder sind ein wenig verschwommen. Sie zeigen [Massa], wie er die Treppen in das Flugzeug nimmt…

Anstatt die miese Fotoqualität auch noch extra zu erwähnen hätte man besser mal auf eine andere Site wie etwa Bild.de verlinkt, wo sich der Leser gestern schon ein besseres Bild machen konnte und wo heute die zusammengeflickte Kopfverletzung des Ferrarifahrers von allen Seiten in bester Auflösung zu bestaunen ist.

Aber Verlinken, jenes Geheimrezept der Blogosphäre, hat sich offenbar immer noch nicht in alle Winkel der Netzwelt herumgesprochen. Statt dessen bauen die meisten Ableger etablierter Medien immer noch Zäune um ihre Angebote. Wo doch nicht erst seit Jeff Jarvis klar sein müsste, dass wirtschaftlich UND inhaltlich erfolgreiche Webprojekte SO nicht funktionieren können.

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