Mein erster Tag mit dem Surface Pro 3 – Bilder und Eindrücke

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Seit gestern bereichert Microsofts neues Surface Pro 3 den Gerätezoo hier. Dazu kurz ein paar erste Eindrücke und einige Bilder.

Das Gerät:

Surface Pro 3 mit Intel i5, 4GB RAM und 128GB SSD – plus blauem “Type-Cover”

Die Entscheidung:

Microsoft bietet 5 Varianten von 799,- (i3, 4/64GB) bis 1949,- Euro (i7, 8/512GB) an. Der Einstiegspreis erscheint für diese aufwändige Kombination aus Tablet und Ultrabook recht attraktiv, während der des Top-Modells auf den ersten Blick ziemlich deftig wirkt. Immerhin klingt die High-End-Ausstattung in so einem kleinen und leichten Gehäuse (800 Gramm) rekordverdächtig.

Mir kommt der i3-Prozessor etwas schwachbrüstig vor, außerdem sind 64GB Festplattenspeicher für ein Windows-8.1-Gerät eindeutig zu wenig, zumal das System mit der Zeit zu (teilweise unnachvollziehbaren) “Blähungen” neigt. Konkret heißt das für den Benutzer, dass er selbst bei moderater Speichernutzung immer wieder gezwungen ist, Speicherplatz auf Laufwerk C: freizumachen. Ich würde diese Version als Kompromisslösung bezeichnen, die nur bei bewusst sparsamer Systemnutzung Sinn ergibt.

[Edit: Höhere Auflösungen direkt bei Flickr]

Nach Lektüre einiger Tests und Online-Kommentare tendierte ich eigentlich zur dritten Variante mit 256GB SSD und 8GB Ram. Andererseits wollte ich so kurz nach dem Marktstart kein allzu großes Risiko eingehen, da man in der IT als Early Adopter ja immer mit gewissen Überraschungen rechnen muss. Somit erschien mir das 128GB-Tablet aktuell als vernünftigste Lösung.

Was ich dazu schon nach dem ersten Tag sagen kann: Der i5-Prozessor ist sehr schnell, und die 4GB reichen für meinen Mix an Office- und Web-Tätigkeiten locker aus. Wie diverse Benchmarks bereits zeigen, handelt es sich hier um ein flottes Arbeitsgerät, das Geschwindigkeitsmäßig in etwa auf MacBook Air-Nivau liegt (umfassende Testresultate gibts bei Anandtech). Und für mehr Speicher gibts schließlich auch noch einen Micro-SD-Steckplatz, der sich aktuell bis 128GB bestücken lässt.

Die Tastatur:

Der Nominalpreis täuscht – denn ohne die Tastatur für zusätzliche 130 Euro bliebe das Surface weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Hier stellt sich beim Kauf zunächst einmal die Frage nach der passenden Farbe. Die hellblaue (“Cyan”) hätte mir ehrlich gesagt am besten gefallen, aber die stechende Farbe des textilartigen Überzugs dürfte auch ein Schmutzmagnet sein. Schwarz wiederum kam mir etwas bieder vor, und so bliebt als für mich einzig akzeptable Farbe das dunkle Blau. Gefällt mir auf jeden Fall sehr gut.

Erstaunt bin ich als Vielschreiber von der hohen Qualität dieser extrem dünnen Tastatur. Der Hub passt ebenso wie der Widerstand und die Größe der Tasten.

Vorläufiges Fazit:

Das Surface Pro 3 macht vom Auspacken an Spaß. Microsoft hat dabei die Schritte der ersten Konfiguration recht kurzweilig und sympathisch gehalten. Auf die Kundenbelästigung mit tonnenweise systemversudelnder Crapware, wie sie die meisten PC-Hersteller praktizieren, verzichten die Redmonder ohnehin komplett.

Die Verarbeitung der Hardware hat absolutes Premiumniveau, was in Verbindung mit den vielen durchdachten Detaillösungen für ein sehr angenehmen Arbeitsgefühl sorgt – und zwar im Tablet- wie im Notebook-Modus. Die Konkurrenz, die sich oft mit Schmalspur-Engineering begnügt, kann sich hier einige ganz dicke Scheiben abschneiden.

Schon jetzt kann ich sagen, dass ich mit dem SP3 so produktiv bin, wie ich mir das von einem zeitgemäßen Ultrabook wünsche. Das habe ich in den letzten Jahren mit diversen (Kombi-)Geräten meist ganz anders erlebt. Spannend wird nun, wie sich das Paket im Alltagsbetrieb bewährt – speziell in Sachen Akkukaufzeit und Lüfterverhalten.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich hab etwas zu früh zugeschlagen und „nur“ ein Samsung-Notebook mit Touch. Aber ich möchte Touch auch nicht mehr missen, das ist zu großartig (ich erwische mich, wie ich selbst auf dem Macbook der Freundin instinktiv auf dem Bildschirm rumdrücke).
    Hast du den Stylus schon ausprobiert? Das würd mich ja interessieren.
    Viel Spaß damit