Archiv für die Kategorie 'Apple'

Macbook Air – seriös getestet

macbookair Liegt es an Apples "Reality Distorion Field", dass man in Sachen Macbook Air nur mühsam an wirklich objektive Informationen und Tests gelangt und stattdessen ständig Dinge lesen muss wie "yes, it weighs nearly nothing"? Es geht aber auch anders, wie Kollege Wirtgen von der c’t zeigt. In seinem vorbildlichen Beitrag "Macbook Air im Kreis der Konkurrenz" liefert er eine fundierte Gegenüberstellung des Macbook Air mit allen relevanten Konkurrenten aus der Subnotebook-Kategorie. Ein sehr fairer Vergleich, der alle grundlegenden Aspekte berücksichtigt und jedem Interessierten weiterhilft.

Macbook "hot" air: Sie nennen es Innovation

Unter dem üblichen Beifall der Öffentlichkeit hat Apple auf der Macworld wieder mal was neues vorgestellt: Das "Macbook air" als dünnstes Notebook der Welt. Schaut man sich Ausstattung näher an und liest bei den einschlägigen Mac-Kennern nach, dann hat Steve Jobs vor allem viel heiße Luft abgelassen. Technologisch jedenfalls bleibt die Flunder weit hinter den heutigen Möglichkeiten zurück, wenn ich mal mein Sony Vaio SZ3VWP dagegenhalte. Der Vergleich bietet sich an, weil beide das selbe Displayformat 13,3 Zoll besitzen. Meins hab ich seit einem ¾ Jahr, die SZ-Serie gibt es schon ca. 1 ½ Jahre, und es wiegt genau 330 Gramm mehr als das Macbook. Dafür bietet das Vaio deutlich mehr Inhalt, nämlich eine Core2-CPU mit 2,2 Ghz. (air: 1,8 Ghz.), DVD-RW (air: keins), Express-Card, PCMCIA, LAN, Modem (air: nichts davon!) – und vor allem die unschlagbare Kombigrafik Nvidia 7400 plus Intels integrierten Grafikchip. Übrigens: 1,8-Zoll-Festplatten (air) sind elend langsam im Verglich zu 2,5-Zoll-Pendants (SZ).

Auch beim Vergleich mit ein paar anderen Konkurrenten könnte es für Apple peinlich werden. Toshibas Portegee R500 wiegt ohne DVD-RW 770 Gramm, mit DVD-RW 1 Kilo, Sonys Designhit Vaio TZ ist zwar von der CPU her langsamer, verfügt aber bei 1,2 Kilo Gewicht über DVD-RW und vielen andere Extras. Andere interessante Leichtgewichte gibt es noch von Lenovo, Dell,HP oder Samsung.

Den Vogel schießt Apples Luftikus aber sicherlich mit seinem versiegelten, nicht austauschbaren Akku ab. Das kann ein teurer Spaß werden – Volker Weber berichtet aus Erfahrung von einer durchschnittlichen Akku-Lebensdauer von 12 bis 18 Monaten bei Mac-Laptops, ich persönlich habe bisher bei Dell im Dauereinsatz eine Akkulebensdauer von ca. 3 Jahren erlebt. Wer noch nach weiteren Haaren in der Macbook-Suppe sucht, wird bei Volker im Kommentarbereich noch einiges finden.

Apple-Hype, Nokia-Fakten und Google-Handyphantasien

Nüchterne Zahlen gegen den kollektiven Rausch: Laut heutiger SZ hat Apple 74 Tage gebraucht, um 1 Million iPhones zu verkaufen. Nokia erreicht innerhalb von 24 Stunden die selbe Absatzmenge. Braucht es also jetzt schon Apple-Hasser-Blogs (hier & hier), um jene kritische Gegenöffentlichkeit zu organisieren, die die Medien offenbar vernachlässigen?

Der nächste hirnlose Hype bahnt sich übrigens gerade seinen medialen Weg: Laut „Insidern“ (!) soll das Google-Handy in Vorbereitung sein. Schon beim iPhone frage ich mich ja, wie Apple mit seinerm Hochpreisgerät ausserhalb der Freak-Nische den durchschnittlichen SMS-Knips-Handy-User ködern will. Die Jobs-Truppe kann sich aber wegen ihres markttreibenden Coolness-Faktors wenigstens eines Minimalerfolgs sicher sein. Den kann ich bei der Paarung Google und Smartphone weder im Ansatz erkennen, noch kann ich mir irgendwelche technischen Features vorstellen, die nicht schon da wären. Und das Handy als Informations-Device? Es sollen ja immerhin einige Leute die WAP-Seiten von Aldi regelmäßig genutzt haben (und Forrester hat 2000 einen „späten Erfolg von WAP“ prognostiziert :-)).

Ich möchte es jetzt auch mal ausprobieren, das iPhone!

iphone Viel (kritisches) hab ich ja hier schon vom Stapel gelassen über das iPhone, aber bevor ich nochmal ein Wort darüber verliere, möchte ich es endlich einmal ausprobieren. Und darum bin ich jetzt auch wirklich neidisch auf die werten Kollegen von der Computerwoche, die offenbar gerade ein neues Spielzeug in der Redaktion herumreichen. Lex hatte heute die Gelegenheit, mit dem iPhone zu spielen und schildert seine (aufschlussreichen) ersten Eindrücke, und Thomas hatte schon zuvor vielversprechende Andeutungen gemacht. (Ich weiß schon, wer hier seine guten Beziehungen hat spielen lassen… :-))

IT im (SZ‑)Feuilleton: Die Maus ist böse

Einige deutsche Intellektuelle haben durchaus schon in den 90er Jahren die unaufhaltsam heranwalzende Kulturrevolution der Informationstechnologie erkannt. In den Feuilletons gaben aber dennoch jene Kulturpessimisten den Ton an, die die Beherrschung polemischer Stilformen dem Aneignen von IT-Kenntnissen vorzogen. Wer sich auf den Stand der Debatten bringen wollte, las denn auch besser die amerikanischen Hurraschreier von Wired als die deutschen Miesepeter – erstere besaßen wenigstens das nötige Grundwissen.

Dass sich daran nicht viel geändert hat, konnte man gestern wieder im Feuilleton der Süddeutschen nachlesen (hier zum kostenpflichgtigen Download).

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Das iSchaf…

Oliver Rist zum Thema iPhone und IT-Integration (und die Windows-Mobile-Defizite):

The iSheep, who need an Apple logo tattooed on as many of their belongings as possible, will buy one anyway. But IT management will ignore the thing for as long as possible since it represents only additional support work.

:-)

iPhone: Nein, doch, nein, doch, nein, doch…

Ja, mich hat diese einem religiösen Wahn nahekommende Hysterie vor und bei der iPhone-Markteinführung sehr befremdet, und was ich von den teils bescheidenen technischen Eigenschaften des iPhone halte, habe ich auch mehrfach auf diesem Blog kommentiert.

Auf der anderen Seite habe ich anlässlich dieser Ereignisse mal wieder die „Alternativen“ genauer unter die Lupe genommen und musste dabei feststellen, dass die Liste der Nachlässigkeiten, Dummheiten und verpassten Chancen auf Seiten der Konkurrenz erschreckend lang ist.

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Apple, wer einmal lügt…

Apple genießt nicht allein wegen seines verhältnimäßig kleinen Marktanteils seit jeher einen gewissen Artenschutz in der Öffentlichkeit. Auf der gerade stattfindenden Entwicklerkonferenz WWDC scheint Steve Jobs nun aber mit seinen großen Sprüchen und dem elenden Gehype endgültig den Boden der Realtiät verlassen zu haben und erntet dafür auf breiter Front ein bis dato nie da gewesenes, kritisches Medienecho.

Zunächst einmal nahmen etliche IT-Profis den angeblich sichersten und schnellsten Browser für Windows, Safari, unter die Lupe und widerlegten die Lobeshymnen innerhalb küzester Zeit als hohles Geschwätz (z.B. hier bei Golem).

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iPhone: Die „Gottmaschine“ macht seinen Machern Angst

iPhoneMarketingmäßig ist für Apple wie immer alles im grünen Bereich: Der Erscheinungstermin des iPhone (ja, 29.6.) wird gerade über alle Kanäle rausposaunt und zeitgleich wurden drei sehr schöne gemachte Werbe-Videos über das Produkt veröffentlicht. Doch offenbar kriegen ob des enormen Hypes mittlerweile jene Leute kalte Füsse, denen man die Geräte im Falle enttäuschter Erwartungen hinterher tausenfach um die Ohren hauen wird. So berichtet John Markoff in der New York Times, dass einige Apple-Manager hinter vorgehaltener Hand die Sorge geäussert hätten, die erste Käufergeneration könnte von dem Multifunktionshandy (“the God machine”) enttäuscht sein. (via fscklog)

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Robert hat die News, und ich die Bilder mit Jobs & Gates…

Jobs & Gates

Robert Basic weist gerade auf ein öffentliches Zusammentreffen von Bill Gates und Steve Jobs hin – ich kann dazu vorab schon die Bilder liefern ;-) . Vorletzte Woche war ich nämlich auch noch einen Tag am Microsoft-Stammsitz in Redmond und besuchte dort unter anderem das Microsoft-Museum. Überraschenderweise finden sich dort etliche Exponate mit Apple-Bezug - unter anderem dieses wunderbar Titelbild des Fortune-Magazins vom August 1991. Kein Treppenwitz… Hier gibts noch ein paar weitere Bilder zu sehen:

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1989: Bill Gates über Altair, IBM, OS/2, Unix, Mac, Thin Client usw.

Das scheint ja ein Fundstück für IT-Historiker zu sein: In einer Rede von 1989, die man sich hier runterladen kann (Links ganz unten), scheint Bill Gates in einem Rundumschlag über alle damals wichtigen und teilweise heute noch interessanten Themen der IT-Geschichte zu referieren. Habe leider keine Zeit, mir das anzuhören aber vielleicht findet ja jemand mal ein Transskript davon.

Apple pfeift auf Windows-Konventionen, aber Lumix will Quicktime

Ich weiß nicht, ob ich soviel hartnäckige Arroganz nicht schon wieder gut finden soll: Apple ignoriert ja seit ewigen Zeiten alle Grundregeln des guten Windows-Programmierstils und liefert stattdessen seine Quicktime-Videosoftware bis heute in der immergleichen, spartanischen Aufmachung. (Wäre ja noch schöner, wenn sich der Pionier der grafischen Oberfläche den Regeln des uncoolen Emporkömmlings unterordnen würde… ;-)) Zwar bin ich durchaus ein Freund des gepflegten Minimalimus, solange die Funktionalität nicht drunter leidet. Tut sie aber bei diesem Programm massiv – ich spar mir jetzt mal eine zeitraubende Aufzählung unterlassener (Bedien‑)Hilfeleistungen.

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Apples iPhone: Ein Wunderhandy oder nur der neue Newton mit 40 Minuten Akkulaufzeit?

Wenn mir jemand erzählt, er könne ein 1-Liter-Auto bauen, bin ich zunächst eimal genauso skeptisch wie wenn mir jemand von einem neuen Multifunktionshandy/Smartphone erzählt, das alles besser können soll als die bisher am Markt verfügbaren Geräte und das vor allem und in erster Linie revolutionär sein soll. Über all die wundersamen Fähigkeiten, die Apples kommendem iPhone zugeschrieben wurden, bin ich bisher also recht erstaunt. Denn immerhin befasse ich mich seit sieben Jahren sehr intensiv mit PDAs und insbesondere mit Microsofts Pocket-PC-Plattform und habe hier die vielen Schwierigkeiten, Unzulänglichkeiten und Rückschläge miterlebt. Auch in dieser Branche kochen alle mit Wasser, und die entscheidende limitierenden Faktoren bei Handys und PDAs sind hinlänglich bekannt:

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Nachtrag: So war’s wirklich mit Xerox, Apple und Microsoft

Xerox Alto: Am Beginn der grafischen PC-OberflächenIm vorletzten Posting hatte ich auf zwei populäre Gerüchte zur Geschichte grafischer PC-Benutzeroberflächen referiert. Zwischenzeitlich hab ich beim Kollegen „Mr Gadget“ Christoph Dernbach eine sehr detaillierte Schilderung der historischen Ereignisse rund um Xerox, Steve Jobs und Bill Gates gefunden.

Im Zentrum stand dabei ein raffinierter Deal zwischen Jobs und den Xerox-Managern, der letzlich zum Mac als ersten Massen-PC mit grafischer Bedienoberfläche führte. Interessant auch einige Details wie etwa der Widerstand von Xerox-Forscherin Adele Goldberg gegen diesen Deal:

[Jobs] kam zurück und (…) verlangte, dass sein ganzes Programmierteam eine Demo vom Smalltalk System bekommt. Und der Leiter des Forschungszentrums bat mich, die Demo zu geben, weil Steve extra darum gebeten hatte. Aber ich sagte ‘Nein’. Ich hatte einen großen Streit mit diesen Xerox Managern, denen ich erzählte, dass sie gerade ihr Tafelsilber weggäben.

Office stammt vom Mac und Bill Gates wirbt für Apple

Bill Gates 84: Um die Ursprünge von Apples Macintosh und Windows ranken sich viele Legenden. Einer gängigen Meinung nach hat Microsoft in den 80ern die Windows-Benutzeroberfläche von Apple kopiert. Ob nun, wie eine gelegentlich vertretene Gegenmeinung besagt, Steve Jobs als Praktikant bei XEROX PARC die dort entwickelten grafischen Bediensysteme Star und Alto kennengelernt hatte, um diese danach als erster erfolgreich abzukupfern, sei mal dahingestellt.

Mir bisher unbekannt war jedenfalls der Umstand, dass Microsoft seine Textverarbeitung Word 1.0 auf Mac-Prototypen  entwickelte, um sie 1984 als erste Office-Anwendung gemeinsam mit dem Ur-Mac auszuliefern. 1985 folgte Excel 1.0 für Mac nach. Hier ein netter Beleg – eine Apple-Zeitungsanzeige von 1984 mit frühen MS-Büroanwendungen auf dem Mac.

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Willst Du die Welt verändern?

Jobs, Sculley, Wozniak„Als Steve Jobs John Sculley von Pepsi abwarb, forderte er ihn heraus: ‘Willst du Zuckerwasser an Erwachsene verkaufen, oder willst du die Welt verändern?’“
Steward Brand, The Well

(weitere antike Apple-Bilder und Broschüren)

MacWorld: Jedesmal für Überraschungen gut…

Jobs lässt die Katze aus dem Sack

iPod: Entweder mit Sony aufmotzen oder an Dell verscherbeln?

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Apples iPod ist ja durchaus stylish. Ein wirklich origineller MP3-Player wird aber erst daraus, wenn man ihn im Gewand des Sony-Klassikers „Walkman“ zum „Retropod“ umfunktioniert. Anstatt 100 Dollar für die iPod-Kosmetik zu verschleudern, können sich untreue Besitzer des Apple-Players den selben Betrag als Belohnung „verdienen“: Laut Spiegel-Online will Dell USA mit diesem Rabatt iPod-Besitzer dazu motivieren, auf deren neue Digital Jukebox umzusteigen.