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Mann gegen Maschine: Spyware und Trojaner trockenlegen

Das Antivirengeschäft ist zu einem gewissen Grad ein Geschäft mit der Angst – man möge sich nur einmal die Diskrepanz zwischen der PR-unterstützten Hysterie einerseits und den im Vergleich dazu unglaublich banalen Selbsterhaltungsmechanismen solcher Windows-Schädlinge vor Augen führen (Punkt 4, ganz unten, „Löschen Run-Schlüssel“ – das wars!).

Mir persönlich sind allein aus ästhetischen Gründen die fetten, systembremsenden Antiviren-Suiten unsympathisch – ich schätze das Prinzip Einfachheit und rücke deshalb den Parasiten seit Jahren mit Schraubenzieher und Seitenschneider zu Leibe. So wie gestern wieder mal bei einem Bekannten: Mit 28(!) verschiedenen Trojanern und Spyware-Tools konnte man den PC seines Sohnes durchaus als hochgradig verseucht bezeichnen. (Kein Servicepack 2, Kazaa und Co. im Dauereinsatz…). Doch selbst bei einem derart massivem Befall gilt: Wenn man das Grundprinzip all dieser Windows-Geschwüre einmal verstanden hat, führt auch hier der übliche minimal-invasive Eingriff im Autorun-Bereich in kurzer Zeit zu einem sauberen Rechner.

Wichtig sind dazu zwei Dinge:

Plaxo: Diskrete Adressensammler, harmlose Spammer?

Unter dem Namen „Plaxo“ kursiert ein auf den ersten Blick recht praktisches Tool. Es verspricht Outlook-Anwendern, dass es die Kontaktdaten im Adressbuch automatisch aktualisiert. Klingt für den Anwender recht verlockend: Ich brauch mich nicht mehr darum kümmern, ob meine Kontakte noch gültig sind, weil Plaxo mir die Aktualisierung abnimmt.

Wer allerdings wie ich im Adressbuch von mehreren Plaxo-Nutzern geführt wird, könnte das anders sehen. Gerade hab ich z.B. wieder von jemanden eine automatisch generierte, ziemlich aufdringliche Plaxo-Mail erhalten.

Wenn Pressesprecher Journalisten bewerten..

…geht das in die Hose. Wie Thomas Pleil auf PR-Blogger berichtet, hat der Bundesverband der deutschen Pressesprecher erstmals einen Negativpreis für schlechten Journalismus, den „Faulen Apfel“ verliehen. Die Zunft der Öffentlichkeitsarbeiter dürfte sich damit einen Bärendienst erwiesen haben, wenn man mal einerseits das Verhältnis zwischen PR und Journalismus und andererseits das Image von PR berücksichtigt.

Palm also doch mit Windows Mobile?

Jetzt also doch Palm Windows Mobile, oder was...?Die Nachricht ist eigentlich schon über eine Woche alt, aber in Bezug auf ein altes Posting auf CyDome im Sommer muss ich doch nochmal darauf zurückkommen. Englische Analysten hatten kundgetan, dass Palm möglicherweise Windows Mobile Smartphone oder Linux anstatt Palm OS einsetzen könnte. Palm hat zwar danach teilweise dementiert, doch scheint mir das zumindest ein Beleg für die Richtigkeit meiner damaligen Information zu sein.

Erstmals mehr Pocket PCs als Palms verkauft

Wolfgang Sommergut hat bereits darüber berichtet, dass Palm OS gegenüber Microsofts Pocket-PC-System auf den zweiten Platz zurückgefallen ist. Die Marktforscher der Gartner Group bieten den Zugriff auf die Zahlen nur gegen Registrierung, Interessierte finden jedoch auch im PalmInfocenter detaillierte Zahlenangaben bezogen auf Betriebssysteme und Hersteller.

PR vs. Blogger oder PR & Blogs: Scoble erklärt den Unterschied

Ein interessantes FAQ hat Microsoft-Starblogger Robert Scoble veröffentlicht: Er stellt im „Scobleizer Press FAQ“ klar, dass er jede Interviewanfrage von Journalisten aus Gründen der firmeneigenen PR-Richtlinien an die PR-Agentur Waggener Edstrom weiterleiten müsse – es gehe dabei um immerhin bis zu 10 Anfragen täglich. Interessanterweise ist davon seine Freiheit als Blogger in keiner Weise berührt.

„Der kleinste PC der Welt”: OQO und seine Vorgänger

OQO: Zwergen-PC statt PDA?Unter „dem kleinsten PC“ stellt man sich gewöhnlich Micro-Sub-Notebooks wie JVCs MP-XP731 vor, bei denen man sich beim Tippen die Finger verrenkt. Dass es noch kleiner geht, zeigt der PDA-artige OQO mit Windows XP, der nun offenbar tatsächlich kurz vor der Markteinführung steht. Er tritt damit in eine Ahnenreihe von Zwergen-PCs, die es bereits in den 80ern mit MS-DOS gab.

Warum Linux am Desktop scheitert

Dass Linux reif für den Desktop sei, hören wir nun schon seit mindestens 6 Jahren. Während die Open-Source-Szene gerne den Monopolisten aus Redmond als Hindernis sieht, das es zu überwinden gilt, hat Markus Breuer einen offenbar unausmerzbaren Blinden Fleck identifiziert: Open Source erreicht die Endanwender nicht, weil Entwickler und Anwender meist identisch sind. Es fehle dabei weitgehend an einem anwenderorientierten Entwicklungsansatz.