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Was macht man mit seinem iPhone?

Fragen haben manche Leute. „Was macht man mit seinem iphone“ wollte gestern zum Beispiel jemand vom Google-Orakel wissen – und ist damit auf diesem Blog gelandet. Falls es lediglich um den Ersatz für eine verlorengegangene iPhone-Bedienungsanleitung geht, dann kann ich mit einer treffsichereren Google-Anfrage weiterhelfen. Oder aber, hier hat jemand das Kulthandy gekauft und weiß nun nichts damit anzufangen. Dann wüsste ich sofort einige dankbare  Abnehmer. Was soll’s denn kosten?

Tipp: Wheelie leicht gemacht

pfeiffer_wheelieWas waren wir ahnungslos, früher, ohne Internet. Beispiel Motorradfahren. Ich bin damals ja viel gefahren, aber die entscheidenden Fahrtechniken wie den Wheelie hat mir keiner gezeigt. Der heutige Biker-Nachwuchs lernt das hingegen ganz einfach: Du klickst auf www.chrispfeiffer.com, lädst Dir unter „Tipps & Tricks“ das gewünschte PDF herunter, übst die Schritte 1–6 schön der Reihe nach – und fertig ist der Stunt. Gibt’s auch mit Stoppie und Donut.

Wem übrigens die Kinnlade noch nicht ganz unten hängt, der kann Motorrad-Genie und Stuntfahrer Chris Pfeiffer bei weiteren Aktionen zuschauen (Videos weiter unten; oder gleich zu Youtube).

VW-Bus – den Ur-Oldie gibt’s immer noch

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Der Vater eines Spezls hatte damals einen solchen „VW-Bus“ (T2), es war ein Firmenlieferwagen  ohne Sitzbänke. Ab und zu holte er uns damit von der Schule ab. Wir waren immer zu viert oder zu fünft, und weil auf der Sitzbank vorne nur Platz für drei war, musste der Rest hinten auf der Ladefläche sitzen. Das war aber auch kein Problem, weil die alten VW-Busse bekanntlich diese Stufe im Laderaum hatten, unter der sich der Heckmotor verbarg. Und die eignete sich prima als Sitzbank. Heute würde jede/r halbwegs vernünftige Mutter/Vater beim Anblick eines solchen Kindertransports einen Schreikrampf kriegen. Für uns war es eine Riesengaudi, und Sicherheitsgurte hinten hielt man zu dieser Zeit ohnehin noch für eine eher absurde Idee.

Man möchte es nicht glauben, aber diesen Klassiker, der in den 70ern das Straßenbild prägte, gibt es immer noch! VW Brasilien produziert das Modell mit der Typbezeichnung Kombi/T2c bis heute in nahezu unveränderter Form, und Dank einiger gewiefter Geschäftsleute wie denen von Brasilienbus.de könnten uns solche fabrikneuen Oldtimer vielleicht wieder öfter mal auf unseren Straßen begegnen.

Heino 2.0

Heute hau’n wir richtig auf die Pauke…
…wir wandern von der Oder an den Rhein…

…Wir singen eins, zwei, drei,
oh du schöne Loreley,
schwarz rot, gold,
das sind unsere Farben,
der Wagen rollt…

Schräg, dieser Alexander Marcus. Spiegel Online nennt ihn Schlagerfuzzi 2.0.  Der Name schaut mir nach einem Assoziationsspielchen aus – mein Vorschlag wäre Peter Alexander und Jürgen Marcus. Dazu hat die Youtube-Mottenkiste natürlich auch einiges zu bieten – ich sag nur Ilja und Dieter-Thomas:

Weiterlesen von ‚Heino 2.0‘

Tempelhof: Wunder der Wahl-Arithmetik

Nackte Zahlen sind wenig wert, es kommt darauf an, sie auch medienwirksam zu deuten. Das zeigt aktuell der Berliner Volksentscheid über die Schließung des Tempelhofer Flughafens. Zwar haben 60,2 Prozent der Urnengeher (530.231 Stimmen) für den Weiterbetrieb gestimmt – von solchen Wahlergebnissen wagt heute nicht einmal mehr die CSU zu träumen. Doch anders als bei politischen Wahlen kommt es beim Volksentscheid nicht auf die Mehrheit der abgegebenen Stimmen an, sondern es ist Stimmenmehrheit und Zustimmung von mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten, also hier 610.000 Stimmen, erforderlich. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,1 Prozent der Stimmberechtigten.

Und so kann sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit zufrieden hinstellen und erklären: "Deutlich mehr als drei Viertel der Berliner [haben] entweder mit Nein gestimmt oder sich erst gar nicht beteiligt." Dazu ein interessanter Vergleich: Bei der letzten Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hat Wowereits SPD mit 30 Prozent der Zweitstimmen die Wahl gewonnen. Bei einer Wahlbeteiligung von 58 Prozent waren das zirka 425.000 Stimmen. Damit haben eigentlich deutlich viel mehr als drei Viertel aller Berliner gegen Wowereit gestimmt, oder? :-)

Je nach politischer Präferenz legen sich natürlich auch die heutigen Medienberichte das Ergebnis in die eine oder andere Richtung zurecht, indem sie Zahlen weglassen oder diese in einer andern Reihenfolge präsentieren. Aber bekanntlich hat Zahlenmystik ja eine lange Tradition…

Live dabei – dem Blitz entronnen

Meldungen wie diese kennt man aus der Zeitung: "Blitz schlägt auf Fußballplatz ein…". Wie überraschend unspektakulär eine solche Mini-Katastrophe abläuft, weiß ich seit gestern Abend aus eigener Anschauung. Es war etwa acht Uhr, und ich kickte schon seit einer Stunde mit meinen AH-Mannschaftskollegen auf unserem Trainingsplatz. Zunächst fing es etwas zu tröpfeln an, und allmählich entwickelte sich daraus ein ziemlich ungemütlicher Schneeregenschauer.

Aus den Augenwinkeln sah ich plötzlich aus Richtung des Flutlichtmasten ein grelles Funken und Blitzen. Das ganze ging sehr schnell und wirkte wie ein großer Kurzschluss, wie man ihn sich in einem Jurassic-Parc-Themenparks vorstellen könnte. Mit einem nicht allzu lauten Britzeln bewegte sich ein Funken und Blitzen von der Mastspitze in Richtung Boden, wir hielten sofort alle inne und dachten an einen durchbrennenden, herunterfallenden Scheinwerfer. Erst mit einigen Sekunden Verzögerung folgte nun jener vermeintlich typische Donnerknall, der uns allen signalisierte, dass wir soeben Zeugen eines "echten", leibhaftigen Blitzschlags in unmittelbare Nähe wurden. Gefasst, ganz ohne Panik aber zügig verließen wir den Platz in Richtung Kabine. Auf dem Weg fassten sich einige Mitspieler, die sich näher an diesem Masten befanden, auf den Kopf. Sie erzählten von einem gefühlten Stromschlag und vergewisserten sich, dass keine Haare versengt waren. Später erzählten einige, die einen besseren Blickwinkel hatten, von einem riesigen, horizontal verlaufenden Blitz, der offenbar über den Flutlichtmasten seinen Weg in den Boden fand. Ein Blitz ohne jede Vorwarnung aus ‚heiterem‘ Himmel, der uns Gott sei Dank nicht ganz erreicht hat…

Office 0.19.12

Office 0.19.12: Das Büro von gestern

Nach Fraunhofer heißt das Büro von morgen Office 21 und wird bevölkert von Information Workern mit Collaboration-Tools. Das Büro von gestern – im Bild jenes beim Orgelbauer Walcker um 1912 – hieß Kontor und beherbergte Kontoristen, Handlungsgehilfen und Kommisen, die mit allerlei mechanischen Schreibstuben-Tools hantierten. Instant Messaging funktionierte hier mit Sicherheit auch schon, aber vermutlich im Old-Fashionend-Way mit Tuschel 1.0.

Abstand gewinnen statt Zeitungsqualität steigern

Letzte Woche habe ich ein langjähriges Zeitungsabo gekündigt, weil ich vor allem mit der Qualität des Blattes nicht mehr zufrieden war. Soeben hat mich nun ein Vertriebsmitarbeiter des Verlags angerufen, um mich eventuell umzustimmen:

Herr Miedl, Sie haben nach langen Jahren das Zeitungsabo gekündigt. Waren Sie nicht mehr zufrieden mit der Qualität?

Richtig.

Ich schlage Ihnen folgendes Angebot vor: Wir setzten das Abo erst mal für ein paar Wochen aus, damit Sie einfach mal etwas Abstand zu unserer Zeitung gewinnen. Danach läuft das Abo dann wieder weiter.

Ich habe dankend abgelehnt und musste richtig lachen – denn so eine Verlagsidee hab ich noch nie gehört: Therapeutische Abo-Pause für die Leser statt – sagen wir mal – eine Qualtiätsoffensive der Redaktion. Eigentlich kreativ … :-)

Auch schon eine grüne Mail-Signatur?

Scheinen ja mittlerweile um sich zu greifen, solche grünen Warnhinweise in E-Mail-Signaturen:

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Volker hat nämlich auch schon eine erhalten. Muss das denn sein, mit diesem erhobenen Zeigefinger? Und was soll uns das denn sagen? Etwa, dass diese Mail umweltverträglicher ist als der Ausdruck eben jener, oder aber, dass der Ausdruck die ohnehin schlechte Ökobilanz einer E-Mail ins unzumutbare steigern würde? Denn wirklich grün ist auch die nicht-gedruckte Mail nicht, wenn man sich allein den Stromverbrauch der ca. 50.000 Rechenzentren in Deutschland anschaut: Nach Angaben eines RZ-Experten liegt er bei ca. 500 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr.

Spiegel Online: Qualitätsjournalisten oder Kopisten?

Jetzt, wo sich Onlinemedien zunehmend auch wirtschaftlich tragen, stellt sich natürlich auch immer öfter die Qualitätsfrage. Warum in Diskussionen darüber meist Spiegel Online zu den erstgenannten "Topmedien" zählt, konnte ich nie ganz nachvollziehen – es liegt wohl daran, dass die schon seit 1996 im Geschäft sind und sich fest in den Köpfen verankert haben.

Denn offensichtlich haben einige Leute dort ein anderes als das gängige Verständnis von "Qualitätsjournalismus", wie Don A. mit einer ziemlich peinlichen Enthüllung in seiner Blogbar zeigt: Der gestern erschienene SpOn-Artikel über den "Obama-Hype" entpuppte sich nämlich als weitgehende 1 : 1-Kopie eines Beitrags vom 8.10.2007 (!) aus der Washington Post.