Viecherei… aber es gibt trotzdem einen Zusammenhang: Der Bus im Hintergrund hat uns heute Morgen vom Sheraton Downtown Los Angeles ein paar Blöcke weiter zur Windows Hardware Engineering Conference (WinHEC) gefahren. Bill Gates war auch da – er hielt um 9 Uhr die Eröffnungs-Keynote und hat darin unter anderem den offiziellen Produktnamen für das nächste große Serverprodukt von Microsoft bekanntgegeben: Longhorn heißt jetzt „Windows Server 2008“ und soll noch vor Ende des Jahres erscheinen.

Link: sevenload.com [Edit: Den Wahnsinn gibt es in besserer Auflösung als WMV hier zum Download]

Ich weiß nicht, ob ich soviel hartnäckige Arroganz nicht schon wieder gut finden soll: Apple ignoriert ja seit ewigen Zeiten alle Grundregeln des guten Windows-Programmierstils und liefert stattdessen seine Quicktime-Videosoftware bis heute in der immergleichen, spartanischen Aufmachung. (Wäre ja noch schöner, wenn sich der Pionier der grafischen Oberfläche den Regeln des uncoolen Emporkömmlings unterordnen würde… 😉 ) Zwar bin ich durchaus ein Freund des gepflegten Minimalimus, solange die Funktionalität nicht drunter leidet. Tut sie aber bei diesem Programm massiv – ich spar mir jetzt mal eine zeitraubende Aufzählung unterlassener (Bedien-)Hilfeleistungen.

Ich hab erst vor kurzem erfahren, dass Jon Udell nun nicht mehr als Blogger, Infoworld-Kolumnist und freier Journalist arbeitet, sondern bereits seit Dezember bei Microsoft fest angestellt ist als ein Art Berufsblogger! Die Sache ist in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert.

Zum einen zeigt dieser Fall, welche ungeahnten Möglichkeiten sich für Blogger/bloggende Experten mittlerweile bieten können. Während hierzulande in den einschlägigen Nabelschaublogs immer noch Grundsatzdebatten darüber geführt werden, was alles eine unmoralische Kommerzialisierung von Blogs darstellen könnte oder wie beschränkt/bescheiden die Möglichkeiten des Geldverdienens mit Blogs doch seien, machen die Amerikaner schon die nächsten und übernächsten Schritte.

Wer bisher geglaubt hat, dass er etwas gegen die Klimakatastrophe tut, indem er sein Auto in der Garage stehen lässt und stattdessen googelt oder sein Blog kultiviert, könnte sich unter Umständen arg getäuscht haben. In letzter Zeit dringt nämlich das Thema Energieververschwendung durch Computer verstärkt an die Oberfläche und konfrontiert uns mit teils unangenehmen Erkenntnissen. Hier ein paar Fakten, die ich kürzlich in einer Expertenrunde zum Thema „Grünes Rechenzentrum“ zu hören bekam: