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Silicon Alley, Web 1.0: Webdesign von i/o 360

i/o 360 - Web-Design 1996

In Anlehnung an die Boom-Area der IT-Pioniere, das Silicon Valley, hat sich Mitte der 90er mit dem ersten Web-Boom der Begriff „Silicon Alley“ etabliert. Er bezeichnete eine Gegend in Manhattan, New York, in der sich damals unzählige Internetfirmen angesiedelt hatten. Wikipedia listet einige der bedeutendsten Silicon-Alley-Firmen der damaligen Zeit auf.
In Erinnerung ist mir noch eine der herausragenden Design-Schmieden von damals geblieben – i/o 360 fiel vor allem durch eine unglaublich coole Website und einen Generator für ASCII-Art auf.

Der Erfinder des Jägers des verwahrlosten Taxis

Der Jäger Franz

Jeder Windows-Benutzer, der sich schon mal intensiver mit den installierten Schriftarten befasst hat, wird sich an diesen kurios-amüsanten Satz erinnern: „Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern“ (zu finden über Start, Systemsteuerung, Schriftarten – Doppelklick auf eine beliebige Schift).
Gestern Abend hatte ich das Vergnügen, den Erfinder dieses Satzes kennenzulernen.

Löst Web 2.0 jetzt die fetten Desktops ab?

Die Frage steht seit dem ersten Web-Boom Mitte der 90er auf der Tagesordnung von Fat-Client-Skeptikern, IT-Nomaden und Microsoft-Hassern: „Wann endlich lösen schlanke, serverbasierende Browser-Anwendungen jene aufgeblähten, schwer zu wartenden Desktop-Applikationen wie Office ab?“ So praktisch eine serverbasierende IT auch wäre – in der Vergangenheit entpuppten sich die als Allheilmittel gepriesenen Browser-Anwendungen sehr oft als Zumutung für den Benutzer. Web 2.0/Ajax hat den Browser-Frontends nun einen deutlichen Qualitätssprung beschert, doch weiterhin ist eine gesunde Portion Skepsis angebracht, wenn Browser-Anwendungen als den Rich-Client-Pendants qualitativ ebenbürtig gepriesen werden. Infoworld-Kolumnist Oliver Rist wollte es nun einmal genau wissen und hat eine Woche lang seinen Fat-Client-Office-PC gegen einen Laptop mit ausschließlich webbasierender Ajax-Bürosoftware ausgetauscht. (Can Web-based applications outwit, outplay, outlast the desktop?)

Spiegel Online 1996: Erinnerung an die Internet-Steinzeit

Wenn man bedenkt, dass vor zehn Jahren viele Leute gerade mal gelernt haben, was das Internet und das WWW sind und die Mehrheit noch wenig oder keine Ahnung davon hatte, wird einem erst das Ausmaß der kulturellen und lebensweltlichen Veränderung klar, die in dieser kurzen Zeit stattgefunden haben.

Die ersten amateurhaften Gehversuche der Internet-Stars von heute sieht man ganz schön an der ersten Seite von Spiegel Online, die im Juni 1996 online gegangen ist und von den Betreibern als Antiquität zur Schau gestellt wird.

Vorfahrt am Zebrastreifen – für wen denn nun?

Richtig geparkt: auf dem ZebrastreifenWozu dient eigentlich ein Zebrastreifen? Wie ich zuletzt bei meinem Urlaub an einem italienischen Badeort wieder einmal feststellen konnte, existieren in dieser vermeintlich trivialen Frage gravierende Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschen und Italienern. Zwar kenne ich die italienische Straßenverkehrsordnung nicht, aber aus meiner langjährigen Beobachtung habe ich mittlwerweile gelernt, dass sich der Italiener im Gegensatz zum Deutschen keinesfalls zum Bremsen veranlasst sieht, wenn er sich mit dem Auto einem Zebrastreifen nähert. In Urlaubsorten mit vielen Deutschen Urlaubern führt das dann zu amüsanten Irritationen: