Kittler über Rechtschreibreformer: „verfettete Gesäße in den Ministerien”

Der Medienwissenschaftler Friedrich Kittler hat in einem Telepolis-Interview wieder einmal recht erhellende, pointierte Gedanken geäussert – zum Beispiel zur Rechtschreibreform:
„Wir werden im Moment von Leuten aus dem zweiten Bildungsweg regiert und die möchten unsere Bildung aus dem ersten Bildungsweg abschaffen.“

Oder über die strengen Regeln der Programmiersprachen – im Gegensatz zu den laxen Regeln natürlicher Sprachen:
„Das ist eine neue, ganz strenge Orthografie. Insofern kann man kein Jota oder kein Tüpfelchen dran ändern, wie es Jesus von Nazareth in Bezug auf das hebräische Alphabet gesagt hat.“

Und erhellend auch seine Erklärungen zur Entstehung der deutschen Großschreibung – und den politischen Motiven der Rechtschreibreformer:
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Business Value & IT: Es bringt was

Welchen konkreten geschäftlichen Nutzen liefert eigentlich die Informationstechnologie für Unternehmen? Die Frage wird in letzter Zeit zunehmend öffentlich diskutiert – vor allem natürlich in IT-Medien.
Dass die IT enorme geschäftliche Vorteile bringen kann, hat mir vor einiger Zeit ein Steuerberater geschildert:
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Plaxo-Entschuldigung – und morgen: „Sorry, wir haben eine Milliarde Adressen verkauft…” ?

Ich kann’s nicht lassen, aber der „Gegner“ spielt mir auch in die Arme: Vor kurzem hat der Plaxo-Chef auf dem Firmen-Blog offen zugegeben, dass sein Unternehmen zum Zweck der Kundenacquise bisher Spam-Mails versendet habe – gleichzeitig bat er die Nutzergemeinde um Entschuldigung.
Vor einem Jahr hat sich das noch ganz anders angehört: Als ich in meinem Blogbeitrag auf die Spam-Aktivitäten von Plaxo hingewiesen hatte, meldete sich prompt deren „Privatlebenoffizier“ (Privacy Officer) Stacy Martin per Kommentar und bestritt vehement die Verwendung jeglicher anrüchiger Methoden wie Massen-E-Emails: „Plaxo does not send spam, maintain spam mailing lists, or support the activities of spammers.“

Scheint ja auch eine Masche zu sein, wie einige Kommentatoren meinten, dass man heute ein Geschäft erst mal jenseits von Anstand und Legalität hochzieht. Und wenn es dann halbwegs läuft, entschuldigt man sich einfach für die Sünden von gestern – fertig….

Ich sehe mich nun übrigens in meiner alten These bestärkt, wonach Plaxo mit den mittlerweile über eine Milliarde geprüften Adressen seiner Nutzer was ganz anderes im Schilde führt. Ich bin mal gespannt, ob wir noch weitere Entschuldigung hören werden – im Sinne von „Sorry, aber der Adressenpool unserer Nutzer war unser einziges Asset – wir mussten ihn verkaufen.“ oder „Sorry, Plaxo ist Pleite und über die Verwertung unserer riesigen Adressdatenbank verfügt nun der Konkursverwalter.“

Warum nicht mal wieder… Plaxo!?

Über Sinn und Nutzen von Blogs wird ja viel diskutiert – meine Aktivitäten hier habe ich allein aus Zeitmangel zurückfahren müssen. Dennoch hab ich beim Blick in meine Blog-Statistik soeben erfreut feststellen können, dass die Zugriffszahlen ansteigen :-) Hauptbringer der Klicks (die meisten über Google) sind meine eigentlich schon etwas angestaubten Beiträge über die Adressensammler (und -händler?… 😉 von Plaxo. Bei Google rangiere ich mit dem Begriff „Plaxo“ z.Zt. sogar auf Rang eins oder zwei :-))
Das freut einen Blogger natürlich – ich muss zugeben, dass sich da bei mir allmählich so etwas wie sportlicher Ehrgeiz einstellt. Und tatsächlich hat ein kurzer Check der Faktenlage im Fall Plaxo wieder einmal eine kleine, interessante Neuigkeit ergeben:
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Windows Live: Microsoft lässt Kätzchen aus dem Sack

Windows Live war bisher eine nette, interessante Spielerei im Umfeld der vielen Web-2.0-Aktivitäten. Dass sich Microsoft allein wegen des prominenten Markenauftritts kaum mit etwas „Nettem“ begnügen würde, war eigentlich klar. Gestern wurden die Redmonder auf einer Präsentationsveranstaltung in München konkreter: Rund um Windows Live wurde ein ganzes Bündel an neuen oder renovierten Services vorgestellt, die ganz offensichtlich gegen Google, Ebay, Skype, Yahoo und Co. gerichtet sind. Interessant war auch die Organisationsform der Veranstaltung: Es war eine Art Pressekonferenz für Blogger – in der Einladung hieß es explizit, dass nur Blogger eingeladen sind – und keine Presse :-)
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Die Sache mit dem Speichern

„Gespeichertes Wissen [ist] immer veraltet. Kein Mensch würde mit ständigem Blick auf den Rückspiegel durchs Land fahren, aber Data Warehouse und Wissensmanagement-Experten empfehlen das.“
Quelle

Hoch spannend oder höchst spannend?

Spiegel-Online zu den veralteten Strommasten von RWE: „…Hoch- und Höchstspannungsnetz wird bereits seit mehr als 65 Jahren genutzt“

Und ich hatte bisher – wie wohl viele meiner Zeitgenossen – immer geglaubt, bei Hochspannung ist das obere Ende der Skala, sozusagen der Olym der Elektrizität erreicht. Aber offenbar haben wir uns, oberflächlich wie wir oft sind, keine Vorstellung vom Leistungspotenzial des Stroms an sich und der sich seiner annehmenden Industrie gemacht und uns dem jahrlangen Irrglauben hingegeben, dass bei – sagen wir einfach mal – 100 Millionen Schicht im Schacht ist. Jetzt aber erfahren wir durch einen ganz nebenebei eingestreuten Hinweis des Spiegel-Redakteurs, dass da nach oben hin noch ordentlich Luft ist, dass es im Höchstlei(s)tungsbereich vielleicht 500 Millionen, vielleicht aber auch einige Milliarden (oder noch mehr) sein könnten. Ob Volt, Watt, Ohm oder vielleicht sogar Newton oder Röntgen, scheint dann ja wohl eher nebensächlich zu sein – wir sollten hier mal nicht kleinlich sein.

Google oder MSN Search? Es tut sich was

Dass sich Microsoft sehr anstrengt, um gegen Google aufzuholen, hat sich rumgespochen – qualitativ schlägt sich MSN Search seit etwa einem Jahr ganz respektabel. Da Google aber nicht auf der Brennsupp’n daherg’schwommen ist, wie man in Bayern zu sagen pflegt, wird MSN viel Mühe haben, Marktanteile dazuzugewinnen. Abgesehen davon: search.msn.de ist verglichen mit google.de viel zu kompliziert, und wer msn.de eintippt, kriegt einen News-Verhau serviert – haben seinerzeit nicht Altavista, Lycos und Co. mit ähnlich Zielgruppen-ignorierenden Konzepten Google den Weg bereitet?

Weil ich dennoch aus beruflichen Gründen manchmal Google-Alternativen teste, bin ich gerade auf einen interessanten qualitativen Unterschied gestoßen:
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Das echte Leben: Jäger hat(tte) Landwirt und Bahn im Visier

Medienprofis wissen es: Viele aufregende Begebenheiten werden (-aus Gründen, die anderswo zu diskutieren wären-) nie in der Zeitung stehen. So wie diese hier, die ich aus meinem Bekanntenkreis erfahren habe:

Ein Landwirt im oberbayrischen wurde vom Jagdpächter des seinen Hof umgebenden Reviers regelmäßig aufs Korn genommen. Der Bauer musste feststellen, dass der Jäger seine Schüsse aus der Jagdwaffe auffallend oft in Richtung seines Hauses abgab, was durch eine Vielzahl von Einschüssen auch belegt werden konnte.
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Schon wieder Plaxo: Über eine Milliarde Adressen, aber keine Hintergedanken?

Schon im März hatte ich über den umstrittenen Adressensammler- Adressverwaltungsdienst Plaxo geschrieben. Das Thema scheint viele zu interessieren, denn über Google kommen seither zahlreiche Leser auf meinen Blog, auf MSN Search habe ich es mit dem Suchwort „Plaxo“ schon auf Platz vier gebracht :-)
Nun bin ich gerade wieder über einen neuen Plaxo-Köder gestoßen – ein PR-Berater hatte mir eine Pressemitteilung mit einem getarnten Link zu Plaxo geschickt. Titel: „Add me to your address book…“
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