Die Rede von der „Software als Service“ macht zur Zeit mal wieder die Runde, und mich erinnert das ganze verdächtig stark an die großen Tage des ASP-Hypes. Die augenscheinlichste Parallele zu damals ist, dass der Begriff selber völlig unscharf ist, aber die Idee als solche offenbar eine derart große Faszination auf die IT-Welt ausübt, dass man auch ohne klaren Begriff oder genauer Kenntnis technischer Zusammenhänge das Thema ganz oben auf die Agenda setzt. Zur Erinnerung – der letzte ASP-Boom, der mit einer Menge zugrundegegangener Startups wie Einsteinet endete, funktionierte ganz grob in etwa so: Marketiers und Medien versuchten eine Softwarezukunft herbeizureden, in der Programme als kleine, per Web angebotene Komponenten verteilt werden. Im Überschwang haben die meisten übersehen, dass meist völlig triviale Technik angeboten wurde:

Meine Frau hat mich auf ein interessantes Problem hingewiesen, mit dem sie und mein Sohn ständig zu kämpfen haben. Ihre Beschreibung des Phänomens lautete wie folgt: „Wir drücken manchmal versehentlich eine unbekannte Taste, hinterher wird alles klein geschrieben. (Web-)Logins funktionieren dann auch nicht mehr. Weil ich nicht weiß, wie man das abstellen kann, starte ich den PC neu, dann geht wieder alles.“ Ich habe sofort auf die Feststelltaste getippt, aber sie verneinte vehement, denn „er schreibt ja alles klein“.