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Andere Schlussfolgerungen aus "Grass": Intellektuelle Gerontokratie

Ich habe es zwei Einträge weiter unten „geistige Verödung“ genannt und in die gleiche Kerbe sehe ich nun Eva Menasse und Michael Kumpfmüller in ihrem SZ-Feuilleton-Beitrag in der Süddeutschen (17.8.) schlagen – unter dem Titel „Wider die intellektuelle Gerontokratie – Ein Plädoyer für weniger Grass und mehr Nahost in der Debatte“. (Leider nur für Abonnenten zugänglich)

Kittler über Rechtschreibreformer: „verfettete Gesäße in den Ministerien”

Der Medienwissenschaftler Friedrich Kittler hat in einem Telepolis-Interview wieder einmal recht erhellende, pointierte Gedanken geäussert – zum Beispiel zur Rechtschreibreform:
„Wir werden im Moment von Leuten aus dem zweiten Bildungsweg regiert und die möchten unsere Bildung aus dem ersten Bildungsweg abschaffen.“

Oder über die strengen Regeln der Programmiersprachen – im Gegensatz zu den laxen Regeln natürlicher Sprachen:
„Das ist eine neue, ganz strenge Orthografie. Insofern kann man kein Jota oder kein Tüpfelchen dran ändern, wie es Jesus von Nazareth in Bezug auf das hebräische Alphabet gesagt hat.“

Und erhellend auch seine Erklärungen zur Entstehung der deutschen Großschreibung – und den politischen Motiven der Rechtschreibreformer:

Warum nicht mal wieder… Plaxo!?

Über Sinn und Nutzen von Blogs wird ja viel diskutiert – meine Aktivitäten hier habe ich allein aus Zeitmangel zurückfahren müssen. Dennoch hab ich beim Blick in meine Blog-Statistik soeben erfreut feststellen können, dass die Zugriffszahlen ansteigen 🙂 Hauptbringer der Klicks (die meisten über Google) sind meine eigentlich schon etwas angestaubten Beiträge über die Adressensammler (und -händler?… 😉 von Plaxo. Bei Google rangiere ich mit dem Begriff „Plaxo“ z.Zt. sogar auf Rang eins oder zwei :-))
Das freut einen Blogger natürlich – ich muss zugeben, dass sich da bei mir allmählich so etwas wie sportlicher Ehrgeiz einstellt. Und tatsächlich hat ein kurzer Check der Faktenlage im Fall Plaxo wieder einmal eine kleine, interessante Neuigkeit ergeben:

Windows Live: Microsoft lässt Kätzchen aus dem Sack

Windows Live war bisher eine nette, interessante Spielerei im Umfeld der vielen Web-2.0-Aktivitäten. Dass sich Microsoft allein wegen des prominenten Markenauftritts kaum mit etwas „Nettem“ begnügen würde, war eigentlich klar. Gestern wurden die Redmonder auf einer Präsentationsveranstaltung in München konkreter: Rund um Windows Live wurde ein ganzes Bündel an neuen oder renovierten Services vorgestellt, die ganz offensichtlich gegen Google, Ebay, Skype, Yahoo und Co. gerichtet sind. Interessant war auch die Organisationsform der Veranstaltung: Es war eine Art Pressekonferenz für Blogger – in der Einladung hieß es explizit, dass nur Blogger eingeladen sind – und keine Presse 🙂