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Google oder MSN Search? Es tut sich was

Dass sich Microsoft sehr anstrengt, um gegen Google aufzuholen, hat sich rumgespochen – qualitativ schlägt sich MSN Search seit etwa einem Jahr ganz respektabel. Da Google aber nicht auf der Brennsupp’n daherg’schwommen ist, wie man in Bayern zu sagen pflegt, wird MSN viel Mühe haben, Marktanteile dazuzugewinnen. Abgesehen davon: search.msn.de ist verglichen mit google.de viel zu kompliziert, und wer msn.de eintippt, kriegt einen News-Verhau serviert – haben seinerzeit nicht Altavista, Lycos und Co. mit ähnlich Zielgruppen-ignorierenden Konzepten Google den Weg bereitet?

Weil ich dennoch aus beruflichen Gründen manchmal Google-Alternativen teste, bin ich gerade auf einen interessanten qualitativen Unterschied gestoßen:

Das echte Leben: Jäger hat(tte) Landwirt und Bahn im Visier

Medienprofis wissen es: Viele aufregende Begebenheiten werden (-aus Gründen, die anderswo zu diskutieren wären-) nie in der Zeitung stehen. So wie diese hier, die ich aus meinem Bekanntenkreis erfahren habe:

Ein Landwirt im oberbayrischen wurde vom Jagdpächter des seinen Hof umgebenden Reviers regelmäßig aufs Korn genommen. Der Bauer musste feststellen, dass der Jäger seine Schüsse aus der Jagdwaffe auffallend oft in Richtung seines Hauses abgab, was durch eine Vielzahl von Einschüssen auch belegt werden konnte.

Schon wieder Plaxo: Über eine Milliarde Adressen, aber keine Hintergedanken?

Schon im März hatte ich über den umstrittenen Adressensammler- Adressverwaltungsdienst Plaxo geschrieben. Das Thema scheint viele zu interessieren, denn über Google kommen seither zahlreiche Leser auf meinen Blog, auf MSN Search habe ich es mit dem Suchwort „Plaxo“ schon auf Platz vier gebracht 🙂
Nun bin ich gerade wieder über einen neuen Plaxo-Köder gestoßen – ein PR-Berater hatte mir eine Pressemitteilung mit einem getarnten Link zu Plaxo geschickt. Titel: „Add me to your address book…“

Was jetzt: ASP, Software als Service, Web 2.0 … ?

Die Rede von der „Software als Service“ macht zur Zeit mal wieder die Runde, und mich erinnert das ganze verdächtig stark an die großen Tage des ASP-Hypes. Die augenscheinlichste Parallele zu damals ist, dass der Begriff selber völlig unscharf ist, aber die Idee als solche offenbar eine derart große Faszination auf die IT-Welt ausübt, dass man auch ohne klaren Begriff oder genauer Kenntnis technischer Zusammenhänge das Thema ganz oben auf die Agenda setzt. Zur Erinnerung – der letzte ASP-Boom, der mit einer Menge zugrundegegangener Startups wie Einsteinet endete, funktionierte ganz grob in etwa so: Marketiers und Medien versuchten eine Softwarezukunft herbeizureden, in der Programme als kleine, per Web angebotene Komponenten verteilt werden. Im Überschwang haben die meisten übersehen, dass meist völlig triviale Technik angeboten wurde: