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	<title>(un)zeitgemäße betrachtungen &#187; Feuilleton</title>
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	<description>berichtenswertes aus mikro- &#38; makrokosmos &#124; das persönliche blog von wolfgang miedl</description>
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		<title>Manche nennen es Wirtschaftsimperialismus</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Aug 2007 18:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>SO EIN ZUFALL! Vorgestern habe ich noch kryptisch über die ungehinderte Betätigung von US-Strafverfolgern in Deutschland geschrieben (und es gab Gründe für diese verklausulierte Darstellung). Und heute befasst sich der Oberinvestigator der Süddeutschen, Hans Leyendecker, mit diesem Thema im Aufmacher der Wochenendbeilage. Titel: &#8220;Was Manager fürchten sollten&#8220;. Dabei erwähnt er auch Details zu jenem Fall, <p><span style="color:#777">&#8594; Weiterlesen: <a href="http://miedl.net/2007/08/18/manche-nennen-es-wirtschaftsimperialismus/">Manche nennen es Wirtschaftsimperialismus</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SO EIN ZUFALL! Vorgestern habe ich noch kryptisch über die ungehinderte Betätigung von US-Strafverfolgern in Deutschland geschrieben (und es gab Gründe für diese verklausulierte Darstellung). Und heute befasst sich der Oberinvestigator der Süddeutschen, Hans Leyendecker, mit diesem Thema im Aufmacher der Wochenendbeilage. Titel: &#8220;<a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/899/128686/" class="broken_link">Was Manager fürchten sollten</a>&#8220;. Dabei erwähnt er auch Details zu jenem Fall, der mir zu Ohren gekommen ist: Zwei von insgesamt vier inhaftierten Infineon-Topmanagern saßen in einem US-Gefängnis ein, ohne dass sie mit den Preisabsprachen zu tun hatten (&#8220;Bauernopfer&#8221;).</p>
<p><span id="more-263"></span></p>
<p>Tatsächlich hat bisher noch niemand über diesen eigentlich öffentlichkeitsrelevanten Fall berichtet, der 2005 ins Rollen kam, wie der Autor ausdrücklich erwähnt. Ansonsten behandelt der Artikel ganz allgemein  die zunehmenden Auslandsaktivitäten der US-Justiz in Sachen Wirtschaftskriminalität, vor denen weltweit kein Manager mehr sicher ist und die sehr oft mit Aufenthalten in US-Gefängnissen enden.</p>
<p>Was mir an diesem Beitrag enorm aufstößt, ist Leyendeckers unverhohlene Mischung aus Häme und Belehrung, die er schon im Untertitel zu Schau stellt, der da lautet: &#8220;Achtung liebe Führungskräfte: Bei Korruption droht der Knast in Amerika.&#8221; (!) Hier lässt er also wieder mal ganz ungeniert den <strike>68er-</strike>Moralisten raushängen, und das ganze gipfelt dann in folgenden durchgeknallten Schlusssatz: &#8220;Verglichen mit der Hand, die den Geldhahn auf- und zudreht, ist ein Revolver übrigens immer noch ein lächerliches Instrument.&#8221; Weiß der Mann, wovon er hier redet?</p>
<p>Ohnehin sehr bedenklich finde ich den Tenor Leyendeckers, der sich durch den ganzen Artikel zieht und sich in etwa so liest: Okay, die Amerikaner maßen sich an, Weltpolizei zu sein und eigentlich geht mir das auf allen anderen Gebieten arg gegen den Strich, aber solange sie gegen geldgierige Manager vorgehen, billige ich, der bekannten Obermoralist, jedes Mittel, dessen sie sich bedienen. Auch wenn es dabei um rechtlich zweifelhafte Verhaftungen oder Razzien im Ausland geht.</p>
<p>Sehr, sehr schlechter Stil, das. Auf so eine Moral kann ich verzichten.</p>
<p>[Nachtrag] Aus der deutschen Wirtschaft ist immer wieder der Vorwurf zu hören, dass amerikanische Behörden die Industrie des eigenen Landes unterstützten, wobei die CIA hierbei oft die Rolle der Datenbeschafferin spiele. Leyendecker kanzelt dies als ideologisches Gewäsch deutscher Manager ab. Nach meine Informationen kam im genannten Fall der Speicher-Preisabsprachen der involvierte amerikanische Hersteller (es müsste Micron gewesen sein) recht glimpflich davon, zu einer Haftstrafe sei dort niemand verurteilt worden.</p>
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		<title>Willst Du die Welt verändern?</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 21:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Fundbüro]]></category>
		<category><![CDATA[Web, IT und Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#8220;Als Steve Jobs John Sculley von Pepsi abwarb, forderte er ihn heraus: &#8216;Willst du Zuckerwasser an Erwachsene verkaufen, oder willst du die Welt verändern?&#8217; &#8221; Steward Brand, The Well</p> <p>(weitere antike Apple-Bilder und Broschüren)</p> <p><span style="color:#777">&#8594; Weiterlesen: <a href="http://miedl.net/2007/03/30/willst-du-die-welt-veraendern/">Willst Du die Welt verändern?</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Jobs, Scully, Wozniak" rel="attachment wp-att-149" href="http://miedl.net/2007/03/30/willst-du-die-welt-veraendern/jobs-scully-wozniak/" target="_blank"><img title="Jobs, Sculley, Wozniak" src="http://miedl.net/wp-content/uploads/2007/03/jobsscully_mini.jpg" alt="jobsscully mini Willst Du die Welt verändern?" hspace="5" vspace="5" align="left" /></a>&#8220;Als Steve Jobs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Sculley" target="_blank">John Sculley</a> von Pepsi abwarb, forderte er ihn heraus: &#8216;Willst du Zuckerwasser an Erwachsene verkaufen, oder willst du die Welt verändern?&#8217; &#8221;<br />
Steward Brand, <a href="http://www.well.com" target="_blank">The Well</a></p>
<p>(weitere <a href="http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.jagshouse.com/images/page5_r1_c1.gif&amp;imgrefurl=http://www.jagshouse.com/ads3.html&amp;h=393&amp;w=465&amp;sz=101&amp;hl=de&amp;start=1&amp;um=1&amp;tbnid=frPtV3jyBQ_tGM:&amp;tbnh=108&amp;tbnw=128&amp;prev=/images%3Fq%3Dscully%2Bjobs%26svnum%3D10%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN" target="_blank">antike Apple-Bilder und Broschüren</a>)</p>
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		<title>Sony fordert 100.000€: Gerechte Strafe oder Kriminalisierung einer ganzen Generation?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2007 11:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p> Ausser mir haben sich vorgestern Abend auch die ca. 150 anwesenden Schülereltern im falschen Film gewähnt, als ein Hauptkommissar von der Kripo Erding im Rahmen einer schulischen Infoveranstaltung über &#8220;Jugend und Medienkonsum&#8221; aus dem Ermittlungsalltag im Bereich Computerkriminalität berichtete. Darin ging es beispielsweise um einen 11-Jährigen, der im elterlichen Keller über einen PC <p><span style="color:#777">&#8594; Weiterlesen: <a href="http://miedl.net/2007/03/01/sony-fordert-100000e-gerechte-strafe-oder-kriminalisierung-einer-ganzen-generation/">Sony fordert 100.000€: Gerechte Strafe oder Kriminalisierung einer ganzen Generation?</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.miedl.net//wp-content/uploads/2007/03/handschellen_1.jpg" alt="handschellen 1 Sony fordert 100.000€: Gerechte Strafe oder Kriminalisierung einer ganzen Generation?" title="handschellen_1.jpg" align="right" /><br />
Ausser mir haben sich vorgestern Abend auch die ca. 150 anwesenden Schülereltern im falschen Film gewähnt, als ein Hauptkommissar von der Kripo Erding im Rahmen einer schulischen Infoveranstaltung über &#8220;Jugend und Medienkonsum&#8221; aus dem Ermittlungsalltag im Bereich Computerkriminalität berichtete. Darin ging es beispielsweise um einen 11-Jährigen, der im elterlichen Keller über einen PC mit eigenem DSL-Anschluss verfügte, vollgestopft mit Raubkopien und Videos übelster Machart &#8211; sowie einem Tresor daneben, in dem er illegales vor jeglichem Zugriff sicher verwahrte.<br />
Während man für die hier geschilderte Razzia noch Verständnis aufbringt, stimmen einen andere Alltagsszenarien doch recht nachdenklich.<br />
<span id="more-124"></span><br />
So schilderte er etwa den Fall eines 12-Jährigen Schülers aus dem hiesigen Landkreis, der von Sony zur Zahlung von 100.000 Euro Schadenersatz aufgefordert wurde, weil er sechs Musikvideos von MTV aufgenommen, digitalisiert und auf einer Website zum Download bereitgestellt hatte. Nachdem seine alleinerziehende Mutter den Klägern ihre schwierige finanzielle Situation klar gemacht hatte, schraubte der Medienkonzern am Schluss die Forderung auf 3000 Euro herunter, nebst einer strafbewehrten, lebenslänglich gültigen Unterlassungserklärung. 3000 Euro sei seiner Erfahrung nach derzeit ein durchschnittlicher &#8220;Preis&#8221; für derartige Delikte rund um illegale Musikdownloads, so der Kripo-Mann.<br />
Mittlerweile gebe es einige Anwaltskanzleien im Hamburger Raum, die schwerpunktmäßig nach Tauschbörsen-Nutzern in den gängigen Netzen wie Emule oder Azareus fahnden und die Staatsanwaltschaften bundesweit damit auf Trab halten. In der Regel erfolge daraufhin eine unangemeldete Razzia der Kripo, bei der &#8220;die Wohnung oder das Haus informationstechnisch entkernt&#8221; würden, schilderte der Polizist mit ironischem Unterton, und: &#8220;Unsere Asservatenkammern sind riesig, aber sie quellen über mit beschlagnahmten IT-Ausstattungen. Von der Beschlagnahmung bis zur Untersuchung des Materials vergeht derzeit ungefähr ein halbes Jahr.&#8221;</p>
<p>Die meisten der anwesenden Eltern waren von diesen und anderen drastischen Schilderungen sichtlich geschockt &#8211; einerseits, weil viele ahnungslos waren in Bezug auf die fürchterlichen Inhalte oder die strafbaren Aktivitäten am PC, andererseits, weil unmissverständlich die Tragweite derart unentdeckter Aktivitäten klar wurde, die man bei vielen heranwachsenden PC-Benutzern vermuten darf.<br />
So nüchtern und in aufklärerischer Absicht der Kriminaler sein Referat auch hielt, so machte er aus seiner Kritik an der bestehenden urheberrechtlichen Gesetzespraxis keinen Hehl, da sie nach seinem Dafürhalten zu einer Kriminalisierung breiter Schichten der jungen Bevölkerung führe. Die Medienkonzerne hätten alle Bemühungen um Bagatellgrenzen bisher verhindert. (Wobei er keinesfalls die grundsätzliche Legitimität des Uhrheberrechts in Frage stellte .)</p>
<p>Interessant erschien mir persönlich nebenbei noch ein anderer Aspekt: Wo sind die Medien, die die Allgemeinheit über solche wirklich ernsten und konkreten Alltagsprobleme informieren müssten? Die meisten der Anwesenden hatten ganz offensichtlich keine blassen Schimmer von derartigen Risiken und dem Ausmaß der sie möglicherweise berührenden Probleme. Wo sind die öffentlichen Debatten, die eine solche ausufernde Praxis der Kriminalisierung thematisieren? Wenn die Medien andauernd von Krise reden, könnte es vielleicht auch mit einer fortschreitenden Realitätsferne zusammenhängen, die sich am geschilderten Beispiel beobachten lässt.</p>
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		<title>&#8220;König Leser&#8221;: Schreiben kann jeder &#8211; aber liest das wer?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Feb 2007 22:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs, Web & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Bei der Frage nach seiner besonderen berufliche Qualifikation gerät man als Journalist des öfteren in eine eigenartige Rechfertigungssituation: Schreiben könne in alfabetisierten Kulturen doch jeder und Aufsätze verfasse man schließlich schon in der Grundschule. Nicht zuletzt deshalb fühlen sich viele Zeitgenossen zum Autor oder (Leser-)Reporter berufen.</p> <p>In fachjournalistischen Disziplinen wie dem IT-Journalismus kommt noch <p><span style="color:#777">&#8594; Weiterlesen: <a href="http://miedl.net/2007/02/06/konig-leser-schreiben-kann-jeder-aber-liest-das-wer/">&#8220;König Leser&#8221;: Schreiben kann jeder &#8211; aber liest das wer?</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Frage nach seiner besonderen berufliche Qualifikation gerät man als Journalist des öfteren in eine eigenartige Rechfertigungssituation: Schreiben könne in alfabetisierten Kulturen doch jeder und Aufsätze verfasse man schließlich schon in der Grundschule. Nicht zuletzt deshalb fühlen sich viele Zeitgenossen zum Autor oder (Leser-)Reporter berufen.</p>
<p>In fachjournalistischen Disziplinen wie dem IT-Journalismus kommt noch ein anderer Aspekt zum Tragen: Journalisten sind meist keine ausgebildeten Techniker und daher sind sie in der Regel auf fachkundige Informanten wie Informatiker, Analysten oder IT-Manager angewiesen. Da drängt sich &#8211; zunehmend auch in Redaktionen mit schrumpfendem Budget &#8211; die Frage auf, warum nicht gleich die Techniker selbst in die Tasten hauen und den Fachjournalismus selber in die Hand nehmen sollten?<br />
<span id="more-119"></span><br />
Eine schöne <a href="http://www.heise.de/tr/blog/artikel/84554">Antwort</a> darauf hat Gordon Bolduan auf dem Blog des Technology Review gegeben. Anlass war die öffentliche Klage des Informatik-Professors Reinhard Wilhelm, der sich über die unzureichende Darstellung der Computerwissenschaften in den deutschen Medien beklagt hatte und als Konsequenz nun dazu übergehen will, Informatiker in Kurz-Kursen zu besseren Journalisten auszubilden.</p>
<p><em>&#8220;Wilhelms Vorhaben ist genauso absurd wie IT-fremde Akademiker zu Entwicklern von sicherheitskritischen Anwendungen auszubilden. Denn für einen sehr guten Artikel â nur hier bleiben die transportierten Fakten in Erinnerung â bedarf es mehr als hübscher Fachbegriffe und lustiger Beispiele. </em><em><strong>Überschriften, die auffallen, Einstiege, die in den Artikel hineinsaugen, sind nur ein kleiner Teil des Handwerkzeugs und dennoch bereits eine Kunst für sich. Ohne sie würde der König Leser verständliche Erklärungen schwieriger Sachverhalte nicht mal eines Blickes würdigen.</strong> Die Bedeutung des journalistischen Handwerks steigt expotenziell mit der Länge des Artikels und den erschwerten Arbeitsbedingungen. Selbst schreibende Informatiker werden keinen roten Teppich, ausgerollt in die Redaktionen der Republik, vorfinden. Auch für sie ist ein Blockseminar über journalistische Darstellungen keine Abkürzung auf dem harten Weg zu Routine und Inspiration, wie ein Thema durch den richtigen Blickwinkel und Strukturierung zur mitreißenden Geschichte wird.&#8221;</p>
<p></em>Grundsätzlich lobt Bolduan allerdings Wilhelms Ansinnen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn man Studenten die Einleitungen ihrer wissenschaftlichen Arbeiten so schreiben ließe, dass sie zum Weiterlesen reizen.</p>
<p>Wenn man sich vor Augen hält, dass verständliche Ausdrucksweise und Informationseffizienz im akademischen Betrieb in der Regel unbekannte Kategorien sind, geben derartige Töne aus Professorenmund Anlass zur Hoffnung.</p>
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		<title>Dienstwagen von Mercedes, Fachartikel von Aldi</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jan 2007 11:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Werbeagenturen sind eindeutig der Lieblingsfeind von 1. Journalisten, 2. Kundenzeitschriftenverlagen (CP) und 3. (journalistisch vorgeprägten) PR- und Kommunikationsprofis, wie mir in den letzten Tagen bei Gesprächen mit Leuten aus diesem Umfeld wieder mal aufgefallen ist. Für diese Abneigung gibt es je nach Interessenlage unterschiedliche, aber miteinander zusammenhängende Gründe.</p> <p>Der eine &#8211; ein Freund &#8211; <p><span style="color:#777">&#8594; Weiterlesen: <a href="http://miedl.net/2007/01/29/dienstwagen-von-mercedes-fachartikel-von-aldi/">Dienstwagen von Mercedes, Fachartikel von Aldi</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Werbeagenturen sind eindeutig der Lieblingsfeind von 1. Journalisten, 2. Kundenzeitschriftenverlagen (CP) und 3. (journalistisch vorgeprägten) PR- und Kommunikationsprofis, wie mir in den letzten Tagen bei Gesprächen mit Leuten aus diesem Umfeld wieder mal aufgefallen ist. Für diese Abneigung gibt es je nach Interessenlage unterschiedliche, aber miteinander zusammenhängende Gründe.</p>
<p>Der eine &#8211; ein Freund &#8211; war Kommunikationsverantwortlicher eines DAX-Konzerns mit fundiertem journalistischen Background. Er berichtete mir, dass er bei der Ausschreibung für ein Mitarbeitermagazin _wieder_einmal_ erschüttert war von der unterdurchschnittlichen journalistischen Kompetenz, die viele Agenturen aus dem diffusen PR/Werbeumfeld an den Tag legen. Nachdem sich beim &#8220;Pitch&#8221; der eine Schlusskandidat in seiner Präsentation darauf beschränkte, dazulegen, wie toll seine &#8220;Agentur&#8221; sei, habe quasi zwangsläufig der zweite Verbliebene, ein Verlag für Kundenzeitschriften, den Zuschlag für das Magazinprojekt erhalten.<br />
<span id="more-118"></span><br />
Allerdings ist auf Kundenseite ein derartiges Qualitätsbewußstsein in Bezug auf journalistische und verlegerische Produkte eher selten anzutreffen. Erst heute hat mir ein erfahrender Redakteur für Kundenmagazine sein Leid geklagt, wonach in vielen Firmen jegliches Verständnis für Textqualität fehle. So sei er von Seiten seiner diversen Auftraggeber regelmäßig mit Aussagen konfrontiert wie: &#8220;Solange in den Kundenreferenzen/Anwenderberichten unser Firmenname drinsteht, ist es ein guter Text.&#8221; </p>
<p>Für Werbeagenturen, die meist als Gemischtwarenladen für alle Arten von Kommunikationsdienstleistungen auftreten, ist das ein gefundenes Fressen. Meist läuft es so, dass über Werbeaufträge bereits eine Zusammenarbeit mit einem Unternehmen besteht. Bei einem hohen Werbeetat hat man in der Regel gute Kontakte in das Management &#8211; und auf diese Weise einen Fuß in der Tür für den Verkauf jeder Art von Textdienstleistungen. Sind ja schließlich Texter. Die Frage, ob diese Leute für Fachartikel oder Magazine überhaupt die Kompetenzen besitzen, geht dann meist unter oder wird erst gar nicht gestellt.</p>
<p>Für die Journalisten- und Verlagszunft wäre es an der Zeit, sich mal wieder ernsthafte Gedanken darüber zu machen, wie man bei den Kunden/Lesern ein höheres Qualitätsbewußtsein wecken kann. Einfache Antworten darauf wird&#8217;s wohl nicht so leicht geben. Während die Publikumspresse über die Verkaufszahlen einen halbwegs brauchbaren Gradmesser der dargebotenen journalistischen Qualität besitzt, fehlen im Bereich Unternehmenskommunikation und Marketing zuverlässige, allgemein anerkannte Methoden der Qualitätsmessung.</p>
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		<title>&#8220;Zeitungen haben ihre Qualität reduziert&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Dec 2006 08:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Medien&Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute bringt das Handelsblatt ein Interview mit dem Herausgeber des Wall Street Journal, Gordon Crovitz. Darin finden sich einige interessante Aussagen über die Zukunft der Printmedien vor dem Hintergrund des Internet-Booms &#8211; so unter anderem folgende Passage:</p> <p>F: Welche Fehler machen die Zeitungen? A: Viele große Zeitungen haben ihre journalistische Qualität reduziert. Internetversierte Leser, <p><span style="color:#777">&#8594; Weiterlesen: <a href="http://miedl.net/2006/12/04/zeitungen-haben-ihre-qualitat-reduziert/">&#8220;Zeitungen haben ihre Qualität reduziert&#8221;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bringt das <a href="http://www.Handelsblatt.de">Handelsblatt</a> ein Interview mit dem Herausgeber des <a href="http://online.wsj.com/public/us">Wall Street Journal</a>, Gordon Crovitz. Darin finden sich einige interessante Aussagen über die Zukunft der Printmedien vor dem Hintergrund des Internet-Booms &#8211; so unter anderem folgende Passage:</p>
<p><em>F: Welche Fehler machen die Zeitungen?<br />
A: Viele große Zeitungen haben ihre journalistische Qualität reduziert. Internetversierte Leser, insbesondere jüngere, finden jedoch sehr schnell heraus, wie sie die gleichen Informationen einer solchen Zeitung online schneller und bequemer erhalten können.</em></p>
<p>Auf die Frage, wie die Zeitungen darauf reagieren sollen, sagt Crovitz, dass die Redaktionen weniger Nachrichten und mehr erklärenden Journalismus bringen müssen. Konkret würde so etwas für die Verleger bedeuten, dass sie mehr in die journalistische Qualität investieren müssten. Wieviele in Deutschland werden das tun, jetzt, wo alle ihre strategische Planung auf das nach wie vor wirtschaftlich riskante Web-Publishing verlagert haben?</p>
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		<title>Medien 1.0: Wünschelrute</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Oct 2006 15:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Medien&Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schläft ein Lied in allen Dingen die da träumen fort und fort, und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.</p> <p>Joseph von Eichendorff (1835)</p> Tweet ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schläft ein Lied in allen Dingen<br />
die da träumen fort und fort,<br />
und die Welt hebt an zu singen,<br />
triffst du nur das Zauberwort.</p>
<p>Joseph von Eichendorff (1835)</p>
<div class="bottomcontainerBox" style="">
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		<title>Wer garantiert eigentlich für Qualitätsjournalismus?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Oct 2006 22:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs, Web & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Medien&Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Früher, als die Medienwelt noch in Ordung war, konnte man sich an zwei Polen orientieren: Auf der einen Seite die Publikumsverlage, die das Massenpublikum mit dem Versprechen einer unabhängigen Tages- und Fachberichterstattung an sich banden und damit eine ordentliche wirtschaftliche Grundlage auch für die Redakteure und freien Journalisten bieten konnten. Daneben entwickelten sich im <p><span style="color:#777">&#8594; Weiterlesen: <a href="http://miedl.net/2006/10/18/wer-garantiert-eigentlich-fur-qualitatsjournalismus/">Wer garantiert eigentlich für Qualitätsjournalismus?</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher, als die Medienwelt noch in Ordung war, konnte man sich an zwei Polen orientieren: Auf der einen Seite die Publikumsverlage, die das Massenpublikum mit dem Versprechen einer unabhängigen Tages- und Fachberichterstattung an sich banden und damit eine ordentliche wirtschaftliche Grundlage auch für die Redakteure und freien Journalisten bieten konnten. Daneben entwickelten sich im Lauf der Zeit auch die Geschäfte des rivalisierenden, &#8220;Marketing-getriebenen&#8221; Mediensektors, der bei PR-Textern beginnt und bei Produzenten von Kundenmagazinen endet. Diesem haftete dabei stets der zweifelhafte Ruf an, dass er mit Hilfe von Auftragsschreibern das Ziel verfolge, reine Industrieinteressen zu vertreten.<br />
<span id="more-108"></span><br />
Nachdem sich der gesamte Mediensektor seit dem Börsencrash von 2001 in einer tiefen Krise befindet, die im Gegensatz zur positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung noch nicht annähernd vorüber ist, scheinen sich allmählich auch grundlegende tektonische Verschiebungen in der Medienlandschaft abzuzeichnen.</p>
<p>Ich möchte hier nicht im Detail auf die vielfältigen und komplizierten kausalen Zusammenhänge der Medienkrise eingehen, die auch viel mit dem Internet zu tun haben, aber mir fallen einige Signale dieser Veränderung ganz deutlich auf, und sie geben nicht nur mir zunehmend zu denken:</p>
<p>-Ich stelle in Gesprächen mit Marketing- und PR-Verantwortlichen zunehmend fest, dass sich jene Vertreter mit Weitblick einen unabhängigen Journalismus als Basis für gesellschaftliche Kommunikation wünschen, aber diesen in den traditionellen Medien zunehmend vermissen. Dieser Umstand ist insofern interessant, weil ein gängiges Klischee besagt, dass Marketing und PR stets bemüht seien, die journalistische Berichterstattung zu beeinflussen, um diese Medien für platte Industrieinteressen zu mißbrauchen.<br />
-Ich hatte kürzlich eine Werbung für das Mercedes-Magazin in der Hand und war überrascht, dass man beim Kunden(Werbe-)Magazin von DaimlerChrysler damit wirbt, dass hochkarätige Journalisten für das Magazin schreiben.<br />
-Ich kenne Verlage für Kundenmagazine, die professioneller arbeiten, als viele &#8220;unabhängige&#8221; Publikumsverlage.</p>
<p>Die Liste ließe sich weiterführen und für mich liegt der Schluss nahe, dass auf der einen Seite die Publikumsverlage von der Tageszeitung bis zur IT-Presse verlegerisch und unternehmerisch derzeit viel zu passiv bis defensiv handeln. Die Umsätze sinken, und so spart man sich krank und gibt nach und nach die einst hoch gehaltenen Qualitätsbegriffe auf, während auf der anderen Seite die industriefinanzierten Medien sich zunehmend über journalistische Qualität profilieren und dabei dem Leser oft tatsächlich bessere Ergebnisse liefern. (Es gibt übrigens etliche Firmenzeitungen/Kundenmagazine, die ihren Redaktionen völlig freie Hand lassen)</p>
<p>Die Turbulenzen um den Südeutschen Verlag, dem einstigen Bollwerk des unabhängigen Qualtitäsjournalismus, sind symptomatisch für die gesamte Branche: Wenn es den unabhängigen Medienhäusern nicht geling, Qualtiät als langfristiges unternehmerisches Ziel zu definieren und das Handeln danach auzurichten, werden die Leser in allen Segmenten noch stärker abwandern und damit für völlig neue Machtverhältnisse im Medienmarkt sorgen.</p>
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		<title>Sind PR-Einträge eine Wikipedia-Manipulation?</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Oct 2006 19:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs, Web & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Medien&Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Unter dem Titel &#8220;PR verschmutzte Wikipedia&#8221; hat Kollege Lars Reppesgaard bereits im August die Frage aufgeworfen, in wiefern man einer PR-Zunft noch trauen könne, die permanent ihre Grenzen überschreite. Er bezog sich dabei auf eine Meldung, wonach die amerikanische PR-Agentur MyWikiBiz.com ganz offen &#8220;professionell geschriebene&#8221; Wikipedia-Artikel anbietet.</p> <p>Dazu muss ich zunächst eines sagen: Auch <p><span style="color:#777">&#8594; Weiterlesen: <a href="http://miedl.net/2006/10/10/sind-pr-eintrage-eine-wikipedia-manipulation/">Sind PR-Einträge eine Wikipedia-Manipulation?</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Titel &#8220;<a target="new" href="http://druckreif.twoday.net/stories/2589723/">PR verschmutzte Wikipedia</a>&#8221; hat Kollege Lars Reppesgaard bereits im August die Frage aufgeworfen, in wiefern man einer PR-Zunft noch trauen könne, die permanent ihre Grenzen überschreite. Er bezog sich dabei auf eine Meldung, wonach die amerikanische PR-Agentur <a target="new" href="http://MyWikiBiz.com">MyWikiBiz.com</a> ganz offen &#8220;professionell geschriebene&#8221; Wikipedia-Artikel anbietet.</p>
<p>Dazu muss ich zunächst eines sagen: Auch die deutsche Wikipedia wird fleißig mit PR-Texten bestückt, wie ich aus einer sicheren Quelle weiß.<br />
<span id="more-106"></span><br />
Das heikle Thema hat Klaus Eck auch schon im Dezember <a target="new" href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2005/12/wikipedia_ohne_.html">erörtert</a> und für mich stellt sich wirklich die Frage, ob man sich darüber wundern muss, dass eine solche Enzyklopädie als das verwendet wird, was sie ist &#8211; nämlich als frei und allen offen stehend. Auch wenn wenn sich jeder Leser natürlich wünscht, dass er ehrlich und aufrichtig informiert wird.</p>
<p>Man muss in diesem Zusammenhang auch mal ganz nüchtern sehen: Wir erleben die schrittweise Ablösung alter, zentralistischer Medien durch neue Individual- oder Gemeinschaftsprojekte. Und während das noch fröhlich gefeiert wird, bietet sich die für solche Übergangsphasen typische Gelegenheit, zu erkennen, was dabei auch verloren geht. Ohne, dass ich jetzt das alte, redaktionelle Enzyklopädie-Modell als unbedingt authentisch und wahrhaftig bezeichnen möchte, so beobachte ich schon so etwas wie einen Vertrauensverlust in Geschriebenes.</p>
<p>Wikipedia hat diesbezüglich aber auch was gutes: Während es so etwas wie ein traditionelles, blindes Vertrauen in Schrift und Bücher gibt/gab (ein Medienwissenschaftler &#8211; ich glaube <a target="new" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Kittler">Kittler</a> &#8211; hat das Buch einmal als hypnotisches Medium genannt), zwingen uns prinzipbedingt manipulierbare digitale Publikationen wie Wikis dazu, dass wir skeptischer werden gegenüber allem Geschriebenen.</p>
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			</div><div style="clear:both"></div><div style="padding-bottom:4px;"></div><img src="http://miedl.net/?ak_action=api_record_view&id=106&type=feed" alt=" Sind PR Eintr&auml;ge eine Wikipedia Manipulation?"  title="Sind PR Eintr&auml;ge eine Wikipedia Manipulation?" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Spiegel Online 1996: Erinnerung an die Internet-Steinzeit</title>
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		<comments>http://miedl.net/2006/09/30/spiegel-online-1996-erinnerung-an-die-internet-steinzeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Sep 2006 00:17:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wmiedl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs, Web & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Medien&Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn man bedenkt, dass vor zehn Jahren viele Leute gerade mal gelernt haben, was das Internet und das WWW sind und die Mehrheit noch wenig oder keine Ahnung davon hatte, wird einem erst das Ausmaß der kulturellen und lebensweltlichen Veränderung klar, die in dieser kurzen Zeit stattgefunden haben.</p> <p>Die ersten amateurhaften Gehversuche der Internet-Stars <p><span style="color:#777">&#8594; Weiterlesen: <a href="http://miedl.net/2006/09/30/spiegel-online-1996-erinnerung-an-die-internet-steinzeit/">Spiegel Online 1996: Erinnerung an die Internet-Steinzeit</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man bedenkt, dass vor zehn Jahren viele Leute gerade mal gelernt haben, was das Internet und das WWW sind und die Mehrheit noch wenig oder keine Ahnung davon hatte, wird einem erst das Ausmaß der kulturellen und lebensweltlichen Veränderung klar, die in dieser kurzen Zeit stattgefunden haben.</p>
<p>Die ersten amateurhaften Gehversuche der Internet-Stars von heute sieht man ganz schön an der <a href="http://www.spiegel.de/static/spon1996/">ersten Seite von Spiegel Online</a>, die im Juni 1996 online gegangen ist und von den Betreibern als Antiquität zur Schau gestellt wird.<br />
<span id="more-98"></span><br />
Das Web war damals noch voll von Avantgardisten, die eine Zeitlang so etwas wie Paralleldiskurse etablieren konnten, ehe das ganze von der New-Economy-Dampfwalze eingeebnet wurde. Eines der wenigen deutschen Medienexperimente ist bis heute ebenfalls als einigermaßen erhaltene Konserve zu besichtigen &#8211; <a href="http://www.wildpark.com/index.html">Wildpark.com</a>. Man sieht hier auch ganz schön, dass es damals schon recht fortschrittliche Designexperimente gab.</p>
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