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Von wmiedl, am 20.08.06
Ich habe es zwei Einträge weiter unten “geistige Verödung” genannt und in die gleiche Kerbe sehe ich nun Eva Menasse und Michael Kumpfmüller in ihrem SZ-Feuilleton-Beitrag in der Süddeutschen (17.8.) schlagen – unter dem Titel “Wider die intellektuelle Gerontokratie – Ein Plädoyer für weniger Grass und mehr Nahost in der Debatte”. (Leider nur für Abonnenten zugänglich)
Continue reading Andere Schlussfolgerungen aus "Grass": Intellektuelle Gerontokratie
Von wmiedl, am 02.06.06
Sigrid Löffler und Jean-Pierre Lefebvre begründen in der SZ vom 2.6. ihren Autritt aus der Heinrich-Heine-Preis-Jury. Darin finden sich einige bemerkenswerte Passagen, die das derzeitige geistige Klima in Deutschland charakterisieren:
“… Man könnte den Wirbel unter Lokalposse abbuchen – wäre da nicht der landesweit inszenierte öffentliche Empörungsschrei gegen Handke. Ein Furor automaticus, der seit
→ Weiterlesen: Handke und die geistige Verödung
Von wmiedl, am 16.05.06
Der Wiener Philosophieprofessor Konrad Liessmann über PowerPoint, die vermeintliche Wissensgesellschaft und warum man Wissen nicht managen kann: [...]Die Verknappung des Textes und seine Anreicherung mit Schlagworten, Symbolen, Graphiken und Tabellen, die alle auf eine schöne PowerPoint-Folie passen, avancieren zum Inbegriff eines “hirngerechten” Dokuments .
Wie Wissen heute präsentiert wird, kann auch als Hinweis für
→ Weiterlesen: Hirngerechte Dokumente machen Denken unmöglich
Von wmiedl, am 16.05.06
Der Medienwissenschaftler Friedrich Kittler hat in einem Telepolis-Interview wieder einmal recht erhellende, pointierte Gedanken geäussert – zum Beispiel zur Rechtschreibreform:
“Wir werden im Moment von Leuten aus dem zweiten Bildungsweg regiert und die möchten unsere Bildung aus dem ersten Bildungsweg abschaffen.”
Oder über die strengen Regeln der Programmiersprachen – im Gegensatz zu den laxen Regeln natürlicher Sprachen:
“Das ist eine neue, ganz strenge Orthografie. Insofern kann man kein Jota oder kein Tüpfelchen dran ändern, wie es Jesus von Nazareth in Bezug auf das hebräische Alphabet gesagt hat.”
Und erhellend auch seine Erklärungen zur Entstehung der deutschen Großschreibung – und den politischen Motiven der Rechtschreibreformer:
Continue reading Kittler über Rechtschreibreformer: “verfettete Gesäße in den Ministerien”
Von wmiedl, am 14.12.05
Spiegel-Online zu den veralteten Strommasten von RWE: “…Hoch- und Höchstspannungsnetz wird bereits seit mehr als 65 Jahren genutzt”
Und ich hatte bisher – wie wohl viele meiner Zeitgenossen – immer geglaubt, bei Hochspannung ist das obere Ende der Skala, sozusagen der Olym der Elektrizität erreicht. Aber offenbar haben wir uns, oberflächlich wie wir oft
→ Weiterlesen: Hoch spannend oder höchst spannend?
Von wmiedl, am 04.11.05
Lesen heißt, mit einem fremden Kopf statt dem eigenen zu denken. Arthur Schopenhauer
Von wmiedl, am 20.10.05
Echtes Geld Originally uploaded by wmiedl.
Werbekampagne aus der Titanic (etwa Ende der 80er)
Von wmiedl, am 30.03.05
“Bildung bremst” lautete mal ein Slogan des Komikerduos Erkan & Stefan. Das war natürlich provokant gemeint und solange es aus dem Mund der krassen Brainchecker kommt, befremdet das nicht wirklich. Anders sieht es aber aus, wenn eine Kolumnistin in der FTD diese Aussage als ernsthafte These verfolgt. Lucy Kellaway hat am Freitag in ihrer Kolumne unter dem Titel ‘Intelligenz schadet der Firma’ dargelegt, dass hohe Begabung und eine erstklassige Hochschulbildung entgegen unserer allgemeinen Überzeugung möglicherweise im Beruf gar nichts nutzen und sogar schädlich für die Karriere sein sollen.
Continue reading Krass oder konkret: Bremst Bildung wirklich?
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Gestreut: Meine Web-Filialen
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